Diskussion:Pionierorganisation Ernst Thälmann

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vgl. Pionierorganisation Ernst Thälmann

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Pionierhäuser

[Bearbeiten] Pionierpalast

Schloss Albrechtsberg Bautzner Straße Nr. 130: in DDR-Jahren Pionierpalast

[Bearbeiten] Junge Pioniere

[Bearbeiten] Freundschaftspionierleiter

vgl. Freundschaftspionierleiter

[Bearbeiten] Landespionierschule Dresden

Werner Engst (* 1. Juni 1930 in Groß Särchen (Oberlausitz) absolvierte 1950 die Landespionierschule Dresden

Zentralinstitut der Pionierorganisation (ZIPO) in Droyßig

[Bearbeiten] Pioniertreffen

[Bearbeiten] I. Pioniertreffen: 18. bis 25. August 1952 in Dresden

Eröffnungsveranstaltung im Rudolf-Harbig-Stadion

auf dem Treffen erhält die Pionierorganisation den Namen "Ernst Thälmann" (im Dezember hatte der Film "Blaue Wimpel im Sommerwind" über das Pioniertreffen Premiere)


auf das Vermächtnis Ernst Thälmanns, den Sozialismus und die Sowjetunion eingeschworen

rund 60.000 Pioniere sprechen ein Massengelöbnis

„Wir jungen Pioniere, Söhne und Töchter des deutschen Volkes, geloben bei unserer Pionierehre unserem Präsidenten Wilhelm Pieck, daß wir uns stets des Namens Ernst Thälmann würdig erweisen werden, der für das Glück unseres Volk gekämpft und dafür sein Leben gegeben hat. Das geloben wir! (Alle:) Das geloben wir!

Wir geloben, daß wir im Kampf für die Errichtung eines einheitlichen, friedliebenden, demokratischen und unabhängigen Deutschland unsere ganze Kraft einsetzen werden. Das geloben wir! Wir geloben, stets unerschrocken für den Sieg des Sozialismus in unserem Lande einzutreten. (Alle:) Das geloben wir!

Wir geloben, die Freundschaft mit der Sowjetunion, zu pflegen und zu hüten so wie Ernst Thälmann und Wilhelm Pieck. (Alle:) Das geloben wir!

Wir versprechen, vorbildlich zu leben und zu lernen, um würdige Bürger unserer Deutschen Demokratischen Republik zu werden! (Alle:) Das geloben wir!“


Rudolf Chowanetz: Zeiten und Wege. Zur Geschichte der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ von den Anfängen bis 1952. In Berichten, Briefen, Erinnerungen, Bildern und einer Chronik. 2. Auflage. Kinderbuchverlag, Berlin 1988, S. 303


Dresden. Pionierorganisation "Ernst Thälmann". I. Pioniertreffen, Appell, 18.-25. August 1952. Photo der Tribüne - Jubler mit roten Fahnen und roten Fähnchen mit Sowjetsternen vor eine Spruchbanner: "Wir sind stolz auf ..." Deutsche Fotothek - Höhne, Erich & Pohl, Erich (Fotograf) - im Hintergrund Wachschutz in schwarzen Uniformen mit Schirmmützen, die noch an die Nazizeit erinnern - eingestreut und im Hintergrund des Weiteren etliche Berufsjugendliche, lange schon erwachsene Männer im Blauhemd (der FDJ) - 18. August war Montag

Dresden. Pionierorganisation "Ernst Thälmann". I. Pioniertreffen, Appell, 18.-25. August 1952. Fischerballett. Ältere Thälmann-Pioniere führen in Fischerklamotten mit Netz einen Tanz auf. Deutsche Fotothek - Höhne, Erich & Pohl, Erich (Fotograf) - Im Hintergrund ein Pionierorchester mit Pionierchor. Als Höhepunkt der Vorstellung wurde eine kleine Fischerin gejagt, im Netz gefangen und weggetragen. Die Pioniere hatten regelmäßige Vorstellungen mit dieser Darbietung und mußten den ganzen Tag bei hochsommerlichen Temperaturen in ihrem Kostüm herumlaufen. Da die Gummihosen in den Gummistiefeln steckten und selbst die Ohrenschützer der Fischerhüte heruntergeklappt waren, kam es bei zwei Jungen und vier Mädchen zu Hitzschlägen, ein Mädchen konnte nicht rechtzeitig gerettet werden und starb - auch bei den Menschenbildern gab es zahlreiche Personenausfälle, besonders bei den Pionieren, welche das Schwarz in der DDR-Fahne darstellen mussten (da sie aber nicht auch noch tanzen mussten, gab es hier wenigstens keine Todesopfer) - die DDR-Massenorganisationen verheizten nach sowjetischem Vorbild ihr Personal (Menschenmaterial)

