Paul Ebeling

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Unterschrift von Paul Ebeling in einem Dresdner Besucherbuch

Friedrich Theodor Paul Ebeling war ein namhafter sächsischer Kaufmann, Fabrikant und zusammen mit Franz Oskar Bernhard Croener Inhaber einer Beleuchtungswarenfabrik und -handlung[1] in der Prager Straße. Aufgrund der hohen Qualität seiner Waren und Dienstleistungen wurde ihm der renommierte Titel eines königlich-sächsischen Hoflieferanten durch das sächsische Königshaus verliehen.

[Bearbeiten] Familie

Friedrich Theodor Paul Ebeling war verheiratet und hatte zwei Kinder:

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Paul Ebeling kam 1891 nach Dresden und erscheint erstmals 1892 im Dresdner Adressbuch als Kaufmann in einer Erdgeschosswohnung in der Trabantengasse 11.[3] Ab 1893 ist er als Fabrikant und Mitinhaber der Firma „Ebeling u. Croener“, einer Beleuchtungsfirma mit dem Sitz in der Waisenhausstraße 19 (Eingang Friedrichsallee) verzeichnet.[4] Sein Geschäftspartner war der Fabrikant Franz Oskar Bernhard Cröner, der am Sachsenplatz 1 wohnte.[5]

Ebeling zog 1894 privat in eine Wohnung im ersten Obergeschoss in die Ostraallee 13.[6] Ein Jahr später, 1895 verlegten die beiden Inhaber den Geschäftssitz für die Firma „Ebeling u. Croener“ in die damals renomierte Prager Straße 28.[7] Am 1. April 1897 zog Ebeling privat in die Franklinstraße 36.[8] Ebenfalls ab 1897 war Ebeling Inhaber eines Stiefel-Reinigungsinstituts.[9]

1899 wurde Ebeling, zusammen mit seinem Mitinhaber Croener vom sächsischen König Albert zum königlich-sächsischen Hoflieferanten ernannt. Im gleichen Jahr wurde er stellvertretender Handelsrichter am Handelsgericht zu Dresden und zog in eine Wohnung im ersten Obergeschoss in der Lindenaustraße 12.[10] 1899 ist Ebeling als Mitglied der Kammer für Handelssachen aus dem Handelsstand am Landgericht Dresden als stellvertretender Handelsrichter, später auch als ordentlicher Handelsrichter im Sächsischen Staatshandbuch verzeichnet.[11]

1903 schied Ebeling aus der Firma „Ebeling u. Croener“ als Mitinhaber aus und verkaufte seine Geschäftsanteile an seinen bisherigen Partner, Franz Oskar Bernhard Croener. Das Unternehmen wurde im Dresdner Handelsregister unter der Nummer 6916 als Fabrik von Beleuchtungsgegenständen und als Installationsgeschäft auch für elektrische Lichtanlagen sowie weiterhin als königlicher Hoflieferant geführt.[12]

Ebeling war 1904 im Adressbuch nur noch als Kaufmann und Handelsrichter verzeichnet,[13] danach fehlt er in den Dresdner Adressbüchern. Von 1892 bis 1897 sind Briefe, Geschäftspost und Korrespondenzen im Stadtarchiv Dresden von ihm erhalten.[14]

[Bearbeiten] Quellen und Einzelnachweise

  1. ↑ Adressbuch der Elektricitäts-Branche und der damit verwandten Geschäftszweige von Europa ..., 1897–1898, Snippet-Ansicht auf Google Books, S. 77.
  2. ↑ Datensätze auf Ancestry, Anmeldung erforderlich.
  3. ↑ Adressbuch Dresden 1892, S. 106, SLUB.
  4. ↑ Adressbuch Dresden 1893, S. 114, SLUB.
  5. ↑ Adressbuch Dresden 1893, S. 90, SLUB.
  6. ↑ Adressbuch Dresden 1895, S. 121, SLUB.
  7. ↑ Adressbuch Dresden 1896, S. 126, SLUB.
  8. ↑ Adressbuch Dresden 1897, S. 85, SLUB.
  9. ↑ Adressbuch Dresden 1898, S. 92, SLUB.
  10. ↑ Adressbuch Dresden 1900, S. 101, SLUB.
  11. ↑ Staatshandbuch für das Königreich Sachsen, 1899, Digitalisat auf Google Books, S. 281f.
  12. ↑ Adressbuch Dresden, Handelsregister 1904, S. 15 (2387), SLUB.
  13. ↑ Adressbuch Dresden 1904, S. 134, SLUB.
  14. ↑ Ebeling, Friedrich Theodor Paul, 1892-1897 (Archivalieneinheit) Datensatz in der Online-Recherche im Stadtarchiv Dresden.
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