Salzgasse

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Die Salzgasse führt vom Tzschirnerplatz am Kurländer Palais, vorbei an der Rückseite des Albertinums, dann zwischen Coselpalais und Quartier II zur Frauenkirche.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Salzgasse wird wie folgt beschrieben: Sie ist "unter Kurfürst Moritz entstanden, dürfte wohl dieselbe sein, die 1551 als Roßengeßlein in der Nawstad und 1574 als Newe gasse am zeugkwagenhause Erwähnung findet. Ihren jetzigen Namen erhielt sie im 18. Jahrhundert nach dem 1587 dort erbauten Salzsiede- und Salzspeicherhause. Der östliche Teil der Gasse, der an der Rampischen Straße endet, hieß in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Volksmunde Hintergasse, wohl weil er dort die äußerste Gasse der Altstadt war; ferner Kleine Salzgasse im Gegensatze zu dem westlichen breiteren Stücke; dann An der Zeughofmauer, welch letztere die Gasse an der ganzen Nordseite begrenzte. Auch die Bezeichnungen Gasse am Salzhause und Gasse am Zimmerhofe wurden vom Volke angewendet. Der mitunter gebrauchte Spottname Todte Hühnergasse erinnerte daran, dass man sich in früheren Zeiten an solchen abgelegenen Stellen verendeter Tiere zu entledigen pflegte[1]. Da die Häuser 1945 zerstört wurden, wurde der Name danach aufgehoben, aber seit 1991 wieder verwendet.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18.

[Bearbeiten] Literatur

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