Verkehrsmuseum

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Verkehrsmuseum im Johanneum am Neumarkt
das Johanneum um 1908 von E.L. Kirchner
Serviette mit Werbung für "Tempo-Fritz" und das Verkehrsmuseum

Das Verkehrsmuseum ist ein Museum in der Trägerschaft der Stadt mit etwa 5.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche im Johanneum am Neumarkt, das alle Verkehrsbereiche unter einem Dach vereinigt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Bereits kurz nach der offiziellen Gründung der Hochschule für Verkehrswesen Anfang April 1952 gab es einen Monat später Gespräche und Verhandlungen mit dem damaligen Ministerium für Verkehr über die Überführung von Exponaten aus dem ehemaligen "Sächsischen Eisenbahnmuseum" in ein neu zu errichtendes Verkehrsmuseum der DDR. Aufgrund der Nähe zur neuen Hochschule wurde Dresden als Standort ausgewählt. Die ersten Exponate, die den Krieg überstanden hatten, wurden in einem Lokschuppen im Güterbahnhof Dresden-Neustadt, dem ehemaligen Leipziger Bahnhof untergebracht. Elfriede Rehbein, seit 1953 Leiterin des Lehrstuhls "Wirtschafts-, Technik- und Verkehrsgeschichte" übernahm anfangs mit weiteren fünf Mitarbeitern die erste Aufbauarbeit am neuen Museum. Im gleichen Jahr konnten zwei kleine Ausstellungen der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Eigentliche Geburtsstunde des heutigen Verkehrsmuseums war die feierliche Eröffnung zum 750-jährigen Jubiläum von Dresden am 3. Juni 1956 mit der Sonderausstellung zum Thema "Ein Streifzug durch 120 Jahre sächsischer Verkehrsgeschichte". Diese Ausstellung war nun erstmals in einigen bereits fertiggestellten Räumen des sich im Wiederaufbau befindenden Johanneums untergebracht. Ein Jahr später folgten eine Sonderausstellung "Moderne Technik im Verkehrswesen", die ersten Exponate über die Arbeit der Deutschen Post und eine Modellbahnschau.

Mit der Fertigstellung des Johanneums und der Nutzung aller Räumlichkeiten wurde mit Wirkung vom 1. April 1958 das Verkehrsmuseum aus der Hochschule für Verkehrswesen ausgegliedert und dem Minister für Verkehrswesen direkt unterstellt. Die eigentliche Leitung des Museums durch Frau Prof. Dr. Rehbein, die sie seit Gründung bis 1974 inne hatte, blieb aber unverändert. Auch die wissenschaftliche Betreuung des Museums erfolgte weiterhin durch Angehörige des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Verkehrsgeschichte der HfV sowie einem Kuratorium mit Vertretern aller Fakultäten dieser Hochschule.

Seit Eröffnung der Ausstellung zur Luftfahrt/Luftschifffahrt (1970/72) sind alle Ausstellungszweige (Eisenbahn, Kraftfahrzeuge und Fahrräder, Städtischer Nahverkehr, Schifffahrt und Luftverkehr) im Museum präsent. 1971 wurde im Obergeschoss eine 325 Quadratmeter große Modellbahnanlage der Spur 0 erbaut, die seitdem an bestimmten Tagen den Besuchern gezeigt wird. Sie gilt als eine der größten Anlagen dieser Spurweite.

Mit dem Ende der DDR wurde das Verkehrsmuseum im Oktober 1990 Landesmuseum des Freistaates Sachsen. Mit einer feierlichen Veranstaltung wurde 2002 das 50-jährige Bestehen des Museums gefeiert. 2006 ging das Verkehrsmuseum als gemeinnützige GmbH in die Trägerschaft der Stadt Dresden über.

[Bearbeiten] Adresse

Verkehrsmuseum Dresden gGmbH
Augustusstraße 1
01067 Dresden
Telefon: (03 51) 86 44 - 0
E-Mail: info(at)verkehrsmuseum-dresden.de

[Bearbeiten] Öffnungszeiten

Dienstag - Sonntag 10:00-17:00 Uhr

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

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