Gerhard Creutz

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Gerhard Creutz (* 16. März 1911 in Copitz; † 18. September 1993 in Berchtesgaden) war ein weit über die Grenzen Sachsens bekannter Ornithologe.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Creutz ging in Pirna zur Schule und erkundete frühzeitig die Natur der Sächsischen Schweiz. Besonders die Vogelwelt hatte es ihm angetan, aber er interessierte sich auch für Geologie.

Das Studium am Pädagogischen Institut der TH Dresden schloss Creutz 1933 ab. In Pillnitz betreute er ehrenamtlich die Vogelschutzanlagen der Staatlichen Versuchs- und Forschungsanstalt für Gartenbau. Außerdem leitete er in Dresden die Ortsgruppe des Deutschen Bundes für Vogelschutz. Wegen seiner nazikritischen Einstellung wurde ihm die dauerhafte Einstellung in den Schuldienst verwehrt und er musste zeitweise emigrieren.

Von 1945 bis 1952 arbeitete Creutz in Pillnitz als Lehrer, ab 1946 leitete er die Schule als Direktor. Gemeinsam mit Heinrich Dathe war er seit 1949 um die Neugründung einer vogelkundlichen Arbeitsgemeinschaft im Rahmen des Kulturbundes bemüht. Die offizielle Gründung der Fachgruppe Ornithologie und Vogelschutz erfolgte aber erst am 8. Juni 1951. Creutz leitete sie bis 1953. In dieser Zeit promovierte er auch bei Professor Karl Jordan am Institut für Zoologie der TH Dresden.

1953 erhielt Creutz den Auftrag, in Neschwitz eine sächsische Vogelschutzstation einzurichten. Er war Mitglied in vielen ornithologischen Gremien und hatte beispielsweise den Vorsitz des zuständigen Bezirksfachausschusses im Kulturbund inne. Creutz führte die Oberlausitzer Vogelschutzwarte zu internationaler Bekanntheit und schrieb eine Vielzahl von Büchern, die in hoher Auflagenzahl erschienen. In der Bundesrepublik publizierte er teilweise unter Pseudonym. Er verfasste aber auch heimatkundliche Beiträge, z. B. 1973 Lößnitz und Moritzburger Teichlandschaft. Creutz erwarb sich große Verdienste um den Naturschutz und geriet deswegen mehrfach in Konflikt mit den Machthabern in der DDR, die 1971 die Schließung der Vogelschutzwarte verfügten.

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

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