Robotron

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Robotron Atrium I, St. Petersburger Straße 15

Unter dem Begriff robotron, der eine Wortschöpfung aus Roboter und Elektronik ist, wurden einst die EDV-Produkte und Einrichtungen des VEB Kombinat Robotron zusammengefasst. Das Zentrum von robotron befand sich in Dresden.

[Bearbeiten] Kombinat Robotron

Die Gründung geht auf einen Beschluss des Volkswirtschaftsrat der DDR zurück und erfolgte per 1. April 1969[1]. Seinen Sitz hatte das Kombinat zunächst in Radeberg. Bis zu seiner Auflösung am 1. Juli 1990 war das Unternehmen eines der wichtigsten Technologieunternehmungen der DDR und mit 68.000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Dresden.

Das Kombinat bestand aus mehreren Betrieben. Am Standort Dresden waren dies neben der Kombinatsleitung:[2]

Das Kombinat Robotron würde in diesem Jahr (2019) 50 Jahre ihres Bestehens feiern. Viele Bürger können sich noch an den Arbeitsplatz-Computer A 7100 erinnern. Ab 1988 wurden in Dresden die ersten entwickelten Speicherchips mit einer Kapazität von 1 Megabit verarbeitet. Es wurden auch Schreibmaschinen, Fernseher und Messtechnik produziert. (laut SZ vom 29. März 2019)

[Bearbeiten] Robotron-Gelände

Für das neue Kombinat Robotron als Zentrum der Rechentechnik-Entwicklung der DDR wurde 19691972 im Zentrum der Stadt ein Standort errichtet. Das Gelände befand sich zwischen Grunaer Straße, Pirnaischer Platz, Leningrader Straße, Bürgerwiese, Zinzendorfstraße und Lingnerallee.

Der Komplex bestand/besteht aus 5 Gebäuden:

Zudem bestanden weitere Produktionsstandorte in der Stadt und in Radeberg.

Im August 2015 begann der Abriss des früheren Robotron-Geländes. Zuerst fiel der vierflügelige Block zwischen Georgplatz und Zinzendorfstraße (Atrium I) sowie das Rechenzentrum. Dort sollen langfristig zahlreiche Wohngebäude entstehen.[4] Mit der Planung des neuen Wohnquartiers mit bis zu 3.000 Wohnungen hat der Investor Immovation AG drei Architekturbüros beauftragt: kister scheithauer gross aus Köln, Peter Kulka Architektur aus Dresden und Christoph Mäckler Architekten aus Frankfurt.[5]

Noch bestehen drei Gebäude: Der L-förmige Bau am Pirnaischen Platz und der St. Petersburger Straße (Bürohaus Pirnaisches Tor) sowie das Atrium II (Bürohaus Lingnerallee) östlich davon. Die ehemalige Robotron-Kantine soll im Rahmen der Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 eine neue Nutzung erhalten.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Gerhard Merkel: VEB Kombinat Robotron – Ein Kombinat des Ministeriums für Elektrotechnik und Elektronik der DDR, Dresden 2006,
       Digitalisat beim Förderverein der Technischen Sammlungen
  2. robotrontechnik.de: Produktionsstandorte.
  3. robotrontechnik.de: VEB Robotron-Bürotechnik (RBT).
  4. Lars Kühl: Erster Robotron-Komplex wird abgerissen. In: SZ 19. August 2015, S. 16
  5. Pressemitteilung Immovation AG 7.6.2016
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