Hans Wolf von Schönberg

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(1539 - 8. Dezember 1603)

Hans Wolfs Vater war Wolf von Schönberg auf Schönau, Kriegs- und Amtshauptmann zu Rochlitz, unter Kurfürst Moritz Feldmarschall in der Schlacht von Sievershausen, seine Mutter Anna von Minckwitz aus dem Hause Dohna. Seine Brüder hießen Georg, Moritz und Caspar, seine Schwester Anna heiratete Rudolf von Gersdorf auf Güteborn, seine andere Schwester hieß Margareta. In seiner Jugend lebte er am herzoglich preußischen Hof, dann wurde er Kammerjunker unter Kurfürst August. 1563 heiratete er Ursula von Carlowitz, sie hatten vier überlebende Söhne und fünf Töchter, von denen zwei beim Tod des Vaters noch unversorgt waren.

1571 trat er in französische Dienste. Er war Oberst unter Henri III. und Vizemarschall unter Kurfürst August.

Am 4. Februar 1580 kaufte er Pulsnitz mit den "Pertinenzorten" von den Gebrüdern von Schlieben um 31.000 fl., mit den dazugehörigen sächsischen Gütern wurde er am 5. Februar 1580 belehnt, mit den böhmischen am 1. März 1580. Bei der Belehnung "zu gesamter Hand" waren eingeschlossen seine Brüder

1586 wurde er von Kurfürst Christian I. gegen seinen Willen zum Hofmarschall ernannt. Außerdem war er Reiteroberst und Amtshauptmann von Stolpen und Radeberg.

1590 kehrte er auf seine Güter zurück und vermehrte sie um Niedergurig. Er entzog dem Pulsnitzer Rat die niedere Gerichtsbarkeit, die Ratsherren verübten einen Mordversuch gegen ihn. Der Täter wurde "zur Staupe geschlagen" und des Landes verwiesen. 1593 führten seine Untertanen Klage beim Kaiser gegen ihn. Viele verließen ihre Höfe. Der Pulsnitzer Pfarrer Andreas Riccius d. J., der die Rebellen unterstützte, wurde abgesetzt.

Söhne:

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