Fritz Skarbovskis

Stadtwiki Dresden - Freiraum für Ideen und Wissen über Dresden
Wechseln zu: Navigation, Suche
Serviette mit Werbung für Tempo-Fritz und das Verkehrsmuseum

Fritz Skarbovskis alias „Tempo-Fritz“ war ein Dresdner Original. Durch seinen Imbissstand in einem dreirädrigen Tempo-Mobil am Neumarkt, seinen weißen Rauschebart und die Nickelbrille wurde er bekannt.

Skarbovskis wurde 1944 in Dresden als Sohn einer Frau aus dem lettischen Riga geboren. Die Familie betrieb eine Töpferei und wohnte in Niederpoyritz als Nachbarn der Filmemacher-Familie von Ernst Hirsch. Der junge Fritz verbrachte viel Zeit mit Hirschs Sohn Konrad.

Skarbovskis lernte Metallflugzeugbauer im Flugzeugwerk Dresden-Klotzsche. In den 1970er Jahren kümmerte er sich für das Dresdner Kulturamt um die Städtepartnerschaften mit Wroclaw und Leningrad. Skarbovskis sprach fließend polnisch, russisch und etwas lettisch. Anfang der 1980er Jahre sattelte er noch einmal um, absolvierte eine Töpfer-Ausbildung und betrieb gemeinsam mit seiner zweiten Frau Edith bis 1993 eine Töpferei. Anschließend handelte er mit Keramik, Glaswaren und Kunsthandwerk.

Ab 1999 stand „Tempo-Fritz“ regelmäßig mit seinem roten Imbiss-Dreirad auf dem Neumarkt vor dem Verkehrsmuseum. Das Gefährt aus indischer Produktion hatte er gemeinsam mit seinen Söhnen und Schwiegersöhnen extra für den Imbissbetrieb umgebaut. 2008 kündigte ihm das Liegenschaftsamt seinen angestammten Platz – das Tempo-Mobil passe nicht zum neugestalteten Neumarkt. Skarbovskis schrieb daraufhin an Oberbürgermeisterin Helma Orosz. Drei Wochen später hob die Stadtverwaltung die Entscheidung wieder auf. Im Jahr 2010 hatte „Tempo-Fritz“ Ärger mit dem Ordnungsamt, die Angelegenheit ging sogar vor Gericht. Doch ab 2011 stand Skarbovskis wieder auf dem Neumarkt.

Fritz Skarbovskis war seit Mitte der 1970er Jahre in zweiter Ehe mit seiner Frau Edith verheiratet. Das Paar hatte fünf Kinder (Wanda, Anne, Adam, Claudia und Thomas). 2012 verstarb seine Frau. Fritz Skarbovskis starb am 19. Januar 2016 und wurde am 4. März auf dem Heidefriedhof (Urnenwiesen) beigesetzt.[1]

[Bearbeiten] Quellen

  1. Katrin Koch: Dresdner Imbissbuden-Original beerdigt. In: mopo24.de 4.3.2016

[Bearbeiten] Weblink

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge