Theodor Heinrich Bäumer

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Venus schneidet Amor die Flügel

Theodor Heinrich Bäumer (* 25. Februar 1836 in Warendorf/Westfalen; † 26. April 1898 in Dresden) war ein wichtiger Vertreter der Dresdner Bildhauerschule des 19. Jahrhunderts. Vor allem seine kleinen, genreartigen Figuren und Gruppen zeichneten sich durch Anmut und Schönheit der Linienführung aus.

Der Sohn eines Tischlers hatte zunächst Modelleur gelernt und sich dann autodidaktisch zum Bildhauer weitergebildet. Nach einem Aufenthalt in Münster kam er 1859 nach Dresden, wo er bis 1866 als Gehilfe von Friedrich Wilhelm Schwenk tätig war. Nach einem Zwischenaufenthalt in Rom ließ er sich dauerhaft in Dresden nieder.

Bäumer gehörte der Freimaurerloge Zu den drei Schwertern und Asträa zur grünenden Raute an und er war Mitglied im Sächsischen Altertumsverein.[1] Bäumer wohnte zuletzt Mathildenstraße 35.[2]

[Bearbeiten] Werke

Zu Bäumers Hauptwerken zählte eine lebensgroße Figur des Salomo für das Mausoleum des Prinz-Gemahls von England. In Dresden entstanden die Gestalten von Zeus und Prometheus für das Hoftheater, für den Justizpalast die Statuen der Gerechtigkeit, Schuld und Unschuld sowie die neoklassizistische Marmorgruppe „Venus droht Amor die Flügel zu stutzen“ in den Anlagen der Bürgerwiese (1886 mit Mitteln der Herrmanns-Stiftung). In Chemnitz schuf Bäumer allegorische Figuren für ein Justizgebäude, in Zittau aus Mitteln der Tiedge-Stiftung die Brunnenfigur der Zittavia. Für seine überlebensgroße Büste von König Albert wurde ihm der Professorentitel verliehen.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Jahresbericht des Sächsischen Altertumsvereins, 1890
  2. Adressbuch der Stadt Dresden, 1892

[Bearbeiten] Weblinks

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