Schönbrunnstraße
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Die Schönbrunnstraße erhielt diese Benennung 1861. Sie führt am Grundstück vorüber, auf dem der Gräflich-Brühl'sche Kammerdiener Simon Wilhelm Haller 1756 den Gasthof „zum Schönen Brunnen“ errichtet hatte. Nach diesem Gasthof wurde dann die Straße benannt. Bis zu seinem 1875 erfolgten Abbruch hieß der Gasthof im Volksmund „Kammerdieners“[1].
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[Bearbeiten] Von der Scheunenhofstraße zum Bischofsweg linkerhand
- Nr. 1 (Ecke Scheunenhofstraße): 2019 bis 30. Juni 2023 (Konkurs nach Corona): in der ehemaligen Gaststätte des Schankwirtes Ernst Schramm (1940/1944)[2] die "Hausbrauerei Schwingenheuer" (Lufttankstelle), zuvor ab März 2002 in der Hermann-Mende-Straße (Pacht wurde dort vervierfacht)[3]
- 1878 Schänk- und Speisewirt Kunze, Eigentümer Ernst Heinrich Eduard Müller, Viehhändler Trachau
- 1879/1882 Baustelle Eigentümer Ernst Georg Göttlich, Scheunenhofstraße 2
- Schönbrunnhof (Inh. Poldi Schmidt, täglich Musik und mittags und abends kalte und warme Küche), 1888 Schänkwirt Maximilian Thalheim[4], 1891 Gastwirtschaft (Inh. Schänkwirt Claus[5]), Restaurant (ab 1913 Inh. E. J. W. Bastian), 1920 Donnerschenke (Inh. Max Schaffrath), 1940 (Inh. Ernst Schramm)[6]
- Nr. 1b: 1999 bis 2002: im ehemaligen Bäckerladen der Gothic-Laden "Bloody Kiss" und in der Backstube und im Keller das Purgatory, ein Treff für die Gothic-Szene (zuvor in der Alaunstraße; dort meist von Punks besucht) - wegen der Einführung des Euro wie viele Geschäfte und Klubs in der Neustadt insolvent geworden - inzwischen wurde der Laden zu einer Wohnung umgebaut
- im Jahr 2000 nahm das Bloody Kiss noch die Restware des insolventen LLL- Ladens Under the Skin auf (Rudolf-Leonhard-Straße 35; siehe AnTon) - im Jahr 2002 wurde die Restware des Bloody Kiss und des Under the Skin dann in einen Gothic-Laden auf der Rothenburger Straße geschafft, der nach mehreren Einbrüchen ebenfalls bald insolvent wurde
- 1878/1882 Baustelle Eigentümer Ernst Georg Göttlich, Scheunenhofstraße 2 - 1878 noch ohne Nr.
- Bäckermeister: bis 1888 Hermann Richard Kröber[7], 1889/1895 Friedrich Wilhelm August Gnauk[8], 1943/1944 Walter Haufe[9])
- im Hintergebäude, 1892: Heyne & Schreiber, "Dresdner Metall=Plakat=Fabrik", Firma und Geschäfts-Local (Eingang Scheunenhofstraße) - der Lackirer Franz Theodor Erwin Heyne war Besitzer des Hauses und bewohnte den I. Stock des Vorderhauses[10]
Ecke Grenadierstraße
- Nr. 5: 1882 Victualienhändler Zimmermann; bis 1888[11] Haustelegraphenfabrik von Eduard Ferdinand Heydler[12] - diese befand sich ab 1889 in der Hechtstraße 7[13]
- 1889 im parterre: Friederike Louise Therese Hertel, verehelicht, Posamenten=, Schnitt= und Wollwaarenhändlerin[14]
- spätestens 1891 war das Haus im Besitz von Richard Selbmann[15] - bis 1897 befand sich das Geschäfts-Local seiner Chocoladen-Fabrik noch in der Eschenstraße 11 (Eingang: Grenadierstraße 5), Telefon II. 2001[16]
