Karl Quarck

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Quarcks Grab auf dem Heidefriedhof

Karl Quarck (18691949) war ein Kunstmaler, der im Dresdner Stadtteil Trachau lebte.

Auf dem Heidefriedhof im Dresdner Norden befindet sich neben den Grabstätten vieler Künstler auch die des Malers und Graphikers Karl Quarck. In der dritten Reihe des Urnenfeldes IV steht sein schon arg ramponierter Grabstein, die Schrift ist nur schwer zu entziffern.

Als jüngstes von fünf Kindern am 8. August 1869 in Rudolstadt geboren, verlor Karl Quarck schon früh den Vater und erhielt als Vormund seinen neun Jahre älteren Bruder Max.

Nach einer Lehre als Dekorationsmaler studierte Karl Quarck, der schon immer Kunstmaler werden wollte, an der Kunstgewerbeschule in Leipzig, verbrachte anschließend seine Militärzeit in Dresden und besuchte von 1894 bis 1899 die hiesige Akademie der bildenden Künste. An ihr war er Meisterschüler des Landschafts- und Marinemalers Friedrich Preller dem Jüngeren (18381901), der seit 1880 als Kunstprofessor an der Dresdner Akademie tätig war und ihn förderte. Er verschaffte ihm auch den ersten größeren Auftrag. Es war ein Wandgemälde im Hause Wolfrum in Aussig (Ústí nad Labem).

„Aus dieser Verbindung entstand eine innige Freundschaft fürs Leben. Viele Wochen in jedem Jahr war er dort zu Gaste. Das schöne Böhmen, besonders das Elbtal mit dem Schreckenstein, gab ihm Motive für viele Studien und Gemälde. Mit dem Freunde Wolfrum war es ihm vergönnt, eine schöne Italienreise zu machen, die gerade für ihn als Maler von unschätzbarem Wert war.“[1]

Eine ganze Sammlung der Werke Karl Quarcks befindet sich noch heute im 1876 gegründeten Museum der Stadt Ústí nad Labem, das zu den ältesten seiner Art in Nordböhmen zählt.

Zahlreiche Zeichnungen von Motiven der Sächsischen Schweiz erschienen in den 1930er Jahren in der Zeitschrift "Der Bergsteiger", dem Mitteilungsblatt des Sächsischen Bergsteigerbundes.[2]

Karl Quarck, eine Zeit lang auch Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes Dresden, war verheiratet mit Elsa (1877-1955) und wohnte in Dresden-Trachau, zuerst in der Dippelsdorfer Straße 6 und bis zu seinem Tode am 23. Dezember 1949 im Hause Nr. 5 der heutigen Dorothea-Erxleben-Straße.

„Er wusste selbst, dass ihm nur noch eine kurze Zeit beschieden sein würde. Trotzdem war er voller Pläne und Gedanken für weitere Arbeiten. Noch am Tage vor seinem Tode malte er an einem großen Bild, gerade als sollte es noch lange so weitergehen.“[3]

[Bearbeiten] Quellen

  1. Die Rudolstädter Familie Quarck, Verlag Gustav Quarck, Rudolstadt 1922, ergänzt im Jahr 1960.
  2. Biografien und Porträts von Persönlichkeiten aus der 100-jährigen Geschichte des Sächsischen Bergsteigerbundes (SBB), Dresden 2010, S. 44
  3. Die Rudolstädter Familie Quarck, Verlag Gustav Quarck, Rudolstadt 1922, ergänzt im Jahr 1960.
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