Dresden. Pionierorganisation "Ernst Thälmann". I. Pioniertreffen, Appell, 18.-25. August 1952. Photo vom Appell der 60.000. Abertausende Köpfe von sitzenden Pionieren, welche das Programm auf der Tribüne verfolgen. Deutsche Fotothek - Höhne, Erich & Pohl, Erich (Fotograf) - rechts eine Gruppe Mädchen mit übermannshohen blauen Pionierflaggen, es war eine große Ehre, Fahnenträgerin sein zu dürfen, die Mädchen "stehen wie eine Eins", als hätten sie eine Fahnenstange verschluckt - im Hintergrund eines der riesigen, ellenlangen Zelte für diese Massen im Großen Garten, wo im Jahr zuvor die Pioniereisenbahn eröffnet worden war - vor dem Zelt steht eine Phalanx Berufsjugendlicher mit auffallend hohem Frauenanteil, welche die Veranstaltung überwachen - im Vordergrund der grauen Masse von Pionierköpfen ist ein Junge mit mehreren rot-weißen polnischen Papier-Fähnchen zu erkennen, 1952 war das Jahr mit dem von Stalin proklamierten Monat der Deutsch-Polnischen Freundschaft, die deutsche Bevölkerung sollte im sowjetischen und stalinistischen Sinne mit der "Oder-Neiße-Friedenslinie" indoktriniert werden, vgl. Pavillon der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft#April 1952: Monat der Deutsch-Polnischen Freundschaft

Dresden. Pionierorganisation "Ernst Thälmann". I. Pioniertreffen, Appell, 18.-25. August 1952. Große Gruppe von älteren Thälmannpionieren in Marineuniformen und Marinemützen, darunter auch etliche Mädchen im Marinekleid. Deutsche Fotothek - Höhne, Erich & Pohl, Erich (Fotograf) - Etliche der Thälmannpioniere in Marineuniform tragen Blumensträuße, Bücher, Urkunden und Komsomolfähnchen in der Hand, weil sie gerade vor der Tribüne ausgezeichnet worden, die noch rechts im Hintergrund zu erkennen ist. Von dort bis zum linken Bildrand ist eine von drei Seiten des Karrees zu erkennen, die beim Appell gebildet worden waren. - Ein Berufsjugendlicher in kurzen Hosen führt die Gruppe angehender Seeleute zurück. Die DDR bereitete sich im Hintergrund auf die Wiederaufrüstung vor und erzog die Jugend entsprechend.

