Diskussion:Judenhäuser

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Welche Kategorie weisen wir denn den Artikeln zu, die im weitesten Sinne mit dem Zweiten WK zu tun haben? Zweiter Weltkrieg? Drittes Reich? Nationalsozialismus?

Und haben wir eigentlich eine Kategorie für alle Artikel, die mit Judentum zu tun haben? Gab es nicht mal "jüdisches Leben", oder bilde ich mir das nur ein?

Artikel aus dem Chemnitzer "Stadtstreicher" über Henry Schmidt: http://www.stadtstreicher.de/Koepfe/49/

[Bearbeiten] Definition des Begriffs "Judenhaus"

Im Stadtwiki Dresden werden gegenwärtig offenbar auch Häuser, die ursprünglich einfach jüdischen Bürgern gehört haben, aber im eigentlichen Sinne keine "Judenhäuser" (im Sinne des Zusammenpferchens von jüdischen Menschen) waren als solche bezeichnet. Mir ist nicht klar, ob unter dem Begriff auch Häuser erfasst werden sollen, die jüdischen Eigentümern gehörten, die ab 1940 verpflichtet wurden, zwangsweise jüdische Mieter aufzunehmen. Beispiele sind die Häuser Bernhardstraße 39 (Familie Steinhart) und Franz-Liszt-Straße 6 (Wohnhaus von Julius Wollf). Ich hätte jedenfalls Probleme damit, Wohneigentum jüdischer Bürger pauschal als "Judenhaus" zu bezeichnen. --Koschi73 13:04, 24. Apr. 2020 (CEST)

Hartmut Ellrich, Dresden 1933-1945, schreibt von 32 Judenhäusern. Der Ausstellungskatalog Schuhe von Toten des Militärhistorischen Museums listet 37 Judenhäuser, inklusive der Franz-Liszt-Straße, audioscript ebenso. Die Bernhardstraße wird nicht genannt. --Peschkow 00:30, 25. Apr. 2020 (CEST)

--Peschkow 14:17, 25. Apr. 2020 (CEST)

Vielen Dank für die Hinweise! Offenbar liegen die unterschiedlichen Zahlen an unterschiedlichen Zeitpunkten. --Koschi73 15:13, 25. Apr. 2020 (CEST)
Ich habe die "32er Liste" von 1940 jetzt auch gefunden in: Norbert Haase u. a. (Hrsg.): Die Erinnerung hat ein Gesicht. Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig 1998, S. 163. --Koschi73 15:37, 25. Apr. 2020 (CEST)
Übersicht der Judenhäuser in Dresden nach verschiedenen Quellen und deren Auswahl für das Stadtwiki
Auch nach meiner Meinung impliziert die Bezeichnung Judenhaus mehr als einen jüdischen Besitzer oder eine jüdische Besitzerin. Vielen Dank zurück für die wirklich interessante Quelle, zu der ich erst jetzt vorgestoßen bin. Ich teile hier noch die Übersicht, die ich für die jetzige Auswahl der Häuser auf dem Stadtwiki verwendet habe. Es scheint dabei etwas Interpretationsspielraum zu geben (Wer gehörte zur Besitzerfamilie? Wer wurde unter Zwang eingewiesen? usw.).--Peschkow 22:22, 10. Aug. 2020 (CEST)

[Bearbeiten] Kyffhäuser Str. 15

Bei der Recherche für Stolpersteine für Bodländers fand ich im Adressbuch 1943/44 eine Anna (Sara) Swartz, die in Ihrer Aufstellung fehlt:

https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/406/1844

Da alle bei Ihnen genannten Zwangszugewiesenen in den Adressbüchern 1939-1944 nicht unter der Adresse Kyffhäuser Str. 15 verzeichnet sind, scheint es da noch Lücken zu geben. Wenn wir neue Informationen haben, melde ich mich wieder.

Vielen Dank für den Hinweis. Die Namen der Zwangsbewohner sind keineswegs vollständig. Sie orientieren sich hauptsächlich am Buch der Erinnerung, dem Gedenkbuch des Bundesarchives und der Datenbank „Juden in Dresden“ der Sächsischen Gedenkstätten. Der Name Swartz findet sich in diesen Quellen nicht, ebenso nicht im Namensteil des Adressbuches selbst. Wenn Sie etwas über Frau Swartz herausfinden, wäre das hilfreich. --Peschkow 23:41, 18. Aug. 2021 (CEST)
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