Albert Horace von Funcke

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Albert Horace Ernst Oskar von Funcke (* 10. Dezember 1868 in Dresden; † 27. Juli 1939 ebenda) war ein königlich-sächsischer Offizier, zuletzt im Rang eines Oberstleutnants, der vor allem vor dem Ersten Weltkrieg mit Ballonfahrten bekannt wurde.

[Bearbeiten] Familie

Albert Horace Ernst Oskar von Funcke war der Sohn des königlich-sächsischen Generalleutnants Bernhard Oskar von Funcke, ursprünglich Bernhard Oskar Funke (4. Juni 1824 in Radeberg; † 25. Januar 1902 in Dresden) und dessen Ehefrau Mary Emerson von Funcke geb. Brooks (* 31. August 1847 in New York; † 26. November 1919 in Dresden), der Tochter des US-amerikanischen Kaufmanns Horace Brooks (1815-1878) und dessen Ehefrau Mary Octavia Emerson (1828-1886).[1] Alberts Vater wurde 1872 nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 zusammen mit seinen Nachkommen in den erblichen Adelststand erhoben. Alberts Großvater war der Dresdner Stabs-Gouvernements-Auditeur Gotthelf August Ernst Funke († 1855 in Dresden)[2] Albert hatte noch zwei Brüder:

Albert Horace von Funcke heiratete Christiane Auguste Maria Antonie Brügelmann (* 23. März 1873 in Köln; † 5. Oktober 1944 auf Schloß Walbeck im Harz). Sie wohnte anfangs nach dem Tod ihres Ehemannes weiter in der ehemals gemeinsamen Wohnung in der Dresdner Angelikastraße 11.[4]

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Albert Horace von Funcke schlug wie sein Vater eine militärische Laufbahn bei der sächsischen Artillerie ein und ist erstmals 1892 im Dresdner Adressbuch als Sekonde-Lieutenant im 1. königlich-sächsischen 1. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 12 verzeichnet, wo er im gleichen Jahr zur Militär-Reitanstalt abkommandiert wurde. Er wohnte zu dieser Zeit in einem eigenen Quartier in der Königsbrücker Straße 36 im zweiten Obergeschoss.[5] Nach einer fast zehnjährigen Abwesenheit in Dresden, kehrte von Funcke 1901 im Rang eines Hauptmannes in das Feld-Artillerie-Regiment Nr. 12 zurück und bezog eine Wohnung in der Jägerstraße 19.[6] Zu diesem Zeitpunkt war der Gesundheitszustand seines Vaters bereits angegriffen, was sicher auch der Grund der Rückkehr in die sächsische Hauptstadt war. Ende Januar 1902 starb sein Vater, der mit allen militärischen Ehren beigesetzt wurde. Im gleichen Jahr wurde Albert von Funcke Batteriechef im Dresdner Artillerieregiment.[7]

1904 zog von Funcke in die Arndtstraße 9 ins erste Obergeschoss.[8] 1912 wurde er Stabsoffizier im Feld-Artillerie-Regiment.[9] 1913 wurde von Funcke zum Major befördert und wurde Adjutant des Generalkommandos des XII. (1. königlich-sächsischen) Armeekorps.[10] Als solcher nahm er auch am Ersten Weltkrieg teil. Nach Beendigung des Krieges wurde Albert von Funcke 1919 zuerst als Major z.D. (zur Disposition) in den vorläufigen Ruhestand,[11] aber 1920 noch mit der Beförderung zum Oberstleutnant a.D. (außer Dienst) endgültig in den Ruhestand versetzt.[12] Von Funke wohnte zuletzt im Erdgeschoss in der Angelikastraße 11,[13] wohin er 1932 umgezogen war.[14]

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ahnentafel auf rootsweb.ancestry.com, abgerufen am 8. September 2012
  2. Gotthelf August Funke ist erstmals nicht mehr im Adressbuch Dresden 1856 (SLUB Dresden, S. 50) verzeichnet und seine Tochter Franziska wird nun als Stabs-Gouvernements-Auditeurs hinterlassene Tochter bezeichnet, die zusammen mit Bernhard Oscar Funke zu dieser Zeit in der Katharinenstraße 5c wohnt.
  3. Adressbuch Dresden 1904, SLUB, S. 331
  4. Adressbuch Dresden 1940, SLUB, S. 327
  5. Adressbuch Dresden 1892, SLUB, S. 193
  6. Adressbuch Dresden 1902, SLUB, S. 276
  7. Adressbuch Dresden 1903, SLUB, S. 290
  8. Adressbuch Dresden 1905, SLUB, S. 329
  9. Adressbuch Dresden 1913, SLUB, S. 347
  10. Adressbuch Dresden 1914, SLUB, S. 323
  11. Adressbuch Dresden 1920, SLUB, S. 253
  12. Adressbuch Dresden 1921, SLUB, S. 257
  13. Adressbuch Dresden 1939, SLUB, S. 320
  14. Adressbuch Dresden 1933, SLUB, S. 232
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