Diskussion:Dresdner Rundlinge

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Mockritz: noch heute als ursprünglich slawischer Rundling erkennbar

Rundlinge

--Methodios 08:47, 3. Apr. 2024 (CEST)

[Bearbeiten] Barsdin

Prämonstratenserstift Gottesstadt:

Das Stift lag östlich des damaligen Oderberg in dem slawischen Dorf Barsdin in der Nähe der Alten Oder. Es befand sich im südlichen Teil der heutigen Straße Mariensteig an der Kreuzung zum Oberkiez, westlich der Angermünder Straße. Von der Marienkirche und dem südlich davon gelegenen Kreuzgang ist oberirdisch nichts erhalten. Wahrscheinlich 1210 wurde ein Hospital in dem Dorf Barsdin gegründet, möglicherweise vom pommerschen Prämonstratenserstift Gramzow. 1231 erlaubten die brandenburgischen Markgrafenbrüder Johann I. und Otto III. dem dortigen Priester Theodoricus (Dietrich), ein Kloster zu Ehren der heiligen Jungfrau Maria zu gründen.[3] Diese Gründung geschah wahrscheinlich 1232. Von 1233 sind zwei Bestätigungsurkunden des Bischofs von Cammin und des Papstes mit Erwähnung von Besitzrechten bekannt. Weitere historische Nachrichten über das Stift sind nicht erhalten. 1258 bestand es nicht mehr. Das dortige Hospital wurde in diesem Jahr dem neuen Zisterzienserkloster Mariensee (später Chorin) übergeben. Dieses Hospital wurde um 1371 nach Chorin verlegt. Die Gebäude und der umliegende Landbesitz gehörten dem Kloster Chorin bis in das 16. Jahrhundert. 1786 waren noch Ruinen der Marienkirche vorhanden. Es gab bisher keine archäologischen Untersuchungen.

Kloster Chorin:

Noch vor Mariensee wurde 1231 das Kloster Gottesstadt „Civitas Dei“ im slawischen Ort Barsdin (heute Oderberg) gegründet. Dieses Kloster war eine Stiftung des Prämonstratenserordens mit dem Mutterkloster Brandenburg an der Havel. Barsdin war der östliche, slawische Teil der späteren Stadt Oderberg. Die Besiedlung der Stadt begann zwischen 1208 und 1215 durch Slawen, die eine erste Fürstenburg auf dem Albrechtsberg errichteten. Mit der Errichtung des Klosters sollten die brandenburgischen Ansprüche an dieser Gegend gefestigt werden. Die Stiftungsurkunde zeigt deutlich, dass das Kloster der Aufnahme von Pilgern, Kranken und Flüchtigen dienen sollte. Deshalb war dem Kloster ein Hospital hinzugesellt, das wenige Jahre vorher gegründet wurde. Der Ort war nach heutigem Erkenntnisstand noch lange geteilt. Westlich des Flüsschens Behnitz befand sich das Kloster, östlich das Dorf Barsdin, welches die Markgrafen Johann I. und Otto III. 1231 dem Kloster schenkten. Das Hospital dagegen bestand noch bis 1372 in Barsdyn, somit existierte ein slawisches Dorf mindestens 150 Jahre unter askanischem Besitz des Klosters Chorin weiter. Noch 1786 belegte der Historiker Friderich Ludewig Joseph Fischbach in seinen Statistisch-topographischen Städte-Beschreibungen der Mark Brandenburg die Existenz von Überresten des Hospitals, heute gibt es keine archäologischen Funde mehr. Das Kloster Civitas Dei existierte bis zum 2. September 1258, es wurde wegen schlechter Führung aufgegeben. Über den genauen Standort sind keine Überlieferungen bekannt.

Die Gegend um altes und neues Dorf Chorin bot keine guten Bedingungen für den Ackerbau, da am Rand der Endmoräne überwiegend Sandboden anzutreffen ist und die Landschaft stark hügelig ist. Für die Slawen spielte der Fischfang eine große Rolle, deshalb siedelten sie direkt am Ufer des Sees. Keramikfunde deuten darauf hin, dass die slawische Siedlung noch bestand, als das askanische Dorf bereits gegründet war. Die Slawen wurden erst später umgesiedelt und ihre alte Siedlung geschlossen.

--Methodios 09:43, 23. Apr. 2024 (CEST)

Kloster Gramzow:

Von 1168 ist die erste Erwähnung des Ortes Gramzow, im Besitz des Prämonstratenserstiftes Grobe bei Usedom erhalten. Um 1177 gründete Herzog Bogislav I. dort ein eigenständiges Prämonstratenserstift. Dafür hatte dieser Gramzow, das 1177 nicht mehr als Besitz Grobes erwähnt wurde, gegen das Dorf Caruiz eingetauscht. Möglicherweise gab es auch Einflüsse des Domkapitels Ratzeburg, wegen des gemeinsamen Patroziniums Maria und dem Evangelist Johannes. Auch Beteiligung von Chorherren aus Jerichow kann nicht ausgeschlossen werden. Wie weit die Erstausstattung des Stifts über Gramzow hinausging, ist nicht bekannt. Nach wenigen Jahren wurde das Stift durch Kriegseinwirkungen stark beschädigt. Um 1216 erfolgte eine Neugründung.

