Prinz-Friedrich-August-Haus

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Prinz-Friedrich-August-Haus, links Roscherstraße
Inschrift
Entwurfszeichnung 1899

Das "Prinz-Friedrich-August-Haus" in Dresden-Kaditz ist ein viergeschossiges Doppelwohnhaus und steht an der Leipziger Straße (Eingänge Roscherstraße 2 und Kolbestraße 1). Der Bau war das erste vom Dresdner Spar- und Bauverein errichtete Wohngebäude. Es wurde am 27. Dezember 1899 übergeben.

Der 1898 gegründete Dresdner Spar- und Bauverein war bis zu Beginn des Zweiten Weltkrieges eine der erfolgreichsten und mit dem Bau von 2864 Wohnungen auch eine der größten Baugenossenschaften in Dresden.

“Unmittelbar nach seiner Gründung übernahm er von dem sich in Liquidation befindenden Dresdner Bauverein für Arbeiterwohnungen in der Vorortgemeinde Kaditz sowohl Bauland (Leipziger Straße) als auch acht Einfamilien-Doppelhäuser (heute Kolbe-und Roscherstraße). In seiner gesamten Tätigkeit ließ sich der Dresdner Spar- und Bauverein von dem Gedanken leiten, alles den Bedürfnissen des kleinen Mannes anzupassen und ihm ein gesundes und ansprechendes Heim zu schaffen.“

Am 27. Dezember 1899 konnte an der Leipziger Straße der Verein mit dem "Prinz-Friedrich-August-Haus" das erste von einer Genossenschaft errichtete Wohngebäude seiner Bestimmung übergeben.

Die Finanzierung des Vorhabens war nicht ohne Probleme gewesen. So stiftete u. a. der Vorstand der Chemischen Fabrik von Heyden zum Bau einen Betrag von 10.000 Mark und erhielt dafür ein dauerndes Verfügungsrecht über fünf Wohnungen zugunsten seiner Angestellten und Arbeiter. In seiner Weiherede zur Übergabe des Hauses führte der Redner u.a. aus: „Daß wir die Mieten so billig haben stellen können - bei der größten Wohnung beträgt der jährliche Mietzins 222 Mark, bei der kleinsten 96 Mark verdanken wir auch dem Entgegenkommen und der Unterstützung kapitalkräftiger Kreise.“

Das viergeschossige Doppelwohnhaus erhielt an diesem Tag den Namen des Prinzen Friedrich August III. (1865-1932), von 1904 bis 1918 letzter sächsischer König.

„Indem er sich an die Spitze unserer Bemühungen stellte“, so der Weiheredner, „tat er sein Allerhöchstes, um darzulegen, dass er vom Gedeihen und Wachsen unserer gemeinnützigen Baugenossenschaft eine besondere Hebung und Förderung der sozialen Wohlfahrt der minderbemittelten Volksklassen erhoffe.“

Im Bereich des heutigen Ortsamtes Pieschen errichtete der Dresdner Spar- und Bauverein u.a. auch die Palmie-Häuser an der Rückertstraße/Maxim-Gorki-Straße (1912-1914), das Wohngebiet Volkersdorfer und Boxdorfer Straße (1928-1930), das Doppelhaus Wilder-Mann-Straße 18/18b (1927/28) sowie den Wohnblock an der Kolbestraße (1929-1930).

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