Dresden. Pionierorganisation "Ernst Thälmann". I. Pioniertreffen, Appell, 18.-25. August 1952. Photo der Haupttribüne mit der Losung: "Vorwärts im Geiste Ernst Thälmanns. / Für Frieden Einheit Demokratie und Sozialismus". Deutsche Fotothek - Höhne, Erich & Pohl, Erich (Fotograf) - die Losung überragt die Haupttribüne, links daneben ein hochgewachsener Fahnenwald, gekrönt von einem riesigen blauen FDJ-Wimpel, der Sinn der Pioniere war es, in die FDJ integriert zu werden - dann die Flagge des Komsomol und der Pionierorganisation Wladimir Iljitsch Lenein, der "Schwesterorganisation" der Thälmannpioniere, die Flagge der Sowjetunion (Hintergrund war die Deutsch-Sowjetische Freundschaft, deren Flagge auch aufgehängt und deren Pavillon am Albertplatz auch Veranstaltungen zum Pioniertreffen anbot), dann die Flagge der DDR, dann die Flagge Polens (Hintergrund war die Anerkennung der "Oder-Neiße-Friedensgrenze" mittels einer Deutsch-Polnischen Freundschaft, da die Russen Millionen Polen vom polnischen Staatsterritorium in ehemaliges deutsches Staatsterritorium zwangsumgesiedelt hatten), dann die Flagge Usbekistans, da die Pionierorganisation von Usbekistan zu diesem Pioniertreffen eine große Delegation geschickt hatte, die teilweise vor und rechts der Tribüne zu sehen ist, mit usbekischen rotem Pionierhalstuch, usbekischen Folklore-Kappen und Papierfähnchen mit dem Simorgh, dem Emblem Usbekistans, aber auch mit Komsomolfähnchen aus Papier - die Idee zu dem Treffen so weit entfernter Kulturen stammte von Nikolai Alexandrowitsch Michailow, damals seit 1938 Erster Sekretär des kommunistischen Jugendverbandes Komsomol (Nachfolger des erschossenen Alexander Wassiljewitsch Kossarew), der bei der Roten Armee in Kutaissi am Kaukasus in Georgien stationiert war und ganz im Sinne Stalins die Größe des Sowjet-Imperiums demonstrieren wollte - von ihm wurde auch eine Grußbotschaft verlesen, wobei dann der Vorleser, ein älterer Berufsjugendlicher, Kunstpausen einlegte und einen Applaus begann, der sich langsam in der Tribüne fortpflanzte und noch langsamer auf das junge Publikum übersprang - als der Vorleser fortsetzte, begannen die hinteren Reihen erst mit dem ihrem Klatschen - В 1939 году, Лев Троцкий в своей книге «Сталин» охарактеризовал Косарева следующими словами: «Достаточно указать на то, что во главе комсомола, в течение ряда лет стоял Косарев, который был признан морально-разложившимся субъектом, злоупотреблявший в личных целях своим высоким положением. Весь его аппарат состоял из людей того же типа. Это и есть „золотая молодежь“ русского термидора». - Троцкий. "Сталин", том 2 "Игры власти". С. часть 5, глава 1. - L. Trotzki. "Stalin", Band 2 "Spiele der Macht". - S. Teil 5, Kapitel 1. - 1939 charakterisierte Leo Trotzki in seinem Buch „ Stalin “ Kosarev mit den folgenden Worten: „Es genügt, darauf hinzuweisen, dass an der Spitze des Komsomol mehrere Jahre lang Kosarev stand, der als moralisch korrupter Untertan anerkannt wurde der seine hohe Position zum persönlichen Vorteil missbraucht hat. Sein ganzer Apparat bestand aus Menschen des gleichen Typs. Das ist die „ goldene Jugend “ des russischen Thermidors “ vgl. Jeunesse dorée

Культ Косарева, наряду с культом «доблестного наркома» Н. И. Ежова, был одним из последних культов личности большевистского руководства, уничтоженного Сталиным в годы террора. … В тени культа «великого и мудрого вождя» больше не было места для культов «маленьких Сталиных». — П. КайзерЛ. — Кайзер П. «Гром аплодисментов. Все встают»: специфика культа личности в 1930-е годы на примере генерального секретаря ЦК ВЛКСМ А. В. Косарева // Новейшая история России. — 2019. — Т. 9, № 3. — С. 671—684. - Kaiser P. „Tosender Applaus. Alle stehen auf“: die Besonderheiten des Personenkults in den 1930er Jahren am Beispiel des Generalsekretärs des Zentralkomitees der Allunionsleninistischen Kommunistischen Jugendliga A. V. Kosarev // Moderne Geschichte Russlands . - 2019. - T. 9 , Nr. 3 . - S. 671-684 . - Der Kosarev-Kult war zusammen mit dem Kult des "tapferen Volkskommissars" N. I. Jeschow einer der letzten Personenkulte der bolschewistischen Führung, der von Stalin in den Jahren des Terrors zerstört wurde. ... Im Schatten des Kultes des "großen und weisen Führers" war kein Platz mehr für die Kulte der "kleinen Stalins". — P.Kaiser


