Kothenewicz

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Das Straßenangerdorf mit einer Gewannflur von 216 ha wurde 1350 als Kothenewicz (im districtus Dresdensis) erstmals erwähnt.

Die Ersterwähnung lautet:

"7. Item Andree de Meideburg allodium in Makruz; allodium in Rosenticz; in villa Stresen 8 1/2 marcas reddituum; in Sachsendorf 9 1/2 marcas et 22 modios frumenti et avene; item 2 curias in Dresden; item in Hermansdorf [Anm. 4][1] 4 talenta minus 4 solidis; item piscinam et ortum ante opidum Dresden; item 1 lacum situm inter Koswik [Anm. 5][2] et Kothenewicz."

Der Ortsname ist altsorbischen Ursprungs und bedeutet: ‘Siedlung der Leute eines ChotÏn’[3].

1378 wird der Ort nicht im Castrum Dresden erwähnt, gehörte aber 1590 zum Amt Dresden. Danach wechselte es zum Amt Meißen (1764 nachgewiesen).

1498 war der Ort ein Vorwerk und 1539 war er nach Coswig gepfarrt.

Die Ortsnamenformen nahmen folgende Entwicklung:[4]

Die Einwohnerzahl entwickelte sich wie folgt:[10]

Verwaltungstechnisch gehört der Ort zu den Ämtern und Kreisen:[11]

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. "[Anm. 4] Nieder-Hermsdorf bei Wilsdruff W. Dresden, weil mit Sachsdorf N. Wilsdruff zusammen genannt.[6]"
  2. "[Anm. 5] Die Güter des Andreas von Meideburg werden 93 nochmals aufgeführt. Die Ortschaften sind dieselben geblieben, die Besitzungen darin erscheinen aber mehrfach erweitert. 93 besitzt Andreas von Meideburg statt der 9 1/2 marce et 22 modii frumenti et avene in Sachsendorf die villa Sachsindorf selbst, statt der 4 talenta minus 4 solidis in Hermansdorf die Hälfte von Hermsdorf, statt bloss eines lacus bei Kothenewicz auch villam Koterwicz totam, endlich statt 1 Gartens vor Dresden deren 3. Einen Teil dieser Besitzungen verschrieb er seiner Gemahlin als Leibgedinge, Cop. 25 f. 45b: Item dominus contulit honeste Katherine, uxori Andree de Meideburg, bona, videlicet villam Kotenewicz cum 6 talentis reddituum, in villa Stresen 8 talenta, in Hermansdorf 4 talenta denariorum Fribergensium, lacum prope Kotenewicz situm districtus Dresdensis et curiam libertatam (vgl. II 25 Anm. f) in civitate ibidem quondam per dictum Stammen inhabitatani, iusto dotalicii titulo tenenda paeifice et habenda. Datum anno LI feria IV post Erhardi (12. Jan. 1351)." - "Zu S.37, V 7 Anm. 5: Die beiden Einträge V 7 über die Lehen des Andreas de Meideburg und V 93 über die des Andricus de Meideburg weisen trotz zahlreicher Übereinstimmungen, die den Gedanken blosser Wiederholung desselben Regests aufkommen lassen könnten, doch beträchtliche Abweichungen auf, welche die Identität ausschlössen. In der That handelt es sich auch um zwei Belehnungen verschiedener Personen: Andricus ist ein Sohn des Andreas, und zwar, da er an erster Stelle unter seinen Brüdern genannt wird, wahrscheinlich der älteste Sohn; deshalb erscheint er auch V 93 als Lehnsträger. Die Belehnung des Andreas V7 fällt nach dem zugehörigen Leibgedingsbrief seiner Gattin (s. Anm. 5) wohl in den Januar 1351; noch in einer Urkunde vom 18. März 1352 (s. UB. Dresden S. 41 Nr. 53) wird er als Zeuge erwähnt, am 25. Januar 1355 aber schon als verstorben bezeichnet, vgl. Cop. 26 fol. 14 b: Wir Fridrich und Balthazar etc. bekennen etc., daz wir dem bescheiden Andricus, Franczen und Jacof gebrudern von Meideburg, burgern zcu(e) Dresden, unsern lieben getruwen, Nykel von Peschen und Henschel Mumsmeister(!), iren swegirn, fumfczen hundert schog breiter groschen, die wir in von gewinnes wegin, den uns ir vatir, dem got gnade, in unsirn hof getan hat, schuldig bliben sin, bewiset haben ... an unser lantbete zcu(e) Dresden, zcu(e) Myszen und zcu(e) dem Hayne . . . Datum Gotha in die conversionis apostoli Pauli (unter den Einträgen des Jahres 1355). Da die Regelung der Schuldverhältnisse wohl bald nach dem Tode des Vaters erfolgt sein dürfte, werden wir auch die in V 93 registrierte Belehnung ungefähr in dieselbe Zeit zu setzen haben." LBFS, 321.
  3. HONB zu Kettewitz I, 481: "Aso. *ChotÏnovici zum PN *ChotÏn, zu *chot- #4, + Suffix -ovici. – ‘Siedlung der Leute eines ChotÏn’. --> Kotten(e)witz, Göttwitz. Der Umlaut ö wird in der Schrift seit dem 15. Jh. bezeichnet."
  4. Kötitz im HOV.
  5. LBFS 37, 49 u. Cop. 25, 45.
  6. U 9157.
  7. RFEM 31.
  8. Vis. 26.
  9. FA U 1060.
  10. Kötitz im HOV.
  11. Kötitz im HOV.
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