Diskussion:Zar Alexander I. in Dresden

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Kunstausstellung 1806

"Ein Portrait des russischen Kaisers in Oel von Sobolew, welches in dem Fenster linker Hand hängt, hat viel Sensation gemacht, mehr weil dieser Monarch hier allgemein geschätzt, und von dem schönen Geschlechte fast vergöttert wird, als weil es besondern Kunstwerth hätte, obschon der Verfasser durch einige andere Gemälde bewiesen hat, daß es ihm nicht an Talent gebricht."

– t –

Dresdner Kunstausstellung 1806.

aus: Journal des Luxus und der Moden

Herausgeber: F. J. Bertuch und G. M. Kraus

Verlag des Landes-Industrie-Comptoir, Weimar 1806, S. 218.

--Methodios 18:20, 11. Okt. 2025 (CEST)

[Bearbeiten] Brühlsches Palais und Gartenpavillon als Quartier

Der russische Zar Alexander wohnte 1813 im Brühlschen Palais und ließ sich den Gartenpavillon nach seinem Geschmack herrichten.

S. 44

Ein neues, regsames Leben erhielt auf einmal der Garten, als Kaiser Alexander, vor der

Lützner Schlacht einsprach, den Brühlschen Pallast bewohnte, dessen Gartenterrasse zu seinem

Liebling=Spaziergange wählte, ein Gartenhaus dort zu seinem Gebrauch einrichten und den

ehemaligen Ausstellungssaal der Kunst in eine russische Kapelle umwandeln ließ.

In Alexanders Garten=Fußtapfen trat nachher sein Generalgouverneur in Sachsen, Fürst

Repnin. Dieser ließ den Zugang zum Garten von der Brücke her, erst durch eine kleine

hölzerne Treppe, der russischen Kirche wegen, erleichtern, dann durch eine große dreiund=

zwanzig Ellen breite steinerne Steintreppe förmlich eröffnen.

Eine solche war übrigens keine neue, sondern nur eine ergriffene, vorgefundene

Idee; denn auch unser verehrter König hatte vor langer Zeit schon, den Werth des Gartens


S. 45

nicht verkennend, Zeichnungen von dessen Treppen zu dessen Eröffnung von der Brückenseite her sich

vorlegen lassen, die Ausführung aber nur aus den tristigsten ökonomischen Rücksichten immer

verschoben.


Mit Lützner Schlacht ist die Schlacht bei Großgörschen vom 2. Mai 1813 auf den Ebenen bei Lützen gemeint. Da Napoleon in der Nacht vor der Schlacht bei Großgörschen demonstrativ am Gedenkstein für Gustav Adolf übernachtete, umgeben von seinen Truppen, wird diese manchmal auch als Schlacht bei Lützen bezeichnet.


Nach der Schlacht von Großgörschen besichtigte der preußische König Friedrich Wilhelm III. zusammen mit dem russischen Zaren Alexander I. am Abend das russische Lager. Hierbei erlebte er, wie die Soldaten – so wie es im russischen Heer üblich war – nach dem Zapfenstreich noch einen Choral sangen. Beeindruckt und ergriffen erließ er mit Kabinettsorder vom 10. August 1813 auch für die preußischen Truppen die Einführung eines Gebetes nach dem Zapfenstreich. Damit erlangte der Zapfenstreich – wenn auch zunächst nur in Preußen – seine erste zeremonielle Bedeutung.

--Methodios 19:10, 11. Okt. 2025 (CEST)

[Bearbeiten] Hermsdorfer Berg Sommer 1801: Huldigung der aus Frankreich zurückkehrenden gefangenen russischen Truppen

"Von den das Dorf umgebenden Höhen ist die bedeutenste

der sogenannte Hermsdorfer Berg, zwischen Hermsdorf

und Lausa. Auf diesem Berge huldigten im Sommer 1801

die aus der französischen Gefangenschaft zurückkehrenden Russen

kolonnenweise dem Kaiser Alexander. In einer dazu errichte=

ten Gitterlaube betete erst der Dresdner Gesandtschafts=Pope

und las dann den Huldigungseid ab, welchen die Soldaten

nachsprachen. Viele tausend Menschen wohnten dieser feier=

lichen Handlung bei.