Dresden. Pionierorganisation "Ernst Thälmann". I. Pioniertreffen, Appell, 18.-25. August 1952. Margot Feist, Sekretärin des Zentralrates der FDJ und Vorsitzende der Pionierorganisation Ernst Thälmann, sich selbst beklatschend am Mikrophon, dahinter Gründungsvorsitzender der FDJ Erich Honecker. - Deutsche Fotothek - Höhne, Erich & Pohl, Erich (Fotograf) - im Dezember 1949 hatte Honecker Margot Feist auf einer Reise der offiziellen DDR-Delegation nach Moskau anlässlich der Feier zum 70. Geburtstag Josef Stalins näher kennengelernt und begann mit ihr eine Affäre, obwohl er erst 1949 Edith Baumann geheiratet hatte und ihnen 1950 die gemeinsame Tochter Erika geboren wurde - Margot Feist bekam am 1. Dezember 1952 eine uneheliche Tochter von Honecker, Sonja (1952–2022), die von Ende der 1960er-Jahre bis Anfang der 1970er-Jahre Informationstechnologie an der Technischen Universität Dresden studierte (Abschluss als Ingenieurin) - im Herbst 1971 lernte sie den Liedermacher Bernd Rump und dessen chilenischen Freund Leonardo Yáñez Betancourt (* 1950) kennen, der ebenfalls in Dresden studierte, das Paar heiratete 1974; aus der Ehe gingen der Sohn Roberto (* 1974) sowie zwei Töchter hervor, sie ging im März 1990 zusammen mit ihrer Familie nach Santiago de Chile in das Heimatland ihres Mannes, wo sie auch nach ihrer Scheidung 1993 gemeinsam mit einer Tochter lebte. Zwischenzeitlich empfing sie ihre aus Deutschland emigrierten Eltern in der Stadt. Nach dem Tod Margot Honeckers 2016 wurde auch berichtet, Sonja Honecker sei nach Deutschland zurückgekehrt und habe jahrelang wieder in Dresden gelebt. Sie starb im März 2022 im Alter von 69 Jahren in Santiago de Chile. Sie hinterlässt zwei Kinder, Roberto und Vivian. - Margot Feist war auf dem Bild also schon im 6. Monat von Erich Honecker schwanger, damals wurde gewitzelt, die FDJ hat die Thälmannpioniere geschwängert, es kursierte der Spruch zu den Pioniertreffen: "Sie fuhren hin mit bunten Wimpeln und kehrten heim mit wunden Pimpeln."

Dresden. Pionierorganisation "Ernst Thälmann". I. Pioniertreffen, Appell, 18.-25. August 1952. Nochmals Margot Faust sich selbst applaudierend am Mikrophon, dahinter der Fremdgeher Erich Honecker, von dem sie gerade im sechsten Monat schwanger ist. Vor einem gigantischen Porträt des Generalissimus Stalin, des Roten Gottes, von dem nur die Schulterstücke und der Kragenspiegel zu sehen sind, der Kopf war über zehn Meter groß, die gigantomanischen Porträts der DDR-Größen sind an den Stadionrand verbannt

Dresden. Pionierorganisation "Ernst Thälmann". I. Pioniertreffen, Appell, 18.-25. August 1952. Blick in das Rudolf-Harbig-Stadion, wo sich 60.000 Pioniere zum Gelöbnis versammelt haben, um den Namen "Ernst Thälmann" zu empfangen. - Deutsche Fotothek - Höhne, Erich & Pohl, Erich (Fotograf) - Linkerhand die Haupttribüne, nach einem Sicherheitsabstand von etwa 15 m ist der Rasenplatz mit einem dichtgedrängten Menschenmeer überflutet, auch die Zuschauerränge sind voll besetzt, hinter den Zuschauerrängen linkerhand drei gigantische, fast baumhohe Porträts an riesigen Gerüsten: mittig und bedeutend größer der erste und letzte Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck (seit der Gründung am 7. Oktober 1949), rechts der damalige Vorsitzende des Zentralkomitees (ZK) der SED, Walter Ulbricht (seit 1950), links davon der damalige [[Wikipedia:Regierungschef|Regierungschef] der DDR, der Ministerpräsident Otto Grotewohl (seit der Gründung am 7. Oktober 1949) - rechts dieser gigantomanischen Porträts des stalinistischen Personenkultes beginnt eine lange Reihe fast baumhoher Fahnenstangen, bis zum rechten Bildrand sind es über 30, die offenbar das ganze Stadion umspannt (sicher über 50 oder mehr), sie beginnt mit einer DDR-Fahne neben den DDR-Größen - rechts vorn im Bild eine Prozession von Pionieren mit riesigen Fahnen, Pionierwimpeln, FDJ-Fahnen, DDR-Fahnen, Sowjetfahnen, Fahnen der Pionierorganisation Wladimir Iljitsch Lenin, Komsomolfahnen ... es sind noch über 30 zu sehen, diese Fahnenphalanx wird aber bedeutend länger gewesen sein, das Schwenken und Tragen von möglichst großen Fahnen gehörte zum sozialistischen Kult wie der teils frenetische Massenapplaus und die Massengelöbnisse, die Fahnenprozession zieht direkt an den Zuschauerrängen entlang, der Raum zwischen den Zuschauerrängen und dem Menschenmeer auf dem Rasen ist eng - links noch vor der Haupttribüne ist eine Gruppe von Sanitätern mit weißen Armbinden und von Schwestern in weißen Schürzen und weißen Häubchen zu sehen, die noch alle Hände voll zu tun bekommen - rechts neben der Haupttribüne stehen zwei etwa fünf Meter Lautsprechersäulen, die ihre Entsprechung auch links der Haupttribüne finden - auf der Bühne ist ein Photograph bei der Arbeit

