Daniel Greser
Daniel Greser (Greiser), geb. am 6. Dezember 1504 - gest. am 29. September 1591 war ab 1542 (bis 1589) Superintendent von Dresden, 1587 erschien seine "Historia und beschreibungen des gantzen Lauffs und Lebens", illustriert mit einer Dresdner Stadtansicht, die seit dem gleichen Jahr gedruckt war bei Gimel Berger.
Mit 15 Jahren ließ er sich in Trier römisch-katholisch ordinieren, scheeren und zum Ostiarius weihen, worauf er auf Schulen in Butzbach, Kassel und Gotha und Erfurt (Schule zur lieben Frauen) geschickt wurde.
In Erfurt hörte er zwar am Weißen Sonntag Quasimodogeniti (nach Ostern) 1521 Luther bei den Augustinern predigen, aber nach einem Aufstand der Erfurter Studenten, Handwerker und Tagelöhner gegen die Pfarrer flüchtete er zurück in seine Heimat.
Er ließ sich in Weilburg zum Sub-Diakon weihen, doch noch zu jung zum Priester begab er sich nach Mainz, wurde Mitarbeiter in der Schule St. Victor und hielt auch Vorlesungen in der Thum-Schule.
Durch seine erste Ordination in der Zuständigkeit des Erzbischofs von Trier, mußte er sich 1526 in Trier zum Diakon und kurz darauf zum Priester weihen lassen. Danach wurde er Pastor von Edelsberg bei Weilburg.
1529 ging Greser nach Marburg, wo er im September ein Kolloquium mit Luther, Melanchthon, Zwingli und vielen anderen Reformatoren anhörte. Daraufhin heiratete Greser in Weilburg 1531 seine Frau Eva, die aber samt seiner Familie schon nach einem halben Jahr Ehe Anfang 1532 an der Pest starb.
Greser ging deswegen wieder zurück nach Marburg und heiratet noch 1532 seine Frau Catharina († 8. März 1586 in Dresden). 1534 erhielt er eine Pastorenstelle im benachbarten Gießen. In dieser Funktion mußte er 1539 in Frankfurt am Main vor einem Konvent von neun protestantischen Landesfürsten predigen, woraufhin er 1542 von Kurfürst Moritz nach dem Tod von Johannes Cellarius als Pfarrer an der Kreuzkirche und Superintendent von Dresden berufen wurde.
Gut ein Jahr nach dem Tod seiner Frau Catharina heiratete er am 7. Mai 1587 seine langjährige Dienerin Anna.
1589 wurde er unter dem sog. kryptocalvinistischen Kanzler Nikolaus Krell durch Urban Pierius aus dem Amt gedrängt.
[Bearbeiten] Quellen
- Georg Beutel: Bildnisse hervorragender Dresdner aus fünf Jahrhunderten. Verlag Heinrich, Dresden 1908.
- (2) REHSCHUH, Günther: Die ersten Ansichten der Stadt Dresden, in: Sächsische Heimatblätter 1/1960