Zar Alexander I. in Dresden

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Zar Alexander I. (russisch: Александр I Павлович; * 12. Dezember 1777 in Sankt Petersburg; † 19. November 1825 in Taganrog) war Zar von Russland (18011825), König von Polen (18151825), erster russischer Großfürst von Finnland (18091825) aus dem Hause Romanow-Holstein-Gottorp und von 1801 bis 1807 sowie von 1813 bis 1818 Herr von Jever.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Herr über die Herrschaft Jever

[Bearbeiten] Zar Alexander I. in Dresden

[Bearbeiten] Nach Heinrich Zschokke 1818

[Bearbeiten] 1813

Der russische Zar Alexander wohnte 1813 im Brühlschen Palais und ließ sich den Gartenpavillon nach seinem Geschmack herrichten.

Die "Historisch-topographische[n] Kontraste, den Gartensaal und die Brühlsche Terrasse in Dresden betreffend"[1] führen dazu aus:

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Ein neues, regsames Leben erhielt auf einmal der Garten, als Kaiser Alexander, vor der

Lützner Schlacht einsprach, den Brühlschen Pallast bewohnte, dessen Gartenterrasse zu seinem

Liebling=Spaziergange wählte, ein Gartenhaus dort zu seinem Gebrauch einrichten und den

ehemaligen Ausstellungssaal der Kunst in eine russische Kapelle umwandeln ließ.

In Alexanders Garten=Fußtapfen trat nachher sein Generalgouverneur in Sachsen, Fürst

Repnin. Dieser ließ den Zugang zum Garten von der Brücke her, erst durch eine kleine

hölzerne Treppe, der russischen Kirche wegen, erleichtern, dann durch eine große dreiund=

zwanzig Ellen breite steinerne Steintreppe förmlich eröffnen.

Eine solche war übrigens keine neue, sondern nur eine ergriffene, vorgefundene

Idee; denn auch unser verehrter König hatte vor langer Zeit schon, den Werth des Gartens


S. 45

nicht verkennend, Zeichnungen von dessen Treppen zu dessen Eröffnung von der Brückenseite her sich

vorlegen lassen, die Ausführung aber nur aus den tristigsten ökonomischen Rücksichten immer

verschoben.


Mit Lützner Schlacht ist die Schlacht bei Großgörschen vom 2. Mai 1813 auf den Ebenen bei Lützen gemeint. Da Napoleon in der Nacht vor der Schlacht bei Großgörschen demonstrativ am Gedenkstein für Gustav Adolf übernachtete, umgeben von seinen Truppen, wird diese manchmal auch als Schlacht bei Lützen bezeichnet.

[Bearbeiten] Russischer Choral nach dem Zapfenstreich veranlaßt Friedrich Wilhelm III. zur Einführung eines abendlichen Gebets

Nach der Schlacht von Großgörschen besichtigte der preußische König Friedrich Wilhelm III. zusammen mit dem russischen Zaren Alexander I. am Abend das russische Lager. Hierbei erlebte er, wie die Soldaten – so wie es im russischen Heer üblich war – nach dem Zapfenstreich noch einen Choral sangen. Beeindruckt und ergriffen erließ er mit Kabinettsorder vom 10. August 1813 auch für die preußischen Truppen die Einführung eines Gebetes nach dem Zapfenstreich. Damit erlangte der Zapfenstreich – wenn auch zunächst nur in Preußen – seine erste zeremonielle Bedeutung.

[Bearbeiten] Nach Adolf Hantzsch 1918

Zu den Aufenthalten von Zar Alexander I. in Dresden schrieb Adolf Hantzsch im Jahr 1918:

[Bearbeiten] 1805
[Bearbeiten] 1813

[Bearbeiten] Quellen

  1. "Historisch-topographische Kontraste, den Gartensaal und die Brühlsche Terrasse in Dresden betreffend." In: Heinrich Zschokke (Hrsg.): "Ueberlieferungen zur Geschichte unserer Zeit." Jahrgang 1818, Heinrich Remigius Sauerländer, Aarau 1818.
  2. Adolf Hantzsch: "Hervorragende Persönlichkeiten in Dresden und ihre Wohnungen: Alexander I. von Rußland." (= " Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens." Heft 25.) Lehmannsche Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Dresden 1918, S. 166f.
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