Luisenhof

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Bergrestaurant Luisenhof
historische Ansichtskarte mit Luisenhof und Standseilbahn
Eingang zum unteren Bahnhof der Standseilbahn am Körnerplatz
Datei:Luisenhof, alte Anzeige

Der Luisenhof ist ein Restaurant auf dem Weißen Hirsch. Namensgeberin ist die ehemalige sächsische Kronprinzessin Luise von Toscana. Der Berggasthof bietet einen fantastischen Panoramablick auf Dresden. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel. Viele Prominente waren im Gasthof bisher zu Besuch, wovon zahlreiche Bilder in der Gaststätte zeugen.

Für Besucher und Gäste der Stadt empfiehlt sich eine Fahrt mit der Standseilbahn, da sich der Luisenhof direkt gegenüber des oberen Bahnhofs der Standseilbahn befindet. Der untere Bahnhof befindet sich am Körnerplatz und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln der Dresdner Verkehrsbetriebe zu erreichen.

[Bearbeiten] Geschichte

Das „Bergrestaurant und Hotel Luisenhof“ wurde als Ausflugslokal von 1894 bis 1895 erbaut und etwa einen Monat vor der Inbetriebnahme der Standseilbahn zwischen Loschwitz und dem damals noch selbstständigen Kurort Weißer Hirsch am 18. August 1895 feierlich eröffnet. Bereits drei Jahre später, im November 1898, verkaufte der bisherige Gastwirt Friebel den Luisenhof an Friedrich August Reck (18401896). Nach dessen Tod im Jahr 1896 übernahm sein Sohn Georg den Gasthof und führte ihn bis 1920 weiter. Danach erfolgte der Verkauf an Carl Albin Voigt und dessen Frau Hedwig, womit der Luisenhof für 55 Jahre im Familienbesitz der Familie Voigt bleiben sollte.

Die Betriebsführung des Gasthofes übernahm 1946 die Sächsische Hotel- und Gaststätten GmbH, ab 1949 die Handelsorganisation HO der DDR. 1952 verließ die sowjetische Militäradministration, die seit 1945 die obere Halle der Großgarage konfisziert hatte, das Gebäude. 1956 kam es zu einem verheerenden Großbrand im Luisenhof, in dessen Folge die Tochter des Hauses, die begabte Schwimmerin Helga Voigt, an den Folgen einer Rauchvergiftung starb. Die staatlichen Behörden ordneten eine sofortige Schließung der Gaststätte an. Bereits ein Jahr später, 1957, wurde der Luisenhof großzügig erweitert und zu Ostern wieder eröffnet. 1968 folgte der Ausbau der unteren Räume zu einer Tanzbar. 1975 verkaufte Hansotto Voigt den Luisenhof an die volkseigene Handelsorganisation für 300.000 DDR-Mark.

Nach der politischen Wende in der DDR konnte Hansotto Voigt 1990 den Rückkauf des Gasthofes erwirken, musste aber 1994 den Betrieb schließen. Ab 1997 erfolgte eine Totalsanierung des Luisenhofes mit einem umfassenden Umbau sowie den Einbau von 15 Eigentumswohnungen. Nach zwei Jahren Bauzeit konnte 1999 das Ausflugslokal als Café und Restaurant wieder eröffnen. Am 9. Mai 2002 übernahm der bisherige Küchenchef Armin Schumann zusammen mit seiner Frau Anja den Luisenhof als Pächter und führte ihn mehr als zehn Jahre. Der Luisenhof wurde 2006 als „Topausbildungsbetrieb“ und 2008 als kinderfreundlichstes Restaurant Dresdens ausgezeichnet.

Bei der Zwangsversteigerung am 15. Dezember 2014 wechselte das Gebäude für 1,8 Millionen Euro den Besitzer. Neuer Eigentümer ist die Aachener Firma Patria-Casa Vermögensverwaltung.[1] Der Pachtvertrag war zu diesem Zeitpunkt noch bis Januar 2017 gültig.

Am 25. Februar 2015 gab Armin Schumann in einer Pressemitteilung bekannt, dass er und seine Frau den Betrieb des Luisenhofs wegen „überzogener Pachtforderung“ (14.000 Euro plus 5.000 Euro Neuforderung/Monat; lt. Zeitungsberichten) des neuen Eigentümers zum 30. Juni 2015 aufgeben werden. Seit 1. Juli 2015 ist das Restaurant im Luisenhof geschlossen.

Im April 2018 will Familie Rühle den Luisenhof mit 170 Plätzen im Gastraum und mit 130 Plätzen auf der Terrasse wieder eröffnen.

[Bearbeiten] Quellen

  1. https://www.aachener-nachrichten.de/aachener-anleger-sorgen-in-dresden-fuer-boeses-blut-1.1041743

[Bearbeiten] Weblinks

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