Markthalle Antonsplatz

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Ansicht von außen und innen

Die Markthalle Antonsplatz wurde unter der Oberbauleitung von Edmund Bräter in den Jahren 1891 bis 1893 auf dem namengebenden Antonsplatz errichtet[1]. Sie war eine der ersten feststehenden Marktplätze, die sich in Anbetracht der unzureichenden Versorgung einer schnell wachsenden Großstadt mit frischen Lebensmitteln notwendig machte. Am 15. Juli 1893 fand die feierliche Eröffnung statt[2]. Bei den Luftangriffen vom 13. Februar wurde die Halle beschädigt und im Rahmen des Wiederaufbauprogramms im Jahr 1951 abgerissen.

[Bearbeiten] Baubeschreibung

Die Entwürfe stammten von Wilhelm Rettig (1845-1920) und Theodor Fischer (1862-1939) und waren als langgestreckter Rechteckbau konzipiert. Das Mittelschiff hatte eine lichte Höhe von 13.65m auf einer Länge von 157m und das Gesamtgebäude eine Breite von 29m. Den Bauschmuck in Form von sechzehn Kindergruppen an den Dachecken und der Attika fertigte der Bildhauer und Professor am Polytechnikum Friedrich Rentsch (1836-1899). Ein bedachter öffentlicher Durchgang teilte das Gebäude in zwei, im Obergeschoss unmittelbar verbundene Hallen mit jeweils zwei Geschossen (4.80m lichte Höhe). Die Baukosten betrugen inkl. Grundstückserwerb rund 1 Million Mark.

[Bearbeiten] Nutzung

Über 590 Verkaufsstände mit 2.544 m² Fläche gab es einst in der Markthalle, die vier Gruppen zugeordnet waren: Gruppe I - Fleischwaren, Wild und Geflügel, Gruppe II - lebende Fische, Gruppe III - Seefische, Garten-, Wald-, Feld- und Südfrüchte, Blumen, Sämereien usw. Butter, Käse, Eier und Margarine sowie Gruppe IV - Kartoffeln. Für den Warenverkehr aus den Kellern nach den Hallen sorgten vier moderne hydraulische Aufzüge. In jeder Abteilung des Erdgeschosses gab es Vorrichtungen zum amtlichen Wiegen der Waren.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Folke Stimmel u. a.: Stadtlexikon Dresden A - Z. 2., überarbeitete Auflage, Verlag der Kunst, Dresden 1998, ISBN 3-364-00304-1, S. 272
  2. Die Markthallen der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden, Verlag C.C.Meinhold, April 1903


[Bearbeiten] Weblinks

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