Kugelhaus

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Erstes Kugelhaus auf dem Ausstellungsgelände

Das erste Kugelhaus befand sich von 1928 bis 1938 am Großen Garten. Es wurde anlässlich der 7. Jahresschau Deutscher Arbeit Dresden – Die Technische Stadt zu Ehren des 100. Geburtstages der TH Dresden nach einem Entwurf von Peter Birkenholz als Stahlkonstruktion errichtet und am 20. Mai 1928 der Öffentlichkeit präsentiert.[1] In weniger als einem halben Jahr besuchten 3,5 Millionen Personen die Ausstellung, die den Nutzen der Technik für das alltägliche Leben demonstrieren sollte.

Das Dresdner Kugelhaus gilt als das erste Gebäude seiner Art auf der Welt und besaß einen Durchmesser von 24 Metern. Nachts wurde es eindrucksvoll angestrahlt. Birkenholz hatte sich schon seit 1916 mit kugelförmigen Gebäuden beschäftigt, darunter für den Völkerbundpalast in Genf, fand jedoch erst in Dresden wohlwollende Aufnahme für seine avantgardistische Architektur.

Neues Kugelhaus am Wiener Platz

Im Kugelhaus fanden in Ergänzung zum unmittelbar benachbarten Ausstellungspalast regelmäßig Ausstellungen und Präsentationen statt. Nach einer Kampagne als vermeintlich „undeutsch“ wurde das bei den Dresdnern äußerst beliebte Bauwerk im Jahr 1938 wieder abgerissen – die Nazis befanden die Idee, auf kleinster Fläche rund zu bauen, als wenig passend zu ihren „klaren Linien und (Haken-)Kreuzen“. Heute befindet sich an seiner Stelle ein Turm der Gläsernen Manufaktur.

Von 2004 bis 2005 wurde am Wiener Platz zwischen Hauptbahnhof und Prager Straße in Anlehnung an das erste Kugelhaus ein Neubau errichtet, wobei das Architekturbüro Siegbert Langner von Hatzfeldt als Material Glas einsetzte und die Kugelstruktur durch Kuben ergänzte. Das neue Kugelhaus sollte ursprünglich Dresden als Wissenschaftsstandort präsentieren, ist inzwischen jedoch ein kleiner Kommerztempel für Shopping und Gaumenfreuden geworden.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Ute Becker: Die Chronik. Geschichte des 20. Jahrhunderts bis heute, wissenmedia Verlag, 2006

[Bearbeiten] Weblinks

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