Programmkino Ost
Das Programmkino Ost, oder auch kurz "PK Ost", befindet sich auf der Schandauer Straße 73/Ecke Altenberger Straße (Emanuel-Goldberg-Platz).
Die Ursprünge des Kinos gehen auf das Jahr 1926 zurück, als an dieser Stelle im damaligen Volkshaus Ost, einem Parteiheim der SPD, unter der Bezeichnung Ost-Lichtspiele bzw. V.O. Lichtspiele erstmals Filmvorführungen stattfanden.[1][2]
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde der Kinobetrieb zunächst eingestellt. Wiedereröffnet wurde das Kino am 15. August 1936 mit dem Film "Kohlhiesels Töchter".[3]
Bis Ende August 1990 hieß das Haus Tagesfilmtheater Ost bzw. Filmtheater Ost, seitdem trägt es das "Programmkino" im Namen.[4] Bei einer umfassenden Sanierung Ende der 1990er Jahre erhielt der Saal eine Kapazitätserhöhung auf 204 Plätze und eine stärkere Steigung, um den Zuschauern eine bessere Sicht auf die Leinwand zu ermöglichen.
Seit 2005 bietet das PK Ost einmal wöchentlich am Vormittag "Schnullerkino" für Eltern mit Babys an.[5] Außerdem beteiligt sich das PK Ost am alljährlich in den Herbstferien ausgetragenen Kinderfilmfest Kinolino.
Das Programmkino Ost gehörte von 2006 bis ca. 2016 mit dem Thalia und dem kid zur Kinokooperative Dresden.
2007 beteiligte sich die Berliner Yorck-Kinogruppe an der Programmkino Ost GmbH, seitdem haben die früheren Chefs Sven Weser und Jana Engelmann die Geschäftsführung gemeinsam mit Christian Bräuer und Heinrich-Georg Kloster inne.[6] Zugleich beteiligte sich die staatliche Sächsische Beteiligungsgesellschaft mbH, eine hundertprozentige Tochter der Sächsischen Aufbaubank, an der Programmkino Ost GmbH.[7]
Um ein breiteres Programmspektrum anbieten zu können, ließen die Betreiber das Kino zwischen Januar 2008 und April 2009 sanieren und erweitern. Während der 14 Monate dauernden Umbauphase bei laufendem Kinobetrieb wurde das leer stehende Vorderhaus, früher eine Gaststätte, abgerissen und durch einen Neubau mit vier Sälen ersetzt. Diese Säle tragen die Namen ehemaliger Dresdner Filmtheater: Gloria, Scala, Capitol und Olympia. Der alte, von der Straße eingerückte Saal Eins blieb in veränderter Form bestehen. Außerdem erhielt das PK Ost ein größeres Foyer und einen direkten Zugang von der Schandauer Straße. Die Umgestaltung planten und organisierten die Architekten von "code unique", die beispielsweise auch die Informatikfakultät der TU Dresden entwarfen.
[Bearbeiten] Adresse, Erreichbarkeit und Kontakt
- Programmkino Ost
- Schandauer Straße 73
- 01277 Dresden
- Tel.: (0351) 3103782
- mailto:info@progammkino-ost.de
Mit den Straßenbahnlinien 9 und 10 sowie den Buslinien 65 und 85 bis Haltestelle Emanuel-Goldberg-Platz oder mit den Straßenbahnlinien 6 und 12 bis Haltestelle Ludwig-Hartmann-Straße.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Schandauer Straße 73 bei altesdresden.de
- ↑ Ab dem Adressbuch 1927/28 ist Otto Freudemann als Lichtspieltheaterbesitzer aufgeführt. (siehe Adreßbuch für Dresden und Vororte 1927/28, I. Teil, S. 174)
- ↑ Sax 04/2009, S. 2
- ↑ Kinoprogrammanzeige für Dresdner Filmtheater. In: Sächsische Zeitung August 1990
- ↑ C. Lilienblum: Wo Babys nach Hollywood entführt werden. In: Wochenkurier, 13. Januar 2010. S. 19.
- ↑ http://www.agkino.de/profil/personen.html, Stand: 8. Juli 2010
- ↑ siehe Liste der Gesellschafter im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden HRB 15535
[Bearbeiten] Weblinks
- Programmkino Ost
- V.O. Lichtspiele (Volkshaus Dresden-Ost) (Projektseite Dresdner Kinokultur des ISGV)
- Schandauer Straße 73 bei altesdresden.de
- Programmkino Ost bei allekinos.com