Niedersedlitzer Straße

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Verzweigung.png Dieser Artikel behandelt die Niedersedlitzer Straße in Niedersedlitz, Prohlis und Reick. Für weitere Straßen dieses Namens siehe Niedersedlitzer Straße (Begriffsklärung).

Die Niedersedlitzer Straße war ein alter Verbindungsweg zwischen Niedersedlitz und Reick und führte dabei auch über die Flur von Prohlis. Deshalb wurde die Straße auch als Niedersedlitz-Reicker Communicationsweg bezeichnet. In Niedersedlitz tauchte sie erstmals 1899 als Reicker Straße im Adressbuch auf. Insbesondere auf diesem Teil siedelten sich später zahlreiche Industriebetriebe an.

In Prohlis wurde die Straße ebenfalls Reicker Straße genannt nach der Richtung zum Dorf Reick. In Reick selber wurde die Straße nach der Richtung mit Niedersedlitzer Straße, teilweise auch als Niedersedlitzer Weg, bezeichnet. Nach der Eingemeindung von Niedersedlitz wurde dann der heutige Name mit Beschluss vom 30. September 1953 auch auf die dortige Reicker Straße bezogen. Eine Reicker Straße gab es damals bereits in Strehlen bzw. Reick.

In Niedersedlitz erfolgte die Nummerierung vom Ortskern aus. Letzte vergebene Hausnummern an der Grenze zu Prohlis waren die 45 und 68. Nach der Eingemeindung erfolgte die Nummerierung fortlaufend vom Stadtzentrum her, so dass die ersten Häuser südlich des Langen Weges die Nummern 54 und 55 erhielten.

Wichtigster Betrieb an der Niedersedlitzer Straße war lange Zeit die Firma Höntsch & Co., deren Nachfolger bis heute hier produzierten und produzieren. Nur im Bereich dieses an der Flurgrenze zu Prohlis liegenden Betriebsgeländes war die Straße komplett ausgebaut. Bis Anfang der 1970er Jahre wurde die Einfahrt in das Betriebsgelände im Zuge der Niedersedlitzer Straße mit Schlagbäumen reguliert. Dies ist auch im Zusammenhang mit der bis dahin genutzten Werkbahn zu sehen, deren Gleise an vier Stellen die Niedersedlitzer Straße querten. Dieser Status der Straße wurde auch im Stadtplan dargestellt.

Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre entstanden kurz hintereinander zwei Produktionsgebäude (ca. 150x100 Meter) an der Niedersedlitzer Straße. Zusammen mit dem zuerst errichteten nordwestlichen wurden auch zwei Bürogebäude und weitere Nebenanlagen bis hin zur Sosaer Straße errichtet. Sie bildeten den Betriebsteil 3 des VEB Hochvakuum Dresden. [1]

Im südöstlichen Gebäude befand sich der VEB Elektromotorenwerk Dresden-Ost. 1987 wurde der Betrieb unter Namensänderung in VEB Niles Stellantriebe in das Werkzeugmaschinenkombinat „7. Oktober“ eingegliedert. [2]

Die Niedersedlitzer Straße mündete ursprünglich rund 30 Meter östlich des Seidnitzer Weges in die Mügelner Straße. Beim Bau der Plattenbausiedlung Prohlis wurde die Gamigstraße verlängert und die Niedersedlitzer Straße in diese eingeführt. Diese Kreuzung wurde in den 1990er Jahren zu einem Kreisverkehr umgestaltet.

Seit dem Jahr 2000 führt die aus Richtung Strehlen kommende Straßenbahntrasse auf eigenem Gleiskörper entlang der Niedersedlitzer Straße bis zum Albert-Wolf-Platz/Prohliser Allee. 2007 wurde der damals völlig umgebaute Betriebshof Reick über die Niedersedlitzer Straße an das übrige Gleisnetz der Straßenbahn angeschlossen.

[Bearbeiten] Adressen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

  1. Fernsprechbuch Bezirk Dresden 1988. S. 126.
  2. https://www.wittur-edrives.de/firmenportrait.html
  3. Architekturbüro Müller
  4. ttr: Unrat in leerstehendem Bürogebäude brennt. In: DNN.de 2.5.2019.
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