Paul Rackwitz

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Kakao-Kunstwerk im "Racki", rechts ein Teil der Speisekarte
ein letztes "Staropramen Granát", Juli 2015

Das „Paul Rackwitz“ war eine Kneipe und Gaststätte im Stadtteil Plauen. Sie befand sich im Eckhaus am Plauenschen Ring 33, Ecke Bernhardstraße. Das Schankhaus, wie es Kneipenchef Arne Rönsch am liebsten nannte, bot etwa 80 Plätze auf drei Ebenen. Von seinem Stammplatz oben neben dem Klavier „überwachte“ Namensgeber „Paul“ das Treiben im gemütlichen, durch Kerzen beleuchteten Gastraum. Im Sommer konnten zusätzlich rund 80 Gäste an den Tischen im Freisitz Platz finden.

Geöffnet war täglich von 17 bis 24 Uhr. Auf der "Racki"-Karte standen Pastagerichte, gutbürgerliche Küche und internationale Küchenklassiker. Die Kneipe schloss zum 31.07.2015. Anfang November 2015 eröffnete unter dieser Adresse eine neue Location namens „Plausch“

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das Gebäude wurde etwa 1900 im Auftrag von Rosalie Schmidt errichtet[1] und war bis 1906 unter der Adresse Ringstraße 28 im Adressbuch zu finden. Bereits kurz nach dem Bau 1901 erwarb der Kaufmann Eduard Paul Rackwitz das Haus und verkaufte im Erdgeschoss-Laden Kolonialwaren.[2] Rackwitz betrieb offenbar parallel noch weitere Kolonialwarengeschäfte an der Werderstraße 29 und der Wettinerstraße 38.[3] Ab 1934/35 übernahm der Kaufmann Max Julius Fickler das Geschäft und betrieb es mindestens bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Fickler hatte offenbar zunächst als Schlossergehilfe gearbeitet, seine Frau Klara Gertrud war Lebensmittelhändlerin.[4] Hausbesitzer Rackwitz wohnte im Erdgeschoss, ab etwa 1935 auch Fickler.[5]

Nach der Wende nutzte ein Obst- und Gemüseladen die Geschäftsräume. 1995 eröffnete die Gaststätte „Paul Rackwitz“ und entwickelte sich zu einer wahren Institution in Plauen. Am 31.07.2015 stellte das Paul Rackwitz aufgrund zu hoher Pachtgebühren den Betrieb ein. [6]

[Bearbeiten] Gegenwart

September 2018: "Nun also die Drachenwiese. Von einem Garten hatte Paul Rackwitz schon immer geträumt: Es musste kein Englischer sein, kein Hängender und auch keine Parzelle. Er wollte den Großen. Die letzten drei Jahre war Rackwitz auf Reisen gewesen. Dass man ihn vermisst hatte, war schmeichelhaft. Aber darüber sprach man nicht als Herr von Welt." [7]

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adressbuch 1900, 6. Teil, S. 418. Adressbuch 1901, 6. Teil, S. 468.
  2. Adressbuch 1902, 6. Teil, S. 478
  3. Adressbuch 1904, 4. Teil, S. 117
  4. Adressbuch 1934, 2. Teil, S. 155. Adressbuch 1935, 2. Teil, S. 158
  5. Adressbuch 1931, 4. Teil, S. 105.
  6. https://tag24.de/nachrichten/nach-20-jahren-ist-schluss-im-paul-rackwitz-8825
  7. vgl. Home: www.paul-rackwitz.de

[Bearbeiten] Weblink

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