Fritz-Schulze-Straße

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Straßenschild

Die Fritz-Schulze-Straße in Löbtau führt heute vom Kreisverkehr Tharandter Straße um die Ecke bis zur Altfrankener Straße. Sie wurde im Jahr 1896 angelegt[1] und hält Benennungen in drei Zeitepochen bereit.

Zunächst hieß die Straße Habsburger Straße nach dem Adelsgeschlecht der Habsburger, die ab 1438 fast ununterbrochen die deutschen Könige und römisch-deutschen Kaiser stellte. Im Jahr 1938, nach dem „Anschluss“ von Österreich, erhielt die Straße von den neuen Machthabern den Namen nach dem nationalsozialistischen Märtyrer Otto Planetta (1899- hingerichtet 1934), der wiederum den österreichischen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß durch zwei Schüsse getötet hatte (siehe auch Frankfurter Straße).

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die heutige Bezeichnung zu Ehren des Malers und Holzschneiders Fritz Schulze (1903- hingerichtet 1942) umbenannt[2]. Er gehörte zu den Mitbegründern der Künstlergruppe ASSO und beteiligte sich aktiv mit seiner Frau, der Malerin Eva Schulze-Knabe (1907-1976), am Widerstandskampf gegen die Nazis.

Das kurze Stück von der Altfrankener Straße bis zum Knick war ursprünglich die Grundstraße von Löbtau und ab 1945 wieder die Paschkystraße. Aus Stadtplänen ist ersichtlich, dass die Paschkystraße bis ca. 1973 noch bis zur Altfrankener Straße führte. Danach wurde der obere Teil (also die frühere Grundstraße) der Fritz-Schulze-Straße zugeordnet. Das geschah sicherlich aus dem Grund, weil die Paschkystraße nicht durchführend war. Seit 2016 führt die Paschkystraße nach einem Neubau wieder bis zur Fritz-Schulze-Straße.

In der Nr. 9 (II. Stock) wohnte zeitweilig der Kunstmaler Hermann Droop (1879-1957)[3].

Das Gebäude-Ensemble Nr. 5 bis 15 (ungerade Nummern) sowie das Doppelmietshaus in Ecklage Nr. 2 stehen unter Denkmalschutz.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18., S. 54
  2. deutschsprachige Wikipedia: Fritz Schulze
  3. Adressbuch der Landeshauptstadt Sachsen, 1941
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