Christoph Schrader

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Christoph Schrader (* 8. Juli 1642 in Halle; † 9. Januar 1709 in Dresden) war Superintendent von Dresden vom 28. November 1692 bis zu seinem Tode. Am 3. August 1708 weihte er die Loschwitzer George-Bähr-Kirche ein.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Herkunft

Sein Vater war Herrmann Schrader, Sekretär bei der damaligen Erz-Stifts-Kanzlei in Halle (⚭ 7. August 1638 in Halle; † 9. November 1651 ebd.[1]), seine Mutter Maria Crusius = Krause (* 14. Juli 1618 in Halle; † 12. April 1687 ebd.[2]), Tochter von Augustin Crusius, gen. Krause, Rats-Pfänner und Händler in Halle (⚭ 5. Februar 1600 in Halle; † 5. Oktober 1621 ebd.[3]) und Margaretha Caesar (* 23. November 1575 in Halle; † 23. März 1646[4]).

Der Vater seiner Großmutter war Petrus Caesar, seinerzeit bekannter Rektor und Buchautor in Halle (Chritopherus M. Caesar [genannt: Petrus] * 24. April 1540 in Eylau/Preussen; ⚭ 15. Februar 1575; 15. August 1604 in Halle[5]). Dessen Vater Joachim Caesar war 1540 Bürgermeister von Eylau.[6]

[Bearbeiten] Schulbildung in Halle

Neben einem Hausunterricht zusammen mit seinen zwei Brüdern und zwei Schwestern erhielt er zusätzlich Privatstunden in Latein und Altgriechisch und besucht alsbald das Gymnasium in Halle[7] unter dem Rektor Valentin Berger.[8]

1662 schrieb er dort seine Abschlußarbeit "Valedictoria de Salinis Hallensibus" und trug sie auch vor der Schule vor.

[Bearbeiten] 1662: Universitäten Leipzig und Straßburg

Am 12. Juni 1662 schrieb er sich an der Universität Leipzig bei Johannes Ittig ein, Dekan sowie Senior der philosophischen Fakultät und in den Sommersemestern 1642, 1648, 1652, 1660, 1662, 1666 und 1670 siebenmal Rektor der Alma Mater.

1669 bis 1670 besuchte Christoph Schrader die Universität Straßburg, danach schloß er sein Studium der Theologie in Leipzig ab und strebte dort eine Universitätslaufbahn an.

[Bearbeiten] 1673: Hofprediger von Herzog August von Sachsen-Weißenfels

Am 20. Oktober 1673 wurde er allerdings unerwartet durch den Administrator des Erststiftes Magdeburg, Herzog August von Sachsen-Weißenfels, zum Hofprediger berufen und folgte zeittypisch diesem Ruf gehorsam.

Herzog August von Sachsen-Weißenfels hatte seiner Hof- und Schlosskirche, ein erzbischöfliches Gesamtkunstwerk im Stile der Spätgotik und Frührenaissance, ab Mitte des 17. Jahrhunderts mit Emporen und großem Schaualtar innerlich ein frühbarockes Aussehen gegeben.

[Bearbeiten] 1680: Pastor an der Domkirche in Halle

Nach dem Tod des Administrators am 4. Juni 1680 und dem Anfall des Erzstiftes Magdeburg an das Kurfürstentum Brandenburg wurde er zum Pastor an der Domkirche (damals zur hl. Dreifaltigkeit) berufen. Zusätzlich wurde er am 6. April 1681 auch noch zum Konsistorialrat im neuentstandenen Herzogtum Magdeburg berufen und erfüllte gehorsam auch diese Pflicht.

Am 6. Oktober 1692 wurde ihm die Lehrbefähigung an den Universitäten in Halle und Wittenberg erteilt.

[Bearbeiten] 1692: Superintendent in Dresden

Durch sein hohes Ansehen wurde er am 28. November 1692 zum Pfarrer der Kreuzkirche und Superintendenten von Dresden berufen. Außerdem wurde ihm das Oberkonsistorialamt übertragen.

Am 29. Juni 1705 hielt er eine Grundsteinpredigt für die Loschwitzer Kirche, und am 3. August 1708 die Einweihungspredigt.

Am 20. September 1708 ereilte ihn ein Blutsturz, und am 9. Januar 1709 verstarb er Viertel auf drei Uhr. Am 20. Januar 1709 wurde er in der Frauenkirche beigesetzt.

[Bearbeiten] Ehen und Nachkommen

[Bearbeiten] Portrait

[Bearbeiten] Quelle

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Herrmann Schrader bei Gedbas.
  2. Maria Crusius bei Gedbas.
  3. Augustin Crusius, gen. Krause bei Gedbas.
  4. Margaretha Caesar bei Gedbas.
  5. Chritopherus M. Caesar, genannt Petrus bei Gedbas.
  6. Joachim Caesar bei Gedbas.
  7. Helmut Berthold: "Die Geschichte des hallischen Schulwesen, Halle 1939.
  8. "Bildnis des M. Valentin Berger" (Rektor des Gymnasiums in Halle). In: Johann Christoph von Dreyhaupt; "Pagus neletici et Nudzici …", Halle 1749-1751, Zweyter Theil, 1751.
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