Paul Welzel

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ehem. Druckereigebäude Welzel im Hinterhof des früheren Grundstücks Lockwitztalstraße 72

Paul Welzel (* 1864; † 1924 in Lockwitz) war ein und dortiges Gemeinderatsmitglied, später auch Gemeindeältester sowie Druckerei- und Verlagsinhaber im heutigen Dresdner Stadtteil Lockwitz.

Welzel gründete an der Dohnaer Straße in Unterlockwitz eine Buchdruckerei sowie den "Verlag Paul Welzel". Noch heute findet man viele Publikationen bis 1945, nicht nur aus Lockwitz, unter diesem Verlag. In den Adressbüchern von 1907 bis 1914 ist Paul Welzel als Gemeindeältester, zusammen mit dem Brennereibesitzer Felix Oskar Hänichen (18651946) verzeichnet.[1]

Nach seinem Tod wurde der Betrieb durch seinen Sohn Bruno (19001983) in zweiter Generation weitergeführt. Dieser wurde allerdings nach dem Zweiten Weltkrieg, 1945 enteignet. Gegen Ende des gleichen Jahres wurde die Druckerei von Oswald Schreiter aus Borthen übernommen, trotzdem hieß die Firma weiterhin im Volksmund "Welzel-Druckerei". Der Eingang zur Druckerei befand sich zu DDR-Zeiten im Hinterhof der Lockwitztalstraße 72. Heute wird das Areal von der Apogepha Arzneimittel GmbH genutzt.

Welzels Tochter Ella Ida heiratete am 23. Februar 1916 in zweiter Ehe den Leipziger Missionar Ernst Hohlfeld (18331959).[2]

Das Grab von Paul Welzel befindet sich auf dem Friedhof Lockwitz. Ihm zu Ehren wurde in Lockwitz die Welzelstraße benannt.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adreßbücher von 1907 und 1914 für die Orte Dohna, Dobritz, Gommern, Groß-Luga, Großzschachwitz, ... in der SLUB Dresden
  2. Ernst Hohlfeld auf www.lmw-mission.de
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