Straßburger Platz

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Stübelplatz mit Stübelbrunnen

Der Straßburger Platz (Straßburg ist seit 1990 Partnerstadt) gehört zu den wichtigsten Knotenpunkten des öffentlichen Personen- und Nahverkehrs in Dresden. Er liegt im östlichen Stadtzentrum am Rand des Großen Gartens. Die ursprüngliche Bebauung wurde im Zweiten Weltkrieg nahezu völlig zerstört. Vor dem Krieg hieß er Stübel-Platz, in der DDR-Zeit Julius-Fučík-Platz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Platz wurde seit 1898 mit Stübelplatz bezeichnet. Die Benennung erfolgte wie auch bei der dort beginnenden Stübelallee nach dem früheren Oberbürgermeister Paul Alfred Stübel[1]. 1951 wurde der Platz umbenannt nach dem tschechischen Schriftsteller Julius Fučík. Im Oktober 1991 wurde der Platz nochmal umbenannt in Straßburger Platz aus Anlass der damals unterzeichneten Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Straßburg[2].

[Bearbeiten] Lage & Bebauung

Straßburger Platz (Winter 2015)

Der Platz präsentiert sich im Wesentlichen als große und stark befahrene Straßenkreuzung. Hier trifft von Nordwesten vom Pirnaischen Platz kommend die Grunaer Straße auf die Stübelallee, welche entlang des Großen Gartens weiterverläuft. Senkrecht dazu treffen die Güntzstraße und die Lennéstraße aufeinander. Letztere verläuft ebenfalls parallel zum Großen Garten und führt zum gleichnamigen Lennéplatz.

Auf der Ecke zum Großen Garten befindet sich die Gläserne Manufaktur auf dem ehemaligen Ausstellungsgelände. Der dort befindliche große Ausstellungspalast wurde im Krieg zerstört. Zum Areal gehörten das Kugelhaus, das 1938 von den Nazis als undeutsch abgerissen wurde, und das Städtische Planetarium. Die bis zum Bau der Autofabrik hier ansässige Dresdner Messe ist in den Schlachthof ins Ostragehege umgezogen. Gegenüber, am nordöstlichen Rand, befanden sich bis 2004 mehrere zehngeschossige Plattenbauten. Innerhalb kurzer Zeit verschwanden diese Nachkriegsbauten und es sieht so aus, als hätte nie etwas dort gestanden. Die verbliebenen Plattenbauten wurden saniert und strahlen nun in kunterbunter Farbe. Ihr ehemaliger Betreiber, die Gagfah Group, nannte das Ensemble die StrassBurg. Auf einer ehemals leeren Fläche betrieb der Zirkus Sarrasani von 2005 bis 2014 seine dauerhafte Theater-Zirkus-Show Trocadero.

Blick vom ehemaligen Standort des Trocadero-Zeltes zur StrassBurg (Winter 2015)

An der Ecke Grunaer Straße/Güntzstraße befindet sich ebenfalls eine kleine Freifläche, welche 1975/76 von Günther Krätzschmar mit Blumenrabatten und einer Sonnenuhr (Entwurf Hans Konrad) neu gestaltet wurde. Auf diesem Areal befanden sich ehemals ab 1880 Schulgebäude des Ehrlichschen Gestiftes mit einer 1907 geweihten Gestiftskirche. Während der Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945 wurden Schulgebäude und Kirche stark beschädigt. Ab 1950 wurde ein viergeschossiges Gebäude (Ruinenausbau) für die Musikhochschule errichtet. Seit 9. März 2016 wird auf der Freifläche ein fünfgeschossiger Neubau für die Bildungseinrichtungen der AWV-Gruppe (Akademie für Wirtschaft und Verwaltung AWV, Akademie für Berufliche Bildung AFBB sowie Fachhochschule Dresden FHD) errichtet. Es soll im August 2017 fertig sein und dann rund 1500 Auszubildenden und Studenten Platz bieten. Geplant hat das Gebäude das Dresdner Planungsbüro IPROconsult GmbH.

Auf der verbleibenden Ecke des Platzes finden sich Ackis Bierstube und zwei Hochhäuser. Die Grunaer Straße ist durch ihre zentrale Lage eines der häufigeren Motive der zerstörten Dresdner Innenstadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Auf dem gesamten Gelände befinden sich heute nur Nachkriegsbauten.

[Bearbeiten] Verkehrsknoten

Neben dem starken Autoverkehr treffen hier etliche Straßenbahnlinien aufeinander. Damit wird der Platz zu einem wichtigen Umsteigeknoten im öffentlichen Verkehrsnetz. Es gibt Haltestellen für die:

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18.
  2. KREGELIN, Karlheinz: Dresden - Das Namenbuch der Straßen und Plätze im 26er Ring, Fliegenkopf Verlag (1993)

[Bearbeiten] Weblinks

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