Dresdener Lesehalle
'"Eröffnung einer entgeltlichen "Dresdener Lesehalle", Waisenhausstr. 9, als gemeinnützige, nicht wohltätige Institution zur Förderung der Volksbildung, Stiftung des Geheimrates Dr. Karl August Lingner. Am 4. November 1903 Eröffnung der "Volkslesehalle" mit freiem Eintritt, angegliedert an die Dresdner Lesehalle. 1904 erfolgte durch das Kaiserliche Patentamt die Übergabe der Patentschriftensammlung zur Verwaltung und Ensichtnahme. Am 1. Januar 1917 fielen im Rahmen einer Reorganisation die Nutzungsentgelte und damit die Trennung zwischen beiden Lesehallen weg, die Nutzung wurde für alle gemäß dem Lingnerschen Testament unentgeltlich. Ein Jahr später erfolgte eine Vereinigung mit der Städtischen Zentralbibliothek als Anstalt öffentlichen Rechts unter dem Namen "Städtische Bücherei und Lesehalle Dresden".'[1]
Im Jahre 1920 wurde bemängelt, dass das Angebot der Lesehalle etliche Modezeitschriften und Kirchenblätter enthält, aber kaum Themen wie die Sozialisierung oder das Schulwesen abdeckt. Etwa 75% der Zeitungen und Zeitschriften wurden als reaktionär empfunden. [2]
- Lingner, Karl August: Vortrag über die Gründung einer neuen Lesehalle in Dresden, 1902, SLUB digital
[Bearbeiten] Referenzen
- ↑ Dresdener Lesehalle (1902 – 1917), https://kalliope-verbund.info/gnd/5286417-0
- ↑ Dornröschenschlaf in der Lesehalle, Dresdner Volkszeitung, 3. November 1920, S. 6.