Schläge

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"An den Schnittpunkten der nach dem Stadtinnern führenden Landstraßen mit den Grenz- und Befestigungsanlagen waren schon im Mittelalter sogenannte "Schläge" errichtet worden, deren Dreh- oder Sperrbäume an die heutigen Bahnschranken erinnert haben mögen.

Nach Einführung der Akzise (20. März 1703), einer Abgabe, die beim Eingang in einen bewohnten Ort erhoben und auch als Marktgeld bezeichnet wurde, errichtete man im Jahre 1711 im unmittelbaren Umkreis der Stadt Schläge und Torhäuschen.

In Dresden gab es mehrere solche Schläge: Bautzner Schlag (Bautzner Straße), Freiberger Schlag (Ecke Ammon- und Freiberger Straße), Falkenschlag (Falkenbrücke), Dippoldiswaldaer Schlag (Reitbahnstraße), Dohnaer Schlag (Bürgerwiese), Ostraschlag (Ostragehege), Pirnaischer Schlag (Albrechtstraße), Rampischer Schlag (Pillnitzer Straße) und Ziegelschlag (Eliasfriedhof, Einmündung der Schulgutstraße).

Diese Schläge waren durch den Environweg (franz. Environs = Umgebung, umliegende Gegend) miteinander verbunden, er umspann wie ein riesiger Gürtel die Altstadt und ihre Vorstädte. Die Elias-, Albrecht-, Sidonien- und Ammonstraße" waren "noch Teile von ihm. Neben einem Schlage stand das Wege- oder Chausseegeld-Einnehmerhaus und davor der Schlagbaum, ein Dorn oder vielmehr ein Balken im Auge der Geschirrführer. Mit Eintritt der Dunkelheit wurde der Schlagbaum herabgelassen."

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