Dresden. Pionierorganisation "Ernst Thälmann". I. Pioniertreffen, Appell, 18.-25. August 1952. Die vollbesetzten Zuschauerränge im Rudolf-Harbig-Stadion. Im Hintergrund die Reihe fast baumhoher Fahnen. DDR-Fahnen, FDJ-Fahnen, Sowjetfahnen, Komsomolfahnen (Pionierwimpel fehlen wegen ihrer Dreieckform) - die Pioniere sitzen auf Steinkanten, es gibt keine Bänke - am oberen Rand der Zuschauerränge stehen die Leute reihenweise, darunter auch etliche Berufsjugendliche

Dresden. Pionierorganisation "Ernst Thälmann". I. Pioniertreffen, Appell, 18.-25. August 1952. Gruppe vom usbekischen Komsomol vor der Haupttribüne. Fahnenträger vom sowjetischen Komsomol. Zahlreiche Sowjetsoldaten im Hintergrund. Weitere Fahnenträger der Pioniere. Links von der Haupttribüne beginnt die Reihe fast baumhoher Fahnenstangen, die offenbar das gesamte Stadion umzieht: FDJ-Fahnen, DDR-Fahnen, ganz links eine Lautsprechersäule - Ganz oben muss mit einer langen Leiter an dem langen Spruchband repariert werden.

Dresden. Pionierorganisation "Ernst Thälmann". I. Pioniertreffen, Appell, 18.-25. August 1952. Eine Gruppe von Pionieren vor den hölzernen Treppenaufbauten. Mit JP-Emblem und bis zu drei Balken am Ärmel der weißen Pionierbluse. Für diese Balken ließen sich die jungen Pioniere so richtig indoktrinieren und auch verheizen - drei Streifen standen für Freundschaftsratsvorsitzende, zwei Streifen für Gruppenratsvorsitzende und Freundschaftsratsmitglieder, ein Streifen für alle weiteren Gruppenratsmitglieder


erste Filmarbeit; der Dokumentarfilm Blaue Wimpel im Sommerwind, der im Auftrag der Pionierorganisation der DDR entstand

Herbert Ballmann (* 29. Dezember 1924 in Dortmund; † 21. Mai 2009 in Berlin) - zog 1959 nach Berlin-Grunewald zu seiner Frau - 1978 Fernsehreihe Ein Mann will nach oben nach dem Roman von Hans Fallada


Walter Beck (Regisseur) (* 19. September 1929 in Mannheim) assistierte unter anderem Herbert Ballmann bei Blaue Wimpel im Sommerwind

Annelie Thorndike, geb. Kunigk (* 17. April 1925 in Klützow, Kreis Pyritz; † 26. Dezember 2012 in Wolgast) - eine der wichtigsten Dokumentaristinnen der DDR - 1952: Blaue Wimpel im Sommerwind (pädagogische Beratung) - 1985 entstand nach ihrem Drehbuch der Kurz-Dokumentarfilm Aufbruch über die Zerstörung und den Wiederaufbau Dresdens


Filmografie: Schnitt, wenn nicht anders angegeben - 1952: Blaue Wimpel im Sommerwind - 1951: Großbauten des Kommunismus (Regie) - Wilhelm Pieck – Das Leben unseres Präsidenten


Erich Nitzschmann (* 13. Februar 1901 in Danzig; † 16. Januar 1980 in Potsdam) Kameramann - 1952: Blaue Wimpel im Sommerwind - 1951: Wilhelm Pieck – Das Leben unseres Präsidenten - 1955: Begegnungen mit Wilhelm Pieck - 1956: Der Dresdner Kreuzchor

