Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen
Das Historische Ortsnamenbuch von Sachsen (HONB) erschien als Band 21 der Reihe Quellen und Forschungen zur sächsischen Geschichte im Jahr 2001 im Akademie-Verlag Berlin. Vorausgegangen war das GEPRIS-Projekt 5180382 (gefördertes Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft) in den Jahren 1999 und 2000.
[Bearbeiten] Bearbeiter
Bearbeiter waren Ernst Eichler, Volkmar Hellfritzsch, Hans Walther und Erika Weber.
[Bearbeiten] Bände
- Band I: A-L; XL, 634 Seiten
- Band II: M-Z; 681 Seiten
- Band III: Apparat und Register; 395 Seiten.
[Bearbeiten] Berücksichtigung der neuen kommunalen Veränderungen
Das Namenbuch berücksichtigt die kommunalen Veränderungen, die infolge der Gemeindegebietsreform in den letzten Jahren eingetreten sind.
[Bearbeiten] Berücksichtigung von Archivalien
Auf einer breiten Basis bisher unveröffentlichter archivalischer und gedruckt vorliegender Quellen werden die Entwicklung der Siedlungsnamen dargestellt und Deutungen angeboten, die den neuesten Stand sprachwissenschaftlicher Erkenntnisse berücksichtigen.
[Bearbeiten] Umfangreiche Einleitung
Eine umfangreiche Einleitung informiert über Herkunft, Alter und Schichtung, Struktur und lautliche Entwicklung der deutschen und slavischen Siedlungsnamen Sachsens.
[Bearbeiten] 5.500 Namen aus Sachsen und dem Altenburger Land
Das dreibändige Werk stellt die Entwicklungsgeschichte von ca. 5.300 Siedlungs- und Wüstungsnamen dar, die in den Grenzen des heutigen Freistaates Sachsen überliefert wurden. Hinzu kommt der Namensbestand des thüringischen Kreises Altenburg (Altenburger Land), der siedlungs- und territorialgeschichtlich jahrhundertelang zum wettinischen Territorialstaat gehörte (etwa 200 Namen).
[Bearbeiten] Belegkette und Integration altsorbischer Toponyme
In den ersten beiden Bänden wird die Geschichte jedes Namens mit möglichst lückenloser Belegkette dargestellt: von den ältesten Schreibungen über weitere Formen bis zur heutigen Gestalt einschließlich mundartlicher Lautung. Geboten werden Informationen zu Herkunft, Wortbildung, Etymologie und Typologie, zur Sprachgeschichte, zur Integration altsorbischer Toponyme sowie zu soziolinguistischen Merkmalen der Ortsnamen. Der dritte Band enthält auswertende Register, die das lexikalische Material erschließen.
[Bearbeiten] 2006: Neuerscheinung des HOV
Im Jahr 2006 erschien zur Ergänzung auch eine Neuauflage des Historischen Ortsverzeichnisses von Sachsen (HOV).
[Bearbeiten] 2017: digitale Ausgabe auf Qucosa
Das Werk wird layoutgleich auf dem sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa in drei PDF-Dateien zur Verfügung gestellt.
[Bearbeiten] Literatur
- Susanne Baudisch: "Historisches Ortsverzeichnis und Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen. Zwei Lexika - ein Wissenssystem" In: "Namenkundliche Informationen" 93/94 (2008), S. 195-219 - Im Jahr 2001 erschien erstmals ein „Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen“, im Jahr 2006 folgte die Neuausgabe des „Historischen Ortsverzeichnisses von Sachsen“. Dieser Beitrag vergleicht beide Standardwerke der Sächsischen Landesgeschichte und historischen Kulturlandschaftsforschung, beschreibt Synergien und skizziert das Modell eines gemeinsamen Wissenssystems in der Welt der digitalen Information.
[Bearbeiten] Weblinks
- Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen (Q116067643) in Wikidata (Band 21 der Reihe "Quellen und Forschungen zur sächsischen Geschichte"; GEPRIS Projekt)
- Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen bei der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (SAW)
- 17.09.2017 09:15 Martin Munke. Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen – jetzt digital bei blog.slub-dresden.de vom 17. September 2017
- archaeologie-online.de "Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen" auf archaeologie-online.de