Pillnitzer Fähre

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drei Elbfähren in Pillnitz

Die Pillnitzer Fähre (Linie F 14) verkehrt auf der Elbe zwischen Kleinzschachwitz und Pillnitz.

[Bearbeiten] Geschichte

Bereits 1721 tauchen in überlieferten Dokumenten erstmals Kosten für eine „fliegende Fähre“ in Pillnitz auf. Sie wurde allerdings nur betrieben, wenn König August der Starke im Schloss Pillnitz weilte. Dazu wurde die Fähre jedes Mal aus Laubegast nach Kleinzschachwitz verlegt.

Seit 1765 existiert eine regelmäßige Fährverbindung zwischen Kleinzschachwitz und Pillnitz. Es handelte sich um eine Gierseilfähre. Damit durften bis 1849 allerdings nur Angehörige des Hofes übersetzen. Die Fährbetreiber, sogenannten Pontonniers, also Pioniere des Militärs, waren schon damals linkselbisch im heutigen Fährhaus untergebracht. Seinerzeit war das Gebäude ein kleines Kastell.

Im Jahr 1911 übernahm die Sächsisch-Böhmische Dampfschiffgesellschaft den Betrieb der Fähre. Ein Jahr später wurde die Elbe erstmals mit einem motorgetriebenen Schiff gequert, das aber noch immer an einem Gierseil hing. Wegen Treibstoffmangel im Ersten Weltkrieg musste der Motor-Fährbetrieb 1915 eingestellt werden. Erst ab 1930 fuhr wieder eine Motorfähre: die „Pillnitz I“. Sie fuhr bis nach Kriegsende. Nach der Enteignung der Dampfschiffgesellschaft übernahmen die Dresdner Verkehrsbetriebe den Fährbetrieb. Ab 1961 fuhr eine elektrisch betriebene Gierseilfähre über die Elbe. Seit 1994 ist die „Schloßfähre“ mit zwei Pumpjetmotoren im Einsatz, die noch heute in Betrieb ist. Sie kann acht Autos transportieren und hängt nicht mehr an einem Gierseil, sondern kann sich frei auf der Elbe bewegen.

Wenn die „Schloßfähre“ gewartet wird oder Unterstützung benötigt, kommt Fähre „Erna“ (Baujahr 1927) zum Einsatz.

[Bearbeiten] Quellen

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