Ernst Wilhelm Förstemann

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Förstemann (ganz hinten mit Buch unterm Arm) im Fürstenzug

Ernst Wilhelm Förstemann (1822-1906) war von 1865 bis 1887 Oberbibliothekar und damit Leiter der königlichen öffentlichen Bibliothek in Dresden, die sich damals im Japanischen Palais befand. Der studierte Germanist Förstemann verfasste das "Altdeutsche Namenbuch" (1856-1859) und erwarb sich große Verdienste bei der Erforschung der Dresdner Maya-Handschrift, des "Codex Dresdensis". Bereits am Beginn seiner Tätigkeit in der Bücherei wurde er durch eine Bitte um eine Fotografie des Codex auf die Maya-Handschrift aufmerksam. Das Interesse dafür ließ ihn Zeit seines Lebens nicht mehr los. 1880 veröffentlichte Förstemann die erste Faksimile-Ausgabe des Codex Dresdensis mit Erläuterungen. Zwischen 1880 und 1900 gelang es ihm, den Kalenderteil des Codex zu entschlüsseln.[1]

1882 schuf Julius Scholtz ein Ölgemälde von Förstemann, auf dem neben einem Blatt des Maya-Codex auch eine Lupe zu sehen ist - die Augen des Bibliothekars waren sehr schlecht. Das Bild ist heute in der SLUB zu besichtigen.

Ernst Wilhelm Förstemann ist als einziger Bibliothekar in der Schlussgruppe des Fürstenzuges verewigt.


[Bearbeiten] Quellen

  1. Faltblatt zur Ausstellung "Codex Dresdensis. Die Maya-Handschrift der SLUB Dresden."

[Bearbeiten] Weblinks

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