Reppin

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Reppin war eine altsorbische Höhensiedlung und Streusiedlung am Zughübel (337 m ü. NN), an deren Ort später das Rundlingsdorf Franken entstand. Franken ist heute eine Wüstung auf den Frankenfeldern bei Golberode in Richtung Possendorf.

Die altsorbischen Streusiedlung Reppin bestand aus mehreren Weilern, die um 1200 im Zuge der Verdorfung zu einem Rundling zusammengefaßt wurden und wegen des geringen Zuspruches der Skudizi durch den Grundherren mit Kolonisten aus Franken besiedelt wurde. Der Lokator ist nicht überliefert, aber er hatte kaum Erfolg bei den Einheimischen.

Reppin war eine Höhensiedlung der Steingrünen ("Výhledy") oder Skudizi.[1] Der Ortsname ist altsorbischen Ursprungs und bedeutet: ‘Rübenort; Ort, wo Rüben angebaut werden’ o. ä.[2] Der Ort wurde nicht gleich mit der sorbischen Landnahme ab dem 7. Jahrhundert besiedelt, sondern erst im 10. Jahrhundert. In dieser Zeit war es in Reppin aufgrund der örtlichen Bedingungen schwer, Getreide anzubauen. Der Name deutet auf vorwiegend Rübenbauern hin. Rüben waren auch hervorragendes Viehfutter.

Der Zughübel liegt 335 Meter (nach anderen Quellen 337 Meter) über Normalnull mit freier Sicht in alle Richtungen, vor allem in Richtung Dresdner Elbtalweitung, die in der Sohle auf etwa 110 Meter Höhe liegt, und zur Sächsischen Schweiz und Böhmischen Schweiz.

Der Zughübel befindet sich etwa neun Kilometer südlich von der Inneren Altstadt Dresdens und etwa 800 Meter westlich von Babisnau entfernt.

Das Panorama vom Zughübel aus umfasst im Norden über der breiten Elbtalweitung hinaus den bewaldeten Steilhang, der das Westlausitzer Hügel- und Bergland nach Süden begrenzt. Dieses Bergland lässt sich von dem 361 Meter über Normalnull hohen Borsberg bis zu den Lößnitzhöhen verfolgen. Im Osten ist das Relief der Tafelberge des Elbsandsteingebirges und bei gutem Wetter auch die Böhmische Schweiz zu sehen. Im Süden umrahmt der Höhenzug mit der Quohrener Kipse, dem Hermsdorfer Berg und dem Wilisch das Freital-Kreischaer Becken.

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Altsorbische Annalen B, fol. 23.
  2. HONB II, 282: Aso. *RÏp-n- zu *rÏpa ‘Rübe’ #3 + Suffix -Qn- #5 oder direkt vom Adj. *rÏPny (vgl. oso. rÏpny, tsch. repn6 usw.), evtl. aus einer Grundform *RÏpina. – ‘Rübenort; Ort, wo Rüben angebaut werden’ o. ä.
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