Manfred Streubel (* 5. November 1932 in Leipzig; † 10. Juli 1992 in Dresden) Lyriker und Kinderbuchschriftsteller - schrieb den bekannten Text des Liedes der jungen Naturforscher für den DEFA-Dokumentarfilm Blaue Wimpel im Sommerwind (1952), arbeitete zu dieser Zeit für die Pionierzeitschrift Fröhlich sein und singen (FRÖSI) - 1990 Selbstverlag Lyrikband Tag- und Nachtgesichte - ohne Hoffnung, in der sich neu formierenden Literaturszene Fuß fassen zu können, setzte er seinem Leben selbst ein Ende

Lied der jungen Naturforscher - von Gerd Natschinski komponiert, 1952 zuerst für den DEFA-Dokumentarfilm Blaue Wimpel im Sommerwind geschrieben - Bestandteil des Kanons der Pionierlieder - tauchte entsprechend in Liederbüchern und Chorbüchern der DDR auf

[[Wikipedia:Gerd Natschinski|Gerd Joachim Natschinski (* 23. August 1928 in Chemnitz; † 4. August 2015 in Berlin) - Filmmusik 1950: Tierkinder (DEFA-Kulturfilm) - 1952: Blaue Wimpel im Sommerwind (DEFA-Dokumentarfilm) - ab Ende 1948 Leiter des Großen Unterhaltungsorchesters des Leipziger Rundfunks - 1951 bis 1953 Meisterschüler bei Hanns Eisler in Berlin - ab 1952 Chefdirigent des Unterhaltungsorchesters des Berliner Rundfunks

Absingen der Hymne der Pionierorganisation Wladimir Iljitsch Lenin:

"Взвейтесь кострами, синие ночи"

Macht Feuer

in blauen Nächten!

Wir sind Pioniere -

Arbeiterkinder!

Die Ära kommt

der hellen Jahre,

durch den Pionierruf:

"Immer bereit!"

Die sowjetische Pionierbewegung entstand aus der Roten Pfadfinderverband "Krasny Skaut" (Rote Scouts).

Die Bezeichnung Pionier geht auf die Moskauer Krasny-Skaut-Gruppe „Brüder des Feuers“ um Nikolai Fatjanow und Innokenti Nikolajewitsch Schukow (1875–1948, seit 1914 Sekretär der Allrussischen Vereinigung Russki Skaut) zurück - Schukow wurde 1922 mit 47 Jahren zum Obersten Pionier der RSFSR.

Selbst der Pfadfindergruß wurde nachverwendet: Будь готов! – Всегда готов! – Sei bereit! – Immer bereit!

Die Pionier-Organisation erhielt zunächst den Namen Spartak nach Spartacus, auch in Anlehnung an den Spartakusbund.

laut Zharovs Memoiren war im Mai 1922 bei einer der Sitzungen im Zentralkomitee des Komsomol Lenins Frau Nadezhda Krupskaya anwesend, die vorschlug, ein Pionierlied zu schaffen - Zharov bekam den auftrag, innerhalb von zwei Wochen ein Lied zu schreiben. Dmitry Furmanov, an den sich Zharov um Rat wandte, schlug vor, einen Text zu schreiben, der auf einem berühmten Lied basiert. Im Bolschoi-Theater hörte Zharov bei einer Aufführung der Oper Faust den Chor der Soldaten des Komponisten Charles Gounod (* 17. Juni 1818 in Paris; † 18. Oktober 1893 in Saint-Cloud; in Deutschland wird diese Oper manchmal auch unter dem Titel Margarethe aufgeführt), der als Grundlage genommen wurde. Komsomol-Mitglied Sergei Dyoshkin, der mit der Bearbeitung des Marsches beauftragt war, gab der Musik einen anderen Charakter und passte sie für die Pionierorganisation an.


Am 18. Juli 1924 genehmigte eine Resolution des VI. Allunionskongresses der RLKSM "Über den organisatorischen Aufbau von Kindergruppen" den Namen "Kommunistische Kinderorganisation junger Pioniere Lenin".

Am 4. August 1924 genehmigte das Zentralkomitee der RCP (b) den Namen Lenin

[Bearbeiten] II. Pioniertreffen vom 12. bis zum 18. August 1955 in Dresden

Heinz Plöger


Pioniertreffen 1958 in Halle (Saale)

III. Pioniertreffen: vom 14. bis 19. August 1958 in Halle

Ich bin ein Junger Pionier - Der Anlauf in den Kinos der DDR begann am 5. April 1974.

[Bearbeiten] VII. Pioniertreffen: 15. bis 22. August 1982 in Dresden

[Bearbeiten] Pioniereisenbahn

vgl. Parkeisenbahn

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