- ab 1898: Geschäfts-Local der "Chocoladen- und Zuckerwarenfabrik" Richard Selbmann in der Schönbrunnstraße 5, Tel. II. 2001[17] ("Dampf-Chocoladen-Fabrik Dresden N-12 Schönbrunnstraße 5" - Deutsche Reichspost: Postkarte = Drucksache mit der braunen 3-Pfennig-Marke des Briefmarken-Jahrganges 1889 der Deutschen Reichspost = Bestellkarte für 1 Kistchen = 100 Stück Glückseier wie offerirt)[18];1899, 1900: "Chocoladen-Fabrik, Kontor"; 1914 und 1937: Richard Selbmann, "Kakao-, Schokoladen- und Zuckerwaren-Fabrik", Kontor Schönbrunnstraße 5, I (Eingang: Eschenstraße 11)
- 1881 Nr. 1e: 1877 erste Erwähnung als im Eigentum eines Maurerpoliers und eines Zimmerers, noch unbewohnt, 1878 Productenhändler Hauer, Ehefrau Lohnfuhrwerksbesitzerin; 1879 Band- und Schnittwaarenhändlerin Dietze, Eigentümer Hermann Julius Göttlich, Privatus; 1880 Productenhändlerin Graunitz; 1881 Victualienhändler Heinke
Ecke Eschenstraße
- Nr. 7: 1882 Schänkwirt Lorenz
- 1881 Nr. 1f: 1879 Ernst Heinrich Eduard Müller, Schänk- und Speisewirt, auch Viehhändler, Eigentümer; 1880 Schänkwirtin Hofmann und Ehemann (Geschäftsführer); 1881 Schänkwirt Lorenz und Bierapparatereinigungsgeschäft Brenger
- 1878 Baustelle, Eigentümer Ernst Georg Göttlich, Privatus, Scheunenhofstraße 2
- Nr. 9: 1882 Geometer Warnstorff
- Nr. 11: 1882: emeritierter Pfarrer Philipp und Feuerwerkslieutenant Förster
- Nr. 17: 1882 Gottlieb Traugott Vetters, Branntwein- und Produktenhändler
- Nr. 19: 1882 Schänkwirt Carl Eduard Pötzsch
Ecke Bischofsweg
[Bearbeiten] Von der Scheunenhofstraße zum Bischofsweg rechterhand
- Nr. 2: 1882 Eigentümer Ernst Georg Göttlich, privatus, Grenadierstraße 3
- Nr. 4: 1882 Fleischerei Altermann (Eigentümer wie Nr. 2)
Ecke Grenadierstraße
- Nr. 6: 1882 Schänkwirt Carl Gustav Göttlich
- Nr. 8: 1882 Victualienhandlung Hencker
1879/1881 Nr. 12 siehe Eschenstraße 7 - 1861 Weinschänker Krebs
Ecke zur Eschenstraße
- Nr. 10: 1882 Maschinenbauer Barthold
- Nr. 12: 1882 Schneiderei Wagner
- Nr. 14: 1882 Stellmacherei Carl Wilhelm Strohbach
- Nr. 16: 1882 Gustav Adolf Robert Kappmeier, Steinsetzer und Lohnfuhrwerkbesitzer
- Nr. 18: 1882 Witwe des Lohnfuhrwerksbesitzers Julius Carl Franz Freudenberg
Ecke Bischofsweg
[Bearbeiten] Weblinks
Adressbücher
- 1862
- 1863
- 1864
- 1865
- 1866
- 1867
- 1868
- 1869
- 1870
- 1871
- 1872
- 1873
- 1874
- 1875
- 1876
- 1877
- 1878
- 1879
- 1880
- 1881
- 1882
- 1883
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18. - ↑ Adressbuch Dresden von 1943/44, S. 731.
- ↑ "Neustädter Brauerei Schwingenheuer schließt". Neustadtgeflüster vom 25. Mai 2023.
- ↑ Adressbuch Dresden von 1889, S. 609.
- ↑ Adressbuch Dresden von 1892, S. 1206.
- ↑ Schönbrunnstraße bei altesdresden.de.
- ↑ Adressbuch Dresden von 1889, S. 302.
- ↑ Adressbuch Dresden von 1895, S. 200.
- ↑ Adressbuch Dresden von 1943/44, S. 731.
- ↑ Adressbuch Dresden von 1893, S. 1324.
- ↑ Adressbuch Dresden von 1889, S. 1082.
- ↑ Artikel Haustelegraphen in: Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 4 Stuttgart, Leipzig 1906., S. 795-804.
- ↑ Adressbuch Dresden von 1890, S. 261.
- ↑ Adressbuch Dresden von 1890, S. 258.
- ↑ Adressbuch Dresden von 1892, S. 1206.
- ↑ Adressbuch Dresden von 1898, S. 546.
- ↑ Adressduch Dresden von 1899, S. 1725.
- ↑ Schönbrunnstraße bei altesdresden.de.