Božkov (Bach)
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Die Božkov (altsorbisch; sprich Boschkoff) war ein kurzer Bach, der am Bornberg entsprang und in den Alten See (Obersee) einmündete.
Um die Quelle und den Oberlauf der Božkov entstand in der Zeit der sorbischen Landnahme (ab dem 7. Jahrhundert) eine frühsorbischen Streusiedlung, die vor 1200 von der neuen deutschen Grundherrschaft zu einem Rundling zusammengefasst wurde, der etwas nördlich des Bornberges auf damals noch jungfräulichem Boden lag.
Zu 1212 wurde das Dorf als Wehrdorf Božkov (Boschkov oder Boschkow[1]) bezeichnet, nach dem Namen der alten frühsorbischen Streusiedlung - und der Born als eine Heilige Quelle der Nisaner.[2]
Ob der Born (und Bach) den Ortsnamen stiftete oder umgekehrt, ist ungeklärt.
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ Quelle für "Bozek" ist: "Zu den heute nicht mehr vorhandenen Siedlungen auf dem Gebiet der Südvorstadt gehört auch das kleine Dörfchen Boskau, welches 1315 erstmals als “Boscou” urkundlich genannt wurde (Ort des Bozek). Der von slawischen Siedlern gegründete Ort lag nördlich des Bornberges (Beutlerpark) und wurde bereits 1449 als “wüst” bezeichnet. Die Gründe für den Untergang sind unbekannt, vermutlich waren wirtschaftliche Erwägungen für die Aufgabe der Siedlung verantwortlich." In: Boskau auf dresdner-stadtteile.de (archivierte Version).
- ↑ Vita des heiligen Josef von Kayticz II, Bl. 23.