Karl Hermann Andrae

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Karl Hermann Andrae, auch Carl Hermann Andrä (* 24. November 1847 in Bischofswerda; † 20. Januar 1913 in Klotzsche-Königswald bei Dresden) war ein sächsischer Ingenieur, Eisenbahner, u. a. als Eisenbahndirektor, zuletzt als Abteilungsvorstand in der Generaldirektion der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen im Rang und mit Titel eines Geheimen Baurates.

[Bearbeiten] Familie

Karl Hermann Andrae entstammte der sächsischen Familie Andrä/ Andrae, deren Stammfolge bis zu Andraes Urgroßvater, den kursächsischen Postamtssekretär Johann Gottlob Andrae zurück verfolgt werden kann.

Andrae war der Sohn des Webers, Tuchmachermeisters und Bischofswerdaer Ratsherrn, Julius Andrä, genannt Weber (* 1810 in Leipzig; † 20. Januar 1879 in Bischofswerda) und dessen 1832 geheirateter Ehefrau Johanna Christiana geb. Funke (* 10. April 1807 in Hohnstein; † 10. Mai 1846 in Bischofswerda), Tochter des Kauf- und Handelsherrn Wilhelm Leberecht Funke und dessen Ehefrau Johanna Sophia geb. Meißner. Andrae hatte noch zwei Geschwister:

Andraes Großvater war der in Dresden verstorbene königlich-sächsische Hofpostamtssekretär Gottfried August Andrae († 1825).

Andrae war mit Sidonie Auguste geb. Schmidt (* 30. Januar 1853 in Krippen; † 10. Februar 1921 in Buchholz/ Erzgebirge) verheiratet. Das Paar hatte drei Kinder:

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Die Generaldirektion der sächsischen Staatseisenbahnen, in der Wiener Straße, in der Nähe des Hauptbahnhofs
Siegelmarke der Generaldirektion

Andrä studierte nach seinem Schulbesuch in Bischofswerda ab 1865 an der Polytechnischen Schule in Dresden Bauingenieurwesen. Er konnte das Studium mit ausgezeichneten Leistungen 1867 abschließen und erhielt eine Preismedaille und Belobigungen.[1]

1889 kehrte Andrä nach Dresden zurück, wo er als Abteilungsingenieur bei den sächsischen Staatseisenbahnen sowie auch als geprüfter Zivilingenieur arbeitete. Er wohnte zu dieser Zeit in der Feldschlößchenstraße 24.[2] 1891 wurde er zum Bauinspektor befördert und zog in die Feldschlößchenstraße 2,[3] 1892 in die Hohe Straße 2.[4] 1895 zog er in die Schnorrstraße 27,[5] wo er allerdings nur etwa ein Jahr wohnte, bevor er sich wieder auswärts von Dresden arbeitete.

1899 abermals als Eisenbahnbetriebsdirektor nach Dresden zurück versetzt, hatte er die Schreibweise seines Namens in Andrae umgewandelt. Er zog in jenem Jahr in die Chemnitzer Straße 61,[6] im folgenden Jahr, 1900 weiter in die Strehlener Straße 17.[7] 1901 wurde er in den Rang eines Oberbaurates erhoben.[8]

1902 wurde Andrae als technischer Rat Mitglied der Generaldirektion der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen im Rang eines Oberbaurates. Im gleichen Jahr zog er wieder in die Chemnitzer Straße, diesmal in die Hausnummer 15.[9]

Nach dem Ausscheiden von Edmund Nobe, der bis 1909 die Abteilung III der Generaldirektion der sächsischen Staatseisenbahnen führte, wurde Andrae im gleichen Jahr zum Vorstand der "Verkehrstechnischen Abteilung" berufen und erhielt gleichzeitig vom sächsischen König Friedrich August III. den Rang und den Titel eines königlich-sächsischen Geheimen Baurates. Außerdem zog Andrae in die Bernhardstraße 69.[10] 1910 zog er in die Liebigstraße 20.[11] Andrae führte die III. Abteilung als Vorstand nur bis 1912, als er pensioniert wurde. Sein Nachfolger wurde Karl Hugo Dannenfelßer.

In seinem letzten Jahr vor seinem Tod wohnte Andrae mit seiner Frau als Geheimer Baurat a. D. (außer Dienst) in der Goethestraße 8 in Klotzsche-Königswald,[12] das zu dieser Zeit noch ein selbstständiger Vorort von Dresden war.

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Liste Studierender an der TU auf tu-dresden.de
  2. Adressbuch Dresden 1890, SLUB, S. 39
  3. Adressbuch Dresden 1892, SLUB, S. 44
  4. Adressbuch Dresden 1893, SLUB, S. 43
  5. Adressbuch Dresden 1896, SLUB, S. 66
  6. Adressbuch Dresden 1900, SLUB, S. 114
  7. Adressbuch Dresden 1901, SLUB, S. 122
  8. Adressbuch Dresden 1902, SLUB, S. 123
  9. Adressbuch Dresden 1903, SLUB, S. 131
  10. Adressbuch Dresden 1910, SLUB, S. 123
  11. Adressbuch Dresden 1911, SLUB, S. 125
  12. Adressbuch Dresden 1913, Vororte, SLUB, S. 2781
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