S-Bahn

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Doppelstockwagen der alten Generation geschoben von E-Lok Richtung Dresden in Stadt Wehlen
Doppelstockwagen mit E-Lok Richtung Hbf

S-Bahnen sind in der Regel Vorortzüge in Großstädten oder Ballungszentren. Der Begriff S-Bahn entstand angeblich bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin, wo man an einigen Bahnhöfen diese Bezeichnung als Abkürzung für die "Schnellbahn" verwendete.

In Dresden wurde der Begriff S-Bahn in den 1970er Jahren durch die Deutsche Reichsbahn für Vorortzüge eingeführt. Anders als bei typischen S-Bahnnetzen wie in Hamburg, Berlin oder München wird der Verkehr nicht mit Straßen- oder U-Bahnähnlichen Fahrzeug abgewickelt, sondern seit jeher mit konventionellen Doppelstockwagen und Elektrolokomotiven. Auch ist der Abstand der Stationen relativ groß, so dass es sich eigentlich um ein vertaktetes Regionalbahnnetz handelt. Anfangs verkehrte die S-Bahn zwischen Dresden-Hauptbahnhof und Meißen-Triebischtal und Dresden-Hauptbahnhof und Tharandt. Mit Aufnahme des elektrischen Betriebs zwischen Dresden und Schöna zum Sommerfahrplan 1976 verkehrten durchgängig Züge von Meißen bis in die Sächsische Schweiz, wobei der S-Bahn-Tarif anfangs nur bis Pirna galt.

Aktuell werden vier Linien betrieben:

S1: Schöna-Bad Schandau-Pirna-Heidenau-Dresden Hauptbahnhof-Dresden Mitte-Dresden Neustadt-Radebeul -Coswig-Meißen-Meißen Triebischtal

S2: Pirna-Heidenau-Dresden Hauptbahnhof-Dresden Mitte-Dresden Neustadt-Dresden Klotzsche-Dresden Flughafen

S3: Dresden Hauptbahnhof-Freital-Tharandt

S30: Dresden Hauptbahnhof-Freital-Tharandt-Freiberg


Außer auf der S30 wird tagsüber durchgehend aller 30 Minuten gefahren. Die S30 verkehrt nur zur Hauptverkehrszeit. 2010 hatten die S-Bahnlinien 1 bis 3 etwa 35.000 Fahrgäste täglich.

Auf dem Abschnitt Pirna-Dresden Neustadt verfügt die S-Bahn über zwei eigene Gleise, die separaten Gleise vom Neustädter Bahnhof nach Coswig sind im Bau. Die Strecke Dresden Grenzstraße - Flughafen wurde erst 2001 völlig neu errichtet.

2007 wurden für 72 Millionen Euro 53 neue Doppelstockwagen angeschafft, die zusammen mit den bewährten und spurtstarken Elektrolokomotiven der Baureihe 143 den kompletten Verkehr auf allen Linien abwickeln.

[Bearbeiten] Zukunft und Ausbau

Derzeit wird die Strecke Dresden-Neustadt - Coswig viergleisig, wodurch die S-Bahn über zwei eigene Gleise verfügen wird. Ab 2016 ist ein 15-Minuten-Takt der S1 und S2 geplant. Die neue Station Dresden-Bischofsplatz (S1) ist in Bau und soll Anfang 2016 eröffnet werden. Die Sanierung des Bahnhofs Dresden-Neustadt wurde im Frühjahr 2015 beendet. Weitere Station sind am Olbrichtplatz (S2) und an der Nossener Brücke (S3) geplant. Des weiteren ist eine neue Linie S4 auf der linkselbigen Strecke Dresden-Hauptbahnhof - DD-Friedrichstadt - DD-Cossebaude - Coswig (-Großenhain - Riesa) geplant.


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