Bogislaw II.

Nach vergeblichen Versuchen, sich von der dänischen Oberhoheit loszusagen, musste sich die Herzogin-Mutter mit ihren Söhnen nach Dänemark begeben, um persönlich ihr Lehn aus den Händen des Königs Knut VI. zu empfangen. Der dänische Einfluss machte sich in der Folge auch dadurch geltend, dass in dem Krieg mit Jaromar von Rügen der letztere an Stelle Wartislaws zum Vormund und Verwalter bestellt wurde und Pommern durch die Entscheidung zu Nyborg das strittige Gebiet von Wolgast und Loitz verlor. Ebenso erfolglos blieb der von den Herzögen im Jahr 1209 gegen Jaromar und die unter seinem Schutz aufblühende Stadt Stralsund unternommene Krieg; endlich aber wurden die Grenzstreitigkeiten beider Nachbarländer auf einem Reichstag in Dänemark im Jahr 1216 beigelegt, und die Lehnsverbindung mit diesem Reich auch durch eine Vermählung Kasimirs mit der dänischen Fürstin Ingardis befestigt.

In dem bald darauf zwischen Brandenburg und Dänemark ausbrechenden Kampf schlug zwar Markgraf Otto II. entscheidend das dänische Heer unter Peter von Roeskilde und bewältigte auch Pommern, vermochte letzteres jedoch nicht dauernd zu behaupten; vielmehr blieb das Herzogtum unter dänischer Oberhoheit, zumal während des Thronstreites zwischen dem Hohenstaufen Philipp und dem Welfen Otto König Waldemar II. ganz Norddeutschland in Besitz nahm und als Herrscher der Dänen, Slawen, Jüten und Nordalbingier die Macht Dänemarks auf den Gipfel erhob. Auch wurde dieser Okkupation sogar die Anerkennung des deutschen Reiches zu Teil; denn während sich der welfische Kaiser Otto IV. zu Weißensee in Thüringen mit Albrecht II. von Brandenburg verbündete, wandte sich König Waldemar von nun an dem hohenstaufischen Thronbewerber zu und empfing dafür von Friedrich II. in Metz (1214) unter päpstlicher Bestätigung die Belehnung mit allen jenseits der Elbe und Elde gelegenen deutschen und slawischen Gebieten, welche er auch in Gemeinschaft mit den pommerschen Herzögen gegen die brandenburgischen Angriffe siegreich behauptete.

Nachdem durch diese Abwehr und die Grenzberichtigung zwischen Pommern und Rügen im Jahr 1216 der Friede hergestellt war, begann auch Pommern wieder zu erstarken und aufzublühen: nicht nur wurde die Herrschaft der Herzöge in Gützkow und Demmin gesichert, sondern auch durch die Einwanderung deutscher Kolonisten und das von Joromar am Anfang des 13. Jahrhunderts gestiftete Kloster Eldena die Kultur des Landes wesentlich gefördert. Auch die Anwesenheit des Bischofs Christian, welcher die baltischen Prußen zum Christentum bekehren sollte, war für die kirchlichen Verhältnisse Pommerns von hoher Bedeutung. Unter seiner Mitwirkung erneuerten die Herzöge das verödete Kloster Dargun und erhielt der altersschwache Camminer Bischof Sigwin im Jahr 1219 in dem Dompropst Konrad einen kräftigen Nachfolger. Auch schloss sich Bogislaw dem Kreuzzug gegen die Prußen an. Nachdem Kasimir im Jahr 1217 auf einem Zug nach Palästina verstorben war, führte Bogislaw II. allein noch mehrere Jahre eine friedliche Regierung bis zu seinem Tode, und wurde nach der Sage in Keniz, der von ihm an der Oder gegen die Märker erbauten Grenzburg, beigesetzt.

Barnim I.

Zwar war Pommern von der dänischen Vorherrschaft befreit, nachdem die Macht Dänemarks in der Schlacht bei Bornhöved (1227) zusammengebrochen war. Doch hatten die beiden Herzöge mit fortwährenden Herrschaftsansprüchen der Mark Brandenburg zu kämpfen, deren gemeinsam regierende askanische Markgrafen Johann I. und Otto III. 1231 von Kaiser Friedrich II. mit Pommern belehnt wurden. Die Brandenburger blieben dabei jedoch nicht stehen, sondern zwangen zunächst Wartislaw III. im Vertrag von Kremmen am 20. Juni 1236 zur Herausgabe umfangreicher Ländereien, zur Anerkennung der brandenburgischen Lehnshoheit und zur Anerkennung der Eventualsukzession Brandenburgs im Falle seines erbenlosen Todes. Diese letzte Bestimmung immerhin konnte Barnim I. im Vertrag von Landin 1250 rückgängig machen, wenn auch gegen Verzicht auf die Uckermark.

--Methodios 10:09, 23. Apr. 2024 (CEST)

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