Club 11
Der Club 11 ist ein Studentenclub in der Dresdner Südvorstadt. Er befindet sich im Anbau des Studentenwohnheims Hochschulstraße 48. Er wurde 1973 als Studentenclub Wundtstraße 11 (kurz auch Wu 11) der ehemaligen Hochschule für Verkehrswesen im Studentenwohnheim Wundtstraße 11 gegründet.
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[Bearbeiten] Geschichte
Der Club wurde 1973 im Zuge einer FDJ-Initiative zur Verbesserung der kulturellen Angebote für die Studenten der Hochschule aus Anlass der X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten gegründet und war im 1. Obergeschoss des Studentenwohnheims untergebracht. Er zählt damit zu den ältesten Studentenclubs der Stadt Dresden.
Die Clubmitglieder kamen vorwiegend aus der HfV, es gab aber auch TU- und Nichtstudenten als Mitglieder. Eine Besonderheit ab Ende der 1980er Jahre war, dass selbst ein ABV Mitglied des Clubs war. Die Arbeit erfolgte zu DDR-Zeiten ausschließlich ehrenamtlich. Neben den offiziellen Veranstaltungen gab es auch ein sehr umfangreiches Clubleben, mit vielen Clubfahrten sowie Partnerschaften zu anderen Studentenclubs. Der Club hatte Ende der 1980er Jahre zirka 60 Mitglieder, zuzüglich einer meist zweistelligen Anzahl an Kandidaten.
Die Veranstaltungen, zum Beispiel Discos, waren öffentlich, das heißt jeder Jugendliche konnte sie besuchen. 1989 bekam der Club als eine der ersten Freizeiteinrichtungen und Discos in Dresden – noch vor der politischen Wende – eine kleine Videoanlage, für damalige Verhältnisse eine Sensation. Ab dem 1. September 1989 konnten damit die Musikvideos von der Jugendsendung „Elf 99“ mitgeschnitten und auf den Discos gezeigt werden. Aufgrund des unzureichenden Freizeitangebots zu DDR-Zeiten bildeten sich vor allem zu den Discos am Sonnabend lange Warteschlangen vor dem Club, besonders wenn es einmal im Monat die „Mitternachtsdisco“ gab. Weitere Veranstaltungen wie Fasching, Kinderfest sowie die Teilnahme an Sportwettkämpfen, z. B. im Fußball, rundeten das Angebot ab.
Eine wesentliche Umstellung gab es ab 1990, als die damalige DDR-Jugendorganisation als Trägerschaft wegfiel. Ab Oktober 1990 wurde der Studentenclub nach bundesdeutschen Recht in einen eingetragenen Verein überführt. Am 27. November 1990 fand in den alten Clubräumen des Studentenhochhauses in der Wundtstraße die Gründungsveranstaltung des Clubs 11 als eingetragener Verein („Club 11 e.V.“) statt: zum 1. Vorstand wurd Thomas König, zum 2. Vorstand Marion Quaß gewählt. König führte den Verein als Vorstand bis Januar 1995.[1]
1992 ging die Hochschule für Verkehrswesen in die neugegründete Friedrich-List-Fakultät für Verkehrswissenschaften an der Technischen Universität Dresden auf, womit auch der Verein ein Studentenclub dieser Bildungseinrichtung wurde. Mit Beginn der umfassenden Sanierungsarbeiten an den Hochhäusern Wu-9 und Wu-11 musste der Verein sich eine neue Unterkunft suchen.
Da im Wohnheim Hochschulstraße 48 erst kurz zuvor der Studentenclub Alma Mater schloss, konnten im September 2001 dessen ehemalige Clubräume im Erdgeschoss des Wohnheim-Hochhauses übernommen werden.[2] Trotz des Wegzuges von der Wundtstraße 11 blieb die Zahl im Clubnamen erhalten.
Zwischen 2005 und 2007 wurden schließlich auch die drei Wohnheime an der Hochschulstraße saniert. In diesem Zusammenhang wurde für den Club ein Anbau am Gebäude errichtet – die Büro- und Sanitärräume befinden sich aber im Untergeschoss des Wohnheims. Nach Abschluss der Arbeiten konnte schließlich am 22. Oktober 2007 der Club 11 neu eröffnet werden.[3]
Nach schwierigen Zeiten, vor allem ab 2009, u.a. mit einer Affäre um offenbar veruntreutes Vereinsgeld, verbunden mit einer sehr geringen aktiven Mitgliederzahl, als der Dienst oft nur mit Mitgliedern aus anderen Staudentenclubs aufrecht erhalten werden konnte, konsolidierte sich der Verein in den Folgejahren. 2023 konnte der Club sein 50-jähriges Bestehen feiern. Aktuell gibt es ca. 15 aktive Vereinsmitglieder, die sich nicht nur aus Studenten zusammensetzen, sondern auch aus Absolventen und ehemaligen Studierenden, meist von der Technischen Universität Dresden.
[Bearbeiten] Weitere Bilder
Visitenkarte des Studentenclubs „Club 11“ der Hochschule für Verkehrswesen 1990
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Historischer Abdruck des Club 11 e.V., 1990-2001 im Gemeinsamen Registerportal der Länder.
- ↑ Dresdner UniversitätsJournal: Dresden – „Hauptstadt der Studentenklubs“. 12. März 2002, Seite 10.
- ↑ Studentenwerk Dresden: Zur Geschichte des Studentenwerks Dresden – Ereignisse in Schlagzeilen