Philipp Hallbauer

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Philipp Hallbauer (* 13. Mai 1854 in Dresden; † nach 1920) war ein deutscher Eisenbahner, zuletzt im Rang eines Oberbahnhofsvorstehers sowie Dichter und Schriftsteller, vor allem in der sächsischen Mundart.

[Bearbeiten] Familie

Philipp Hallbauer war der Sohn des damaligen Betriebs-Oberinspektors bei der Sächsisch-Böhmischen Eisenbahn Anton Hallbauer (* 11. April 1814 in Freiberg; † 1891 in Dresden) und dessen Ehefrau Agnes Hallbauer geb. Breithaupt (* 1818 in Freiberg; † 1889 in Dresden), die Tochter des Mineralogen Johann Friedrich August Breithaupt (17911873). Philipps Vater wurde später königlich-sächsischer Finanz-und Direktionsrat sowie Mitglied der Generaldirektion der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen. Philipps Großvater väterlicherseits war der ehemalige Korrektor im Buchverlag Göschen zu Leipzig, Carl Friedrich Hallbauer (17751825). Dieser war seit 1809 fünfter Lehrer am Freiberger Gymnasium und veröffentlichte einige Bücher über Freiberg, die dortige Bürgerschule und schrieb Aufsätze und Gedichte.[1]

Philipp hatte noch mehrere Geschwister, u.a.:

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Philipp Hallbauer besuchte seit 1860 die 1. Bürgerschule in Leipzig. Ab 1865 nahm er Privatunterricht beim Pfarrer in Hartrode in Sachsen-Altenburg sowie ab 1868 in der Nikolaischule in Leipzig.

Als Philipps Vater zum Mitglied der Generaldirektion der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen berufen wurde und mit seiner Familie von Leipzig wieder nach Dresden zog, besuchte Philipp Hallbauer zuerst kurzzeitig die Kreuzschule und von 1869 bis 1873 die Annenschule, wo er die Reifeprüfung ablegte. Im gleichen Jahr trat er bis 1874 seinen einjährigen Militärdienst beim 1. Leib-Grenadier-Regiment Nr. 100 in Dresden an.

Nach Beendigung seiner Militärzeit trat Hallbauer im Oktober 1874 in den sächsischen Eisenbahndienst ein. Anfangs Diätar bei der Leipzig-Dresdner Eisenbahn im sächsischen Roßwein, wurde er danach Assistent bei der Muldental-Eisenbahn in Glauchau und Colditz. Nach Übergang dieser Bahngesellschaft an den sächsischen Staat wurde Hallbauer Assistent bei den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen. Später wurde er Stationsvorstand und zuletzt Bahnhofsinspektor anfangs in Döbeln, später in Kötzschenbroda, Pirna, Wolfsgrün, Einsiedel bei Chemnitz, Remse bei Glauchau und Dahlen.

Ab 1907 war Hallbauer Bahnhofsinspektor in Grimma und wohnte in der dortigen Bahnhofstraße 2.[5] 1912 ist er im Rang eines Oberbahnhofsvorstehers bei den sächsischen Eisenbahnen verzeichnet und war Bürger von Grimma.[6] Philipp Hallbauer betätigte sich ab der Jahrhundertwende um 1900 auch schriftstellerisch. Er schrieb Gedichte in sächsischer Mundart und kleinere Erzählungen und Romane.

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hallbauer in: Das gelehrte Teuschland, oder Lexikon der jetzt lebenden teutschen Schriftsteller, 18. Band, Lemgo 1821, Onlineversion bei Google Books S. 31
  2. Adressbuch Dresden 1883, SLUB, S. 157
  3. Von der Kaltwasserkur bis zur physikalischen Therapie, Hubertus Averbeck, Europäischer Hochschulberlag Bremen 2012, Online-Leseprobe auf Google books, S. 400, ISBN 978-3-386741-782-2
  4. Adressbuch Dresden 1890, SLUB, S. 226
  5. Adressbuch Grimma... 1908, SLUB, S. 36
  6. Adressbuch Grimma... 1912, SLUB, S. 50
  7. Mei Begasus auf Google Books
  8. Philipp Hallbauer auf Abebooks
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