Franz Nowotny

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Franz Nowotny, eigentlich Franz Seraph Wenzl Nowod (* 8. Februar 1821 in Leitmeritz, heute Litomerice/ Tschechien; † 11. Oktober 1908 in Dresden) war ein deutscher Ingenieur, Eisenbahner, ehemaliger Leiter des Maschinenwesens der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen und zuletzt Direktionsrat und Oberfinanzrat bei der Generaldirektion der Sächsischen Staatseisenbahnen.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Franz Nowotny wurde als Franz Seraph Wenzl Nowod im böhmischen Leitmeritz geboren und nahm später seinen Spitznamen "Nowotny" als Familiennamen an. Er erlernte nach seiner Schulbildung den Beruf eines Eisenbahningenieurs. 1842 trat Nowotny als Zeichner bei der Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie ein. 1845 wurde er Maschinenmeister in der Maschinen- und Wagenverwaltung der Sächsisch-Bayrischen-Eisenbahn. Nowotny ist erstmals im Adressbuch von Leipzig 1848 aufgeführt und wohnte in einer Beamtenwohnung im Bayrischen Bahnhof in Leipzig.[1] 1858 wurde Nowotny in den Rang eines Obermaschinenmeisters bei der Königlichen Westlichen Staats-Eisenbahn erhoben.[2] 1862 zog er in die Leipziger Kohlenstraße 1, wo er in einer Werkswohnung am 3. Maschinenhaus wohnte.[3]

1865, nach der Vereinigung der beiden östlichen und westlichen Sächsischen Staatseisenbahnen wurde Nowotny Mitglied der Königlichen Generaldirektion im Rang eines Direktionsrates. Er zog in Leipzig in die Schletterstraße 16,[4] wo er bis 1869 wohnte.[5]

Siegelmarke der Generaldirektion

Im gleichen Jahr zog Nowotny nach Dresden und ist erstmals im Dresdner Adressbuch von 1870 als Direktionsrat bei der Generaldirektion der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen aufgeführt. Zu dieser Zeit wohnte er in der Ammonstraße 8.[6] Bereits im gleichen Jahr zog er in die Chemnitzer Straße 13.[7] 1876 wurde Nowotny in den Rang eines königlich-sächsischen Finanzrates erhoben.[8]

Ab 1885 war Nowotny im Rang eines königlich-sächsischen Oberfinanzrates für das gesamte Maschinenwesen der sächsischen Eisenbahn verantwortlich.[9] Im Januar 1887 wurde Nowotny unter Verleihung des Komturkreuzes des königlich-sächsischen Albrechtsordens in den Ruhestand versetzt.[10][11]

Nowotny wohnte zuletzt in seinem Haus in der Chemnitzer Straße 27, das er 1882 kaufte.[12] Sein Leichnam wurde im Krematorium Chemnitz eingeäschert. Seine Witwe Johanne Marie Luise Nowotny († 1929 in Dresden) wohnte nach seinem Tod noch über 20 Jahre, bis zu ihrem Tod weiter im Haus in der Chemnitzer Straße 27.[13][14]

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Adressbuch Leipzig 1848, SLUB, S. 85
  2. Adressbuch Leipzig 1859, SLUB, S. 173
  3. Adressbuch Leipzig 1863, SLUB, S. 230
  4. Adressbuch Leipzig 1866, SLUB, S. 239
  5. Letztmalig im Adressbuch Leipzig 1869, SLUB, S. 270
  6. Adressbuch Dresden 1870, SLUB, S. 230
  7. Adressbuch Dresden 1871, SLUB, S. 237
  8. Adressbuch Dresden 1877, SLUB, S. 292
  9. Erstmalig als Oberfinanzrat im Adressbuch Dresden 1886, SLUB, S. 377
  10. Centrablatt der Bauverwaltung, Berlin, 5. Februar 1887, Online-pdf auf europeanalocal.de
  11. Adressbuch Dresden 1888, SLUB, S. 420
  12. Adressbuch Dresden 1883, SLUB, S. 309
  13. Adressbuch Dresden 1909, SLUB, S. 755
  14. Letztmalig im Adressbuch Dresden 1929, SLUB, S. 680

[Bearbeiten] Weblinks

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