Fü-Li

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Einladungskarte zur Eröffnung

Das Fürstenhof-Lichtspiele (umgangssprachlich Fü-Li genannt) befanden sich von 1920 bis 1945 im Saal des Hotels „Zum Fürstenhof“ in der Striesener Straße 32. Die Planung und die Ausführung des Filmtheaters mit 600 Plätzen übernahm Richard Fülle,[1] andere Quellen schreiben den Bau dem Architekten Martin Pietzsch zu.[2] Den Spielbetrieb übernahm die Firma Langner & Co.

Anlässlich der Eröffnung am 28. August 1920 warb das Kino mit vornehmer Ausstattung und neuesten technischen Einrichtungen als das modernste eingerichtete Etablissement in der Johannstadt. Zum wöchentlichen Programmwechsel mit wochentags drei Vorführungen pro Tag spielte auch eine erstklassige Künstlerkapelle. Vorstellungen eigens für Kinder wurden nach Absprache gezeigt.

Durch die Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fürstenplatz verkehrten bis zu fünf Linien der Straßenbahn an dieser Stelle. Der Besitzer der Fürstenhof-Lichtspiele war der Verlagsdirektor Edgar Schmidt (4. Januar 1875 – 12. September 1939)[3], der um 1930 auch Inhaber des Kinos Gloria-Palast und 2. Vorsitzender des Vereins der Lichtspiel-Theater-Besitzer von Dresden und Umgebung und des Mitteldeutschen Bezirksverbandes im Reichsverband Deutscher Lichtspieltheater-Besitzer war.[4] Nach seinem Tod wurde das Kino von einer Erbengemeinschaft weiterbetrieben.[5]

Siehe auch: Ehemalige Kinos

[Bearbeiten] Quellen

  1. Carola Zeh: Lichtspieltheater in Sachsen - Entwicklung, Dokumentation und Bestandsanalyse. 2007, ISBN 978-3-8300-3166-6, S. 194
  2. Information auf dresdner-stadtteile.de
  3. Dresdner Anzeiger vom 14. September 1939, S. 8.
  4. Dresdner Adreßbuch 1930, I. und II. Teil.
  5. Dresdner Adreßbuch 1943/44, V. Teil, S. 780..
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