Marie Amalie von Pfalz-Zweibrücken

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(10. Mai 1752 - 15. November 1828)

Maria Amalia Augusta von Pfalz- Zweibrücken, Königin von Sachsen, war die Tochter des Herzogs und Pfalzgrafen Friedrich von Pfalz-Zweibrücken. Am 17. Januar 1769 wurde sie durch Procuration (Ferntrauung) mit Friedrich August III. verheiratet (als König Friedrich August I. oder der Gerechte), am 29. Januar erfolgte der Einzug in Dresden. Sie gebar am 21. Juni 1782 die Prinzessin Augusta. Seit 1806 war sie Königin, 1813 geriet sie in preußische Gefangenschaft in Berlin, Brünn und Preßburg, insgesamt 1 Jahr, am 7. Juni 1815 konnte sie nach Dresden zurückkehren. Ihr Mann starb am 5. Mai 1827.

"Nichts machte einen so widrigen Eindruck auf sie wie die Vergnügungen des Hofes. Sie war wohl auf steifen Pomp bei ihrer Ankunft gefaßt gewesen, nicht aber auf diese, alle Freude tötende Eintönigkeit des Zeitvertreibs, in der man jede Erheiterung zum Dienst und zur Pflicht machte, wo man um jeden Preis sich angenehm unterhalten mußte.

Wahrscheinlich machte sie gleich anfangs ihr Los noch härter durch ihre Lebhaftigkeit, durch Spott über die drückende Reihe von Vergnügungen, über die gegen den freien militärischen Ton des Zweibrücker Hofes so grell abstechende Schwerfälligkeit des sächsischen, über manche Karikaturen ihrer Umgebung, über die nach Stunden abgemessenen Gebete. Versuche, ihre Fesseln lockerer zu machen, waren vergeblich. Ohne Hoffnung, jemals das Sklavenjoch, in das sie sich in der ersten Blüte einer bis dahin frohen Jugend geschmiedet sah, abwerfen oder ertragen zu können, fühlte sie sich grenzenlos unglüclklich, und da sie ihre Tränen verbergen mußte, keiner Seele ihren Kummer mitteilen konnte, nagte die innere Verzweiflung an ihrem Leben..."(Ferdinand von Funck, zit. nach Jäckel 1988)

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