Ungarisches Spezialitätenrestaurant „Szeged“

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Eingang zum Restaurant „Szeged“ 1960er Jahre
Erdgeschoß, Espresso-Bar und Café
Erdgeschoß, Aufgang Freitreppe und Glasfront mit ungarischen Motiven
Grundriss des Restaurants im 1. Obergeschoss

Das Ungarische Spezialitätenrestaurant „Szeged“ war zu DDR-Zeiten ein beliebtes Restaurant in der damaligen Ernst-Thälmann-Straße, der heutigen Wilsdruffer Straße. Das Restaurant war nach der südungarischen Stadt Szeged (deutsch: Segedin) benannt. Der Dresdner sprach allerdings entgegen der ungarischen Aussprache [ˈsɛgɛd] den Namen des Restaurants fast immer mit „Scheggedd“ aus. Das Gebäude, das in Richtung des westlichen Seitenflügels des Landhauses in einem Winkel errichtet wurde, hieß im Volksmund auch „Szegedhaus“. Typisch – wie in vielen Restaurants in der DDR – war der Aufsteller am Eingang zum Restaurant mit der Aufforderung „Bitte warten – Sie werden platziert!“. Oftmals, vor allem von Freitagabend bis Sonntag war das „Szeged“ in den 1980er Jahren trotz der sehr hohen Preisstufe ausgebucht.

Der Name geht auf das bekannte ungarische Essen „Szegediner Gulasch“ zurück. Allerdings ist dieser Name irreführend, da die ursprüngliche ungarische Bezeichnung Székely gulyás nicht auf die Stadt Szeged, sondern auf den Namen des ungarischen Schriftstellers und Dichters József Székely (18251895) zurückgeht.

Das „Szeged“ war neben den anderen beiden internationalen Lokalen, dem tschechischen Spezialitätenrestaurant „Ostrava“ (am Fetscherplatz) und dem „International“ (dort Restaurant „Wrocław“ mit Speisen aus Polen und Restaurant „International“ mit Speisen v. a. aus der damaligen Sowjetunion) in der Prager Straße Teil des Konzeptes der Nationalitäten-Lokale in Dresden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Gastronomiebetriebe

1. ungarisches Nationalitätenrestaurant im 1. Obergeschoss

  • 186 (nach anderen Angaben 188) Sitzplätze
  • Öffnungszeiten: Montag–Sonntag 10–24 Uhr
  • Preisstufe zu DDR-Zeiten: S (damalige höchste Preisstufe) + 50%
  • laut Information des Dresdner „Durstkompaß“ vom damaligen FDJ-Studentenclub „Pauker“ gab es „ab 18:00 Uhr Zigeunermusik“

2. Mokkabar (auch Espresso-Bar) im Ergeschoss

  • 60 Sitzplätze, im Sommer zusätzliche Plätze in der Freiterrasse (außen)
  • Öffnungszeiten: Montag–Sonntag 10–20 Uhr
  • Preisstufe zu DDR-Zeiten: S
  • Mixgetränke und Kaffeespezialitäten

[Bearbeiten] Architektur

[Bearbeiten] ehemalige Adresse zu DDR-Zeiten

8010 Dresden
Ernst-Thälmann-Straße 4-6
Tel.: 4951371

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. SZ 14.4.1982
  2. Manfred Wille: Dresdner Gastlichkeit, von den Anfängen bis zur Gegenwart: kleine Kulturgeschichte des Gastgewerbes in Dresden, A. & R. Adam, 2008, Snippet-Ansicht auf Google Books, S. 199f.
  3. Ulrich van Stipriaan: Steiger, Superlative und tolle Saucen auf stipvisiten.de, Artikel vom 21. Oktober 2011
  4. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Wilsdruffer Straße 4–10“
  5. Architekturführer der DDR, Bezirk Dresden, 1979

[Bearbeiten] Weblinks

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