Margarete Macholz

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Margarete Macholz (18. Dezember 1874 Graudenz - 19. Juni 1965 Dresden) war Malerin. Sie absolvierte nach 1913 eine Ausbildung an der Königlich-Sächsischen-Kunstgewerbeschule (KGS) bei Georg Erler[1] und dann (für Frauen zeittypisch sehr spät) um 1920 ein Studium an der Dresdner Kunstakademie bei Ferdinand Dorsch[2] und Georg Lührig[3]. Danach arbeitete sie freischaffend in Dresden, nach 1945 in Laubegast. Vor 1945 schuf sie vorrangig Stadtansichten, nach 1945 Stillleben, Blumen und Porträts. Ihre Werke waren auf den großen Dresdner Kunstausstellungen ihrer Zeit regelmäßig vertreten.

Margarete Machholz war zusammen mit 15 weiteren Frauen (spätes) Mitglied im von Henni Lehmann 1919 in der Kunstscheune (später: Blaue Scheune) in Vitte gegründeten Hiddensoer Künstlerinnenbund, der bereits 1933 unter dem Druck des Nationalsozialismus zerfiel. Von dieser Schaffensperiode zeugt unter anderem ihr Tempera “Segler vor Hiddensee” (undatiert). Mit ihren Hiddensee-Motiven in Aquarell nahm sie Anfang 1944 an der Ausstellung des Sächsischen Kunstverein auf der Brühlschen Terrasse (Aquarell-Ausstellung) teil.[4] Bereits im Sommer 1943 waren Stadtveduten von ihr Teil der Kunstausstellung des Sächsischen Kunstvereins auf der Brühlschen Terrasse. [5] Sie selbst hielt sich 1943 zu Kunststudien auf Rügen auf. 1937 hatte die Jüdin Henni Lehmann unter dem Eindruck der nationalsozialistischen Verfolgung ihrem Leben freiwillig ein Ende gesetzt. Die Gouache Dorfstraße in Neuendorf von 1943 im Stralsund Museum erinnert an den Rügener Aufenthalt von Margarete Macholz, welche damit in die Fußstapfen bedeutender Maler wie Caspar David Friedrich trat.

1954 veranstaltete das Albertinum eine Kollektiv-Ausstellung anlässlich ihres 80. Geburtstages.[6]

[Bearbeiten] Rezeption

Ihre Werke sind in der Städtischen Galerie Dresden vertreten.

1968 veranstaltete das Museum Stralsund nur drei Jahre nach ihrem Ableben eine umfangreiche Ausstellung ihrer Werke und gab dazu einen Ausstellungskatalog heraus.

Vom 21. April bis zum 3. Mai 2006 waren Werke von Margarete Machholz Teil der Ausstellung Künstlerinnen sehen ihre Stadt der Dresdner Sezession 89 als Ausstellungsprojekt zur 800-Jahrfeier Dresdens der galerie drei.[7]

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. 1871 bis 1950, von 1913 bis 1937 Professor an der Dresdner Kunstakademie; vgl. Georg Erler.
  2. 1875 bis 1938, ab 1914 Professor an der Dresdner Kunstakademie; vgl. Ferdinand Dorsch.
  3. 1868 bis 1957, von 1916 bis 1934 Professor an der Dresdner Kunstakademie, vgl. Georg Lührig.
  4. Dresdner Zeitung vom 10. Februar 1944, Rubrik Dresden und Umgebung.
  5. Sächsischer Kunstverein Dresden: Kunstausstellung Gau Sachsen Brühlsche Terasse 13.Juni bis 22.August 1943, Eigenverlag, Dresden 1943. Vorwort von Siegfried Nagel (Stellvertretender Landesleiter der Reichskammer der bildenden Künste). Ausgestellt waren Werke von folgenden Künstlern: "Carl Albiker, Otto Altenkirch […] Margarete Macholz, Katharina Maede, Erik Mailick, Rosso Majores […] Rudolf Gerhard Zill, Karl Zorn".
  6. Bildende Kunst, Jahrgang 1954, Heft 5/6, S. 92.
  7. Webeite der Dresdner Sezession 89.
  8. 86,5 x 65,5 cm (mit Goldrahmen).
  9. 54,5 x 38,5 cm, Blick in die Starkengasse, im Hintergrund die Jacobikirche.
  10. 65 x 77 cm
  11. Auf Pappe kaschiert.
  12. Auf Untersatzkarton montiert.
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