Marie Therese Johanna de Deo Walpurgis Wilhelmine Eva von Daun

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Marie Therese Johanna de Deo Walpurgis Wilhelmine Eva von Daun wurde am 19. Juli 1752 in München[1] geboren.

Ihre Eltern, der kurbayerische Generalleutnant, Oberstallmeister[2], Geheimrat und Hofkriegsratspräsident[3] Graf Karl Wilhelm Stanislaus von Daun (* 4. November 1724; gest. 17. November 1792.[4]) und dessen Frau, Gräfin Maria Jakobine Walburga von Königsfeld (* 11. November 1720; gest. 10. März 1788.[5]), hatten am 23. November 1746 geheiratet.

Ihr Großvater väterlicherseits war der kaiserliche Feldmarschall-Leutnant[6] Heinrich Richard Lorenz von Daun (* 14. April 1673; gest. 13. Juli 1729.[7]), ein Bruder des kaiserlichen Feldmarschalls, Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies, kaiserlichen Geheimen Rats und Kämmerers Wirich Philipp von und zu Daun (* 19. Oktober 1669 in Wien; † 30. Juli 1741 ebenda) und Onkel des bekannten kaiserlichen und österreichischen Feldmarschalls und Feldherr von Maria Theresia im Siebenjährigen Krieg, Leopold Joseph von Daun (* 24. September 1705 in Wien; † 5. Februar 1766 ebenda). Demzufolge war der Sieger des regional bekannten Gefechts von Maxen am 20. November 1759 mit dem berühmten "Fincken-Fang" der Großonkel von Marie Therese Johanna de Deo Walpurgis Wilhelmine Eva von Daun, welche zu dem Zeitpunkt sieben Jahre alt war und noch bei ihren Eltern in München lebt.

Ihre Großmutter väterlicherseits war Maria Josepha Violante von Poymund und Payersberg (* 1692; gest. 6. Oktober 1758.[8]), die starb, als Marie Therese Johanna de Deo Walpurgis Wilhelmine Eva von Daun sechs Jahre alt war. Der Großvater war schon 1741 gestorben.

Das Adelsgeschlecht der Daun stammt von der Burg Daun in der Vulkaneifel im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz (nahe Belgien). Am 26. Januar 1657 wurde der Urgoßvater von Marie Therese Johanna de Deo Walpurgis Wilhelmine Eva von Daun, Wilhelm Johann Anton von und zu Daun (* 1621; † 7. Juni 1706[9]), in den niederösterreichischen Herrenstand aufgenommen und trat in österreichische Dienste. Er war zu diesem Zeitpunkt Herr von Sassenheim (heute Luxemburg) und Callenborn. Zunächst Kämmerer, Geheimer und Hofkriegsrat am kaiserlichen Hof, zeigte er seine besondere Befähigung bei der Zweiten Wiener Türkenbelagerung vom 14. Juli bis zum 12. September 1683. Dabei wurde er General vom zweiten Rang.[10] und danach am 2. Dezember 1683 Feldmarschallleutnant sowie Stellvertreter des Kommandanten der Wiener Stadtguardia. 1691 wurde er Kommandant von Prag und mit der Beförderung am 30. Dezember 1694 zum kaiserlichen Generalfeldmarschall hatte er den höchstmöglichen Rang in der kaiserlichen Armee erlangt. Das Prager Garnisonsregiment hieß fortan "Alt-Daun". Mit dieser fulminanten Entwicklung legte er das Fundament des Aufstiegs seiner Familie in österreichischen Diensten.

Am 27. April 1777 heiratete Marie Therese Johanna de Deo Walpurgis Wilhelmine Eva von Daun in München den siebzehn Jahre älteren Dresdner Hofmarschall und Rittergutsbesitzer von Neukirchen bei Wilsdruff, Friedrich Siegmund von Miltitz (* 19. November 1735 in Wetzlar, gest. 19. Juli 1809 in Dresden), für den es schon die zweite Ehe war, weil seine erste Frau zwei Jahre zuvor gestorben war.

Sie hatte drei Kinder:

Sie starb am 26. April 1818 in Dresden.

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Marie Therese Johanna de Deo Walpurgis Wilhelmine Eva von Daun bei Geneagraphie.
  2. Otto Eduard Schmidt: "Fouqué, Apel, Miltitz. Beiträge zur Geschichte der deutschen Romantik." Dürr Verlag, Leipzig 1908, S. 30.
  3. Karoline Luise von Baden (1723–1783). Projekt Kunst und Korrespondenz. Dokument FA 5 A Corr 6, 79.
  4. Graf Karl Wilhelm Stanislaus von Daun auf Geneagraphie.
  5. Gräfin Maria Jakobine Walburga von Königsfeld auf Geneagraphie.
  6. Daun, Heinrich Richard Lorenz von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135725801.html [09.02.2023].
  7. Heinrich Reichard Lorenz von Daun auf Geneagraphie.
  8. Maria Josepha Violante von Poymund und Payersberg auf Geneagraphie.
  9. Graf Wilhelm Johann Anton von Daun in Geneagraphie.
  10. Moritz Bermann: Alt- und Neu-Wien. S. 942.
  11. Neuer Nekrolog der Deutschen", 1845, I (Weimar 1847).
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