Maternikapelle

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Die Kapelle des neben der Frauenkirche gelegenen Maternihospitals ist seit 1329 nachweisbar, wurde 1429 von den Hussiten niedergebrannt, 1432 wieder hergestellt, 1563 abgebrochen. Reste haben sich nicht erhalten.[1]

Die Hussiten haben nicht nur in Altendresden Zerstörungen durchgeführt, sondern offenbar auch direkt vor den Toren der Stadt Dresden, in diesem Falle direkt vor dem Frauentor.

Im Februar und Juni 1429 wurden einige Häuser in der Vorstadt vor dem Frauentor abgebrochen, da sie die Verteidigung behinderten. Die Tore wurden mit eisernen Blechen versehen, die Stadtmauer mit Bohlenbeschlägen verstärkt.[2]

1430 ließ Friedrich der Sanftmütige den Turm auf der Elbbrücke mit Geschützen besetzen, um die in Altdresden lagernden Taboriten zu beschießen. Der Büchsenmeister Hans Gunstadt warf Feuer in die Badestube von Altdresden und vertriebt so die dortigen Hussiten.[3]

Der Wiederaufbau wird sich durch diese Ereignisse und die weitere Hussitengefahr verzögert haben. Erst am 23. August 1432 konnte der Kurfürst Friedrich einen Sonderfrieden mit den Hussiten auf zwei Jahre abschliessen.

Im Jahr 1536, drei Jahre vor Einführung der Reformation in Dresden im Jahr 1539, fanden in der Maternikapelle drei wöchentliche Gottesdienste statt.[4]

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Stadt Dresden (Bd. 21 bis Bd. 23), Dresden 1900 bis 1903, S. 176f.
  2. FÜHRLICH, Dr. Hans: Hussitenkrieger in Alten-Dresden
  3. Martin Bernhard Lindau: Geschichte der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden. 2. verbesserte Auflage, Dresden 1885 (SLUB Digitalisat), Bd. 1, S. 64
  4. Zahl der Wochenmessen in Dresdner Kirchen und Kapellen nach einem Verzeichnis der Altarlehen von 1536. (= Karte 20) In: Geschichte der Stadt Dresden, Stuttgart 2005, Band 1, S. 461.
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