Fernmeldemuseum

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Ausstellungsraum
Betriebsraum
Eingang zum Fernmeldemuseum von der Hertha-Lindner-Straße aus

Das Fernmeldemuseum Dresden ist ein Technikmuseum mit den Schwerpunkten Telefonie und Telegrafie, das seit 2002 besteht. Es wird von der Interessengemeinschaft Historische Fernmeldetechnik e. V. betrieben. Das Museum hat seinen Sitz im ehem. Telekom-Gebäude am Postplatz, wo sich zu DDR-Zeiten das Fernmeldeamt Dresden der Deutschen Post befand (Dr.-Otto-Nuschke-Straße 2).

[Bearbeiten] Ausstellungen und Veranstaltungen

Die Dauerausstellung des Museums ist in zwei Bereiche unterteilt:

Im ebenerdig zugänglichen Teil an der Rückseite des Gebäudes (Eingang Hertha-Lindner-Straße) befinden sich die Bereiche Endgeräte und Nebenstellenanlagen. Außerdem sind eine Vielzahl Funktionsmodelle vorhanden, die besonders für Kinder- und Jugendgruppen als Anschauungsmaterial genutzt werden. Fast alle Exponate des Museums sind betriebsbereit angeschlossen und können von den Besuchern zum Teil auch selbst bedient werden.

In der 2. Etage des Gebäudes befindet sich ein originalgetreu aufgebauter Wählersaal, wie er in vielen Vermittlungsstellen bis in die 1990er Jahre anzutreffen war. Der Besuch dieses Bereiches ist nur im Rahmen von Führungen möglich. Auch hier ist der Großteil der Technik, z. B. Wahlvermittlungssysteme, Fernschreiber, Uhrenanlagen usw., betriebsbereit und wird den Besuchern vorgeführt.

Neben den technischen Exponaten gehört auch eine umfangreiche technische Bibliothek und Dokumentation zum Museum. Die Ergebnisse aus der Erforschung der Fernmeldegeschichte werden in Publikationen und in Vorträgen, z. B. zum Dresdner Markt für Geschichte und Geschichten, veröffentlicht.

[Bearbeiten] Geschichte

Das erste handvermittelte Stadtfernsprechamt in Dresden wurde 1882 eröffnet. Die Geschichte der elektromechanischen Vermittlungssysteme begann in Dresden mit der Einschaltung des Postgebäudes am Antonsplatz. Dieses Gebäude in unmittelbarer Nähe des jetzigen Museums (vor der Einfahrt der Altmarkt-Galerie) wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und musste in den 1950er Jahren abgerissen werden. Viele der anderen Vermittlungsstellen im Dresdner Stadtgebiet, z. B. Dresden-Neustadt, Dresden-Loschwitz und andere, wurden jedoch mit der aus den 1920er Jahren stammenden Technik bis 1995 weiter betrieben. Dabei kam im Lauf der Jahre modernere Technik hinzu.

Im Zuge der Digitalisierung wurde ab 1991 die komplette Technik aus sieben Jahrzehnten außer Betrieb genommen und teilweise zwischengelagert.

Um wichtige Elemente dieser Technik wieder aufzubauen und betriebsfähig zu erhalten, wurde am 20. Oktober 1999 der Verein Interessengemeinschaft Historische Fernmeldetechnik gegründet.

Das mit der historischen Technik eingerichtete Museum war am Tag des offenen Denkmals im September 2002 erstmals geöffnet, damals allerdings noch unter dem Vereinsnamen „Interessengemeinschaft Historische Fernmeldetechnik“. Die Bezeichnung „Fernmeldemuseum“ nutzten die Vereinsmitglieder erst ab 2011, zuvor hatten aber bereits verschiedene Zeitungen, Atlanten u. ä. diesen Begriff verwendet.

Die Ausstellungsstücke stammen aus ganz Sachsen, zum Teil auch aus Brandenburg, Thüringen und sogar den alten Bundesländern.

Die Vereinsmitglieder betreiben das Fernmeldemuseum ehrenamtlich, es gibt keine Angestellten. Das Museum ist aus diesem Grund nur nach Voranmeldung für kleinere Gruppen, an drei Tagen der offenen Tür im Jahr, zur Dresdner Museums-Sommernacht im Juli sowie zum Tag des offenen Denkmals im September zugänglich.[1]

[Bearbeiten] Quellen

  1. 10 Jahre Interessengemeinschaft Historische Fernmeldetechnik e. V. in Dresden 1999–2009. Autorenkollektiv der IGHFt e. V.

[Bearbeiten] Weblink

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