In dem Kriegsjahre 1813 wurde hier ein russisches

Feldlager aufgeschlagen. Was von Schlachttieren in den

benachbarten Dörfern noch vorhanden war, wurde geraubt.

Hermsdorf und Lausa wurden ausgeplündert. Bei dem plötz=

lichen Aufbruche dieses Lagers sollen, wie erzählt wird, einige

Leute aus Lausa manchen hübschen Fund gemacht haben."

Karl Gottlieb Dressler: Chronik der Parochie Ottendorf sowie der Dörfer Lausa, Hermsdorf, Grünberg und Cunnersdorf. Nach sicheren Quellen, Selbstverlag des Verfassers, Meißen 1890, S. 155.

--Methodios 19:15, 11. Okt. 2025 (CEST)

[Bearbeiten] Abgleich

Hier die Fassung von altesdresden.de:

"Alexander I. Pawlowitsch - Kaiser von Russland, geb. 17.12.1777 St. Petersburg, gest. 1.12.1825 Taganrog. - Zum ersten Mal besuchte A. die Stadt vom 11. bis 13. November 1805 während des dritten Koalitionskrieges, als er, von Polen kommend, nach Mähren zu seiner Armee reiste. Als Gast des kurfürstlichen Hofs bewohnte er das Schloss. Ein längerer Aufenthalt fiel in das Jahr 1813, als er zusammen mit König Friedrich Wilhelm III. von Preußen am 24. April nach der vorübergehenden Räumung Dresdens durch die Franzosen als Sieger in die Stadt einzog. A. bewohnte in dieser Zeit das Palais Brühl in der Augustusstraße. Am 30. April verließ er wieder die Stadt. Nach der Niederlage der Verbündeten bei Lützen kehrte er nur noch für wenige Tage zurück (4. bis 8. Mai). Während der Schlacht bei Dresden 1813 betrat er die Stadt nicht, befand sich aber zeitweise mit seinem Stab auf den Räcknitzhöhen, wo auch General Moreau schwer verletzt wurde."

https://www.das-alte-dresden.de/service/lexikon/detail/alexander-i-pawlowitsch

--Methodios 19:53, 11. Okt. 2025 (CEST)

[Bearbeiten] Ovales Aquarell auf Elfenbein von C. H. N. Oppermann 1809

C. H. N. Oppermann (ca. 1760–nach 1809), deutscher Maler - Oppermann

Zar Alexander I. von Russland (1777-1825)

Oppermann, C. H. N. (Braunschweig 1760 - nach 1812) - Maler

Aleksandr, Russland, Zar (1777-1825) - Dargestellte Person

Ort, Datierung: 1809

Material und Technik: Aquarell auf Elfenbein, oval

Abmessungen: 5,6 x 4,3 cm

Museum: Gemäldegalerie Alte Meister

Inventarnummer: Gal.-Nr. M 140


Bez. unten rechts: C (mit eingeschriebenem kleinen Strich) Oppermann 1809

https://skd-online-collection.skd.museum/Details/Index/548609

--Methodios 20:04, 11. Okt. 2025 (CEST)

[Bearbeiten] Als Napoleon in Dresden den Frieden verhinderte

vgl. Konferenz von Dresden

vgl. Treffen zwischen Napoleon und Metternich


Dresden

Dresden damals: Als Napoleon in Dresden den Frieden verhinderte

Bild: Schlacht bei Dresden am 26./27. August 1813. Napoleon auf dem Feldherrnhügel in Strehlen.


Es ist einer der seltenen Momente, in denen in Dresden Weltgeschichte geschrieben wurde: Vor 210 Jahren kamen Napoleon und Österreichs Außenminister Klemens von Metternich in der Stadt zusammen. Das Treffen endete in einer Schlacht.

Ralf Hübner

26.08.2023 SZ

https://www.saechsische.de/lokales/dresden/dresden-damals-als-napoleon-in-dresden-den-frieden-verhinderte-DO6JGINVNEDUTHIBAZT3MFJMQI.html

Dresden. Das Treffen von Napoleon und Metternich in Dresden zählt zu den bekanntesten Episoden aus dem Leben des Franzosenkaisers. Sie fehlt in fast keinem Napoleon-Film. Fast neun Stunden rangen die zwei miteinander. Es ging um Krieg oder Frieden, und für den französischen Herrscher ging es um alles. Fast ganz Europa hatte er unterworfen. Doch seine Niederlage im Russlandfeldzug hatte ihn verwundbar gemacht. Die Gelegenheit für dessen Widersacher war günstig. Der Österreicher – eigentlich ein Verbündeter Napoleons – diktierte die Bedingungen. Gegen den Rückzug in Frankreichs Grenzen von 1792 würde Österreich angeblich einen Frieden vermitteln, lautete das Angebot Metternichs. Andernfalls würde Österreich in das Lager der Gegner wechseln.

