Mokeruz
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Mokeruz war die altsorbische Streusiedlung aus der Zeit der Landnahme der Nisaner, welche um 1200 im Auftrag des neuen deutschen Grundherren durch einen Lokator zu einem Rundling zusammengefaßt wurde, aus welchen sich Mockritz entwickelte.
Mokeruz wurde 1350 im Lehnbuch Friedrichs des Strengen als Makruͦz, Mokerus und Mockerus erwähnt.[1]
Der Ortsname wurde aus altsorbisch *Mokro(v)usy ‘(Siedlung der) Leute mit nassen Bärten’ transkribiert.[2] Allgemeiner hieß Mokeruz die ‘Siedlung auf feuchtem Boden’ (nach: aso. *Mokruš(a) zu aso. *mokry ‘feucht, naß’).[3]
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ LBFS 37, 44, 49.
- ↑ HONB II, 47: "2. die urk. Schreibungen auf -uz könnten auf -us(y) deuten und somit auf aso. *Mokro(v)usy ‘(Siedlung der) Leute mit nassen Bärten’ (oso. wusy Pl., tsch. vousy, slk. f5z, poln. was usw.), identisch mit tsch. Mokrovousy, russ. Mokrousy, Mokrousovo usw., wobei -o(v)usevtl. früh zu -us zusammengezogen und als -uz aufgezeichnet wurde."
- ↑ HONB II, 47: "1. aso. *Mokruš(a) zu aso. *mokry ‘feucht, naß’ (¨ mok- #3) + Suffix -uš, gebildet wie russ. Mokruša, bulg. Goluša, skr. Golu} (vgl. Gohlis), evtl. auch zu einem PN *Mokruš bzw. *Mokroš. – ‘Siedlung auf feuchtem Boden’, ‘Siedlung eines Mokruš’ o.ä".