Strehlener Straße

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Feuer- und Rettungswache Altstadt
Künstler Gunter Demnig bei der Stolpersteinverlegung 2012: Strehlener Straße 19 für Leo, Rosa und Margot Felicja Silbermann

Die Strehlener Straße ist eine Straße im Stadtviertel Südvorstadt und entstand mit dem Bau des Böhmischen Bahnhofs ab 1848. Sie beginnt heute am Friedrich-List-Platz und verläuft weiter parallel zu den Gleisen der Bahnlinie nach Decin (Tschechische Republik) bis zur Einmündung der Teplitzer Straße.

Der westliche Teil der Straße hat im Laufe der Zeit zwei Umbenennungen hinter sich:

Ursprünglich hieß auch der Straßenteil hinter dem Böhmischen Bahnhof, der ab der Bergstraße begann und auf der Seite der Güterbehandlungsanlagen des Bahnhofs lag, ebenfalls „Strehlener Straße“. Nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges und der Wahl Otto von Bismarck (18151898) zum Reichskanzler wurde jedoch das erste Teilstück der Straße bis zu dem unbebaut gelassenen parkähnlichen Grundstück in Bismarckstraße umbenannt. Der parkähnliche Platz selbst erhielt den Namen Bismarckplatz. Da dies bereits im Stadtplan von 1895 so verzeichnet ist, erfolgte die Namensgebung bereits zu Lebzeiten des Reichskanzlers.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der westliche Straßenzug erneut umbenannt, diesmal in Bayrische Straße. Aus dem Bismarckplatz wurde nun der Bayrische Platz. Das restliche Teilstück behielt den Namen „Strehlener Straße“. An der Ecke zur Teplitzer Straße entstand zu DDR-Zeiten das Hauptgebäude der 1951 gegründeten „Fachschule für Eisenbahnwesen“, der späteren Ingenieurschule für Verkehrstechnik „Erwin Kramer“.

Die heutige Strehlener Straße wurde so beschrieben: Der „Straßentrakt, an dem 1857 das erste Haus entstand und der 1859 seine Benennung erhielt, war ein Stück des Jahrhunderte alten Kälberweges. In der Nähe von Strehlen zweigte dieser von der Dohnaer Straße ab und führte nach der jetzt nicht mehr vorhandenen Alten Dippoldiswaldaer Straße; er mag wohl beim Transport von Vieh aus den benachbarten Dörfern nach der Stadt benutzt worden sein. In den Adreßbüchern der Jahre 1856 bis mit 1862 findet der damals noch vorhandene unbebaute Teil des Kälberweges Erwähnung, weil an ihm das Bahnwärterhaus Nr. 7 der Sächsisch-Böhmischen Staatseisenbahn lag.“[1]

[Bearbeiten] Adressen (Auswahl)


[Bearbeiten] Quellen

  1. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18., S. 141
  2. Catrin Steinbach: Schandfleck an Bahntrasse verschwindet. In: DNN 26./27.4.2014, S. 19
  3. Branchen-Fernsprechbuch Bezirk Dresden, Oktober 1975, S. 47

[Bearbeiten] Weblink

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