Dem Treffen waren die Schlachten bei Lützen und Bautzen vorausgegangen. Napoleon war es noch einmal gelungen, die Verbündeten zurückzudrängen. Dennoch wurde Sachsen im Endkampf der Befreiungskriege Hauptkriegsschauplatz. Ein Waffenstillstand wurde vereinbart. Am 10. Juni kehrte Napoleon nach Dresden zurück und schlug sein Quartier im Marcolini-Palais auf. Im jetzigen "Napoleon-Zimmer" empfing er Metternich.

Monarchen quartierten sich in Nöthnitz und Leubnitz ein Eigentlich hätte Napoleon bestrebt sein müssen, das noch verbündete Österreich aus den Kämpfen herauszuhalten. Allerdings war er nicht bereit, die Bedingungen Metternichs zu akzeptieren. Österreich schloss sich daraufhin den Verbündeten an, das Ende Napoleons wurde absehbar. "Meine Herrschaft überdauert den Tag nicht, an dem ich aufgehört habe, gefürchtet zu sein", gehört zu den überlieferten Zitaten Napoleons während des Gesprächs. Mit den Worten: "Ihr seid kein Militär" verwarf er Metternichs Angebote. "Ihr wisst nichts über die Seele eines Soldaten." Der Militär hatte mit einem gewieften Diplomaten verhandelt und hatte den Kürzeren gezogen.

--Methodios 20:11, 11. Okt. 2025 (CEST)

[Bearbeiten] Weblinks

https://www.heimatverein-prohlis.de/grosse-ereignisse-werfen-ihre-schatten-voraus-ii/

--Methodios 20:14, 11. Okt. 2025 (CEST)

https://orthpedia.de/index.php/Alexander_der_Erste,_Zar

--Methodios 20:24, 11. Okt. 2025 (CEST)

[Bearbeiten] Seliger Zar Alexander I.

Der Begriff "Seliger Zar Alexander I." bezieht sich auf den russischen Kaiser Alexander I., der von 1801 bis 1825 regierte und als "Befreier Europas" bekannt wurde, da er Napoleon besiegte. Er war eine komplexe Persönlichkeit, die zu Beginn ihrer Herrschaft liberale Reformen anstrebte, aber nach dem Sieg über Napoleon eine Hinwendung zu reaktionären Tendenzen und mystischer Frömmigkeit zeigte. Der Begriff "Seliger" wird oft in Bezug auf seine mystischen Neigungen und den Wunsch, sein Leben im Kloster zu beenden, verwendet, was seine späte Lebensphase kennzeichnet.

Er wandte sich mystischer Frömmigkeit zu und gründete die "Heilige Allianz" mit Preußen und Österreich.

Er zeigte eine wachsende Neigung zur Reaktion und starb am 1. Dezember 1825 in Taganrog.



Obwohl Alexander I. friedlicher Natur war und sich zuerst aus der großen Auseinandersetzung zwischen Frankreich und den anderen Ländern heraushalten wollte, gelangte er schließlich immer mehr zu der Überzeugung, dass er eine göttliche Mission zu erfüllen hatte, im Widerstand gegen „den Unterdrücker Europas und den Weltfriedensstörer“.

Als Napoleon, in der Hoffnung, der Herr ganz Europas zu werden, wenn er Russland besiegte, zum großen Schlag ausholte und sich den Weg nach Moskau erkämpfte, musste er sich während des russischen Winters geplagt von Hunger, Kälte und den Überraschungsangriffen der Russen geschlagen zurückziehen.

Daraufhin kam Alexander I. an die Reihe.

Erfüllt von dem Gefühl eines göttlichen Auftrags, trieb er seine Armeen an.

https://www.petersburg-info.de/geschichte-st-petersburgs/persoenlichkeiten/alexander-i/

--Methodios 20:31, 11. Okt. 2025